Wissenschaftsakademien dringen auf datengestützte Demenzprävention
Forschende stellen zweistufiges, datengetriebenes Demenzrisikoscreening in der Stellungnahme vor
Vermeidung oder Verringerung von Demenz-Risikofaktoren ist bisher die beste Möglichkeit, einer Demenz entgegenzuwirken
die Vision wird von anderen Forschenden begrüßt, sollte aber gemeinsam mit weiteren Maßnahmen zur Demenzprävention umgesetzt werden
Die Wissenschaftsakademien Acatech und Leopoldina sowie die Union der deutschen Akademien haben am 27.03.2026 ihre Stellungnahme „Datengetriebene Demenzprävention“ veröffentlicht (siehe Primärquelle). In dieser stellen sie ein zweistufiges Konzept vor, mit dem der Entstehung von Demenzen zukünftig entgegengewirkt werden soll.
Demenzen belasten Betroffene und Angehörige und stellen eine der größten Herausforderungen für unser Gesundheitssystem und die Wirtschaft dar. Im Jahr 2023 waren in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen von Demenzen betroffen, bis 2050 könnte diese Zahl auf etwa 2,74 Millionen ansteigen. Trotz jahrelanger intensiver Forschung ist eine effektive Behandlung oder gar Heilung von Demenz für die meisten Betroffenen nicht möglich.
Auf unserem Youtube-Kanal können Sie das Video in der Sprecheransicht oder Galerieansicht anschauen.
Das Transkript können Sie hier als PDF herunterladen.
„Interessenkonflikte liegen keine vor.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Alle anderen: Keine Angaben erhalten
Primärquelle
Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech), Nationale Akademie der Wissenschaften, Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (2026): Datengetriebene Demenzprävention. Stellungnahme. DOI: 10.48669/aca_2026-1.
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] Science Media Center (2024): Prävention von 14 Risikofaktoren könnte Demenzfälle verhindern. Statements. Stand. 31. Juli 2024.
Prof. Dr. Svenja Caspers
Leiterin des Instituts für Anatomie I am Universitätsklinikum Düsseldorf und Leiterin der Arbeitsgruppe „Konnektivität“ am Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM), Forschungszentrum Jülich, sowie Autorin der Stellungnahme
Dr. Steffen Heß
Leiter des Forschungsdatenzentrums Gesundheit (FDZ Gesundheit), Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bonn
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Interessenkonflikte liegen keine vor.“
Prof. Dr. Steffi G. Riedel-Heller
Direktorin des Instituts für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health, Universitätsklinikum Leipzig
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Joachim L. Schultze
Wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender (Interim), Deutsches Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE), Bonn und Autor der Stellungnahme