Reform des europäischen CO2-Grenzausgleichs
Am 16.12.2025 – statt wie ursprünglich geplant am 10.12. – will die EU-Kommission Reformvorschläge für den ab 2026 startenden CO₂-Grenzausgleich (CBAM) vorstellen [I]. Erwartet werden insbesondere Vorschläge für eine zusätzliche Unterstützung exportierender Unternehmen sowie mögliche Erweiterungen auf verarbeitete Produkte und weitere Sektoren [II] [III]. Im ersten Halbjahr 2026 wird dann ein konkreter Gesetzesvorschlag folgen.
Der CBAM soll kostenlose Zertifikate für energieintensive Industrien im EU-Emissionshandel ersetzen. Der Grenzausgleich soll erstens die Abwanderung von Emissionen ins Ausland – sogenanntes Carbon Leakage – verringern und die Klimapolitik dadurch effektiver machen. Zweitens sollen andere Staaten einen Anreiz erhalten, selbst CO₂ zu bepreisen. Und drittens sollen durch den Emissionshandel ETS 1 verursachte Wettbewerbsnachteile für die europäische Industrie durch den CBAM ausgeglichen werden. Die Einführung erfolgt schrittweise: Ab 2026 wird für importierte energieintensive Grundstoffe ein CO₂-Preis fällig, der bis 2034 vollständig an den ETS-Preis angeglichen wird. Parallel sinkt die kostenlose Zuteilung für die Industrie – im Jahr 2034 müssen Unternehmen alle benötigten Zertifikate kaufen. Weiterverarbeitete Güter bleiben nach derzeitigem Stand vom CBAM ausgenommen.
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„Ich habe keine Interessenkonflikte zum Thema des Press Briefings.“
„Es bestehen keine Interessenkonflikte.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] Europäische Kommission (09.12.2025): OJ 2548 - Liste des points prévus à l'ordre du jour des prochaines réunions de la Commission. Voraussichtliche Tagesordnung der nächsten Kommissionssitzung.
[II] Europäische Kommission (03.07.2025): CBAM: Commission announces plan to mitigate carbon leakage risk for exporters. Pressemitteilung.
[III] Europäische Kommission (26.02.2025): Der Deal für eine saubere Industrie: Ein gemeinsamer Fahrplan für Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung.
Prof. Karsten Neuhoff, Ph.D.
Leiter der Abteilung Klimapolitik, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, und Professor für Energie- und Klimapolitik, Technische Universität Berlin
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte zum Thema des Press Briefings.“
Dr. Robin Sogalla
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abteilung Volkswirtschaftslehre, Universität Mannheim
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Es bestehen keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Joschka Wanner
Juniorprofessor für Quantitative Internationale Ökonomik und Umweltökonomie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“