Marode Brücken: Erhalt, Monitoring und Neubau
regelmäßig werden Brücken in Deutschland wegen Einsturzgefahr gesperrt
Zustandsprüfung sowie Tempo bei Instandsetzung und Neubau stehen in der Kritik
Forschende: Pflege der Brücken und moderne Sensorik zur Überwachung des Zustandes sind entscheidend für langen und sicheren Betrieb, effizientere Vergabeverfahren und modularer Bau könnten Neubau beschleunigen
Wenn eine vielbefahrene Brücke ohne Vorwarnung gesperrt wird, führt das zu Verkehrschaos. So wie bei der Autobahnbrücke im Bonner Norden, deren Fahrbahn, Fuß- und Radwege seit Anfang Juni nicht mehr genutzt werden dürfen. Die Vollsperrung erfolgte innerhalb weniger Stunden wegen erheblicher Schäden an einem Teilabschnitt der Brücke.
Das ist kein Einzelfall: In den vergangenen Jahren mussten immer wieder Brücken plötzlich wegen Einsturzgefahr gesperrt werden – wie 2024 die Elbbrücke in Bad Schandau, 2025 die Ringbahnbrücke in Berlin oder 2021 die Rahmedetalbrücke im Sauerland. Mit der Carolabrücke in Dresden stürzte vor zwei Jahren außerdem eine Brücke im laufenden Betrieb ein.
„Ich bin Partner in einem Ingenieurbüro, wir arbeiten großteils für die öffentliche Hand. Das Ingenieurbüro ist außerdem Teilhaber an einem Start-up, das Messmethoden für Glasfaser-Sensorik entwickelt. Zu den Fragen kann ich mich unbefangen äußern.“
„Keine direkten Interessenkonflikte. Forschungstätigkeit im Bereich Bauwerksmonitoring, Zustandsbewertung und Erhalt von Infrastruktur, einschließlich sensorbasierter Monitoringverfahren.“
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (01.03.2026): Zustandsnoten der Brücken.
[II] Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (01.03.2026): Fokus Brücken – Bauwerksstatistik.
[III] Die Autobahn GmbH des Bundes: Brücken – Faszinierendes Verbindungsstück. Stand: 03.07.2026.
[IV] Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen: Hinweise zur Zustandsbewertung von Brückenbauwerken. Stand: 03.07.2026.
[V] Bundesministerium für Digitales und Verkehr (10.03.2022): Zukunftspaket leistungsfähige Autobahnbrücken.
Prof. Dr. Steffen Marx
Direktor und Professor für Massivbau, Institut für Massivbau, Technische Universität Dresden
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich bin Partner in einem Ingenieurbüro, wir arbeiten großteils für die öffentliche Hand. Das Ingenieurbüro ist außerdem Teilhaber an einem Start-up, das Messmethoden für Glasfaser-Sensorik entwickelt. Zu den Fragen kann ich mich unbefangen äußern.“
Prof. Dr. Martin Claßen
Lehrstuhlinhaber und Leiter des Instituts für Massivbau, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH)
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Keine direkten Interessenkonflikte. Forschungstätigkeit im Bereich Bauwerksmonitoring, Zustandsbewertung und Erhalt von Infrastruktur, einschließlich sensorbasierter Monitoringverfahren.“