Regulierung sozialer Medien: psychologische, rechtliche und technische Aspekte
Kinder und Jugendliche sollen vor den potenziellen Gefahren sozialer Medien besser geschützt werden. Diese Diskussion nimmt auch in Deutschland weiter Fahrt auf. Vergangenen Sonntag legte die SPD-Bundestagsfraktion ein Positionspapier vor, in welchem sie ein Verbot sozialer Medien bis zum Alter von 14. Jahren fordert. Außerdem schlagen sie eine Jugendversion von Plattformen für 14- bis 16-Jährige vor. Zum Start des Wochenendes will nun auch die CDU bei ihrem Parteitag über eine Altersgrenze sozialer Medien diskutieren. Hier stehen bundeseinheitliche Handyverbote an Schulen, eine stärkere Medienkompetenzbildung sowie ein Mindestalter von 16 Jahren im Raum.
Mehrere Länder haben sich bereits für Altersgrenzen entschieden. In Australien ist Ende Dezember ein Verbot bis 16 Jahre in Kraft getreten wobei die Unternehmen für die Einhaltung verantwortlich sind und das Alter auf unterschiedliche Weise überprüfen können. Der Regierungschef Spaniens sowie das britische Oberhaus fordern ebenfalls eine Altersgrenze von 16 Jahren. Dänemark, Griechenland und Frankreich plädieren für ein Mindestalter von 15 Jahren. So wie das Mindestalter variieren auch die Verifikationswege: Möglich wäre es, das Alter beim App-Store, bei den Plattformen oder über eine Wallet wie die der Europäischen Union nachzuweisen.
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„Ich habe im Zusammenhang mit dem Thema keine Interessenkonflikte.“
„Ich arbeite nebentätig im EUDI-Wallet Projekt der SPRIND an der Umsetzung von Zero-Knowledge Proofs.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit dem Thema. Aus Gründen der Transparenz möchte ich angeben, dass ich mehrere Jahre unentgeltlich Teil eines Gesprächskreis von Meta war, bei dem es um den Austausch zwischen dem Plattform-Unternehmen und Forschenden ging.“
Weiterführende Recherchequellen
Science Media Center (2026): Vorstoß in Frankreich für strengere Regelung sozialer Medien. Statements. Stand: 28.01.2026.
Science Media Center (2025): Soziale Medien: Verbote und Altersgrenzen für Jugendliche. Press Briefing. Stand: 24.06.2025.
Dr. Stephan Dreyer
Senior Researcher Medienrecht & Media Governance, Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI), Hamburg
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe im Zusammenhang mit dem Thema keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Anja Lehmann
Chair for Cybersecurity – Identity Management, Hasso-Plattner-Institut, Universität Potsdam
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich arbeite nebentätig im EUDI-Wallet Projekt der SPRIND an der Umsetzung von Zero-Knowledge Proofs.“
Prof. Dr. Christian Montag
Professor für Kognitions- und Neurowissenschaften und stellvertretender Direktor des Instituts für Kollaborative Innovation an der Universität Macau, Macau SAR, China
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit dem Thema. Aus Gründen der Transparenz möchte ich angeben, dass ich mehrere Jahre unentgeltlich Teil eines Gesprächskreis von Meta war, bei dem es um den Austausch zwischen dem Plattform-Unternehmen und Forschenden ging.“