Langfristige Home-Nutzung eines Brain-Computer-Interface
ALS-Patient nutzte Brain-Computer-Interface (BCI) 19 Monate lang im Alltag und ohne Hilfe von Forschenden
bisher wurden BCIs vor allem unter kontrollierten klinischen Bedingungen mit Unterstützung von Forschenden und über kürzere Zeit getestet
Experten sehen die Alltagstauglichkeit als einen entscheidenden Fortschritt und erläutern, was bis zu einer breiten klinischen Anwendung noch passieren muss
Ein wichtiger neuer Schritt hin zur praxistauglichen Nutzung von Brain-Computer-Interfaces (BCI) ist laut einer Publikation im Fachjournal „Nature Medicine“ gelungen: Darin berichten US-amerikanische Forschende von einem Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS), der sein Sprach-BCI fast zwei Jahre lang ohne Unterstützung der Forschenden zuhause nutzen konnte – zur Computersteuerung und Kommunikation in Alltag und im Job (siehe Primärquelle).
BCIs sind eine Art Neurotechnologie, die beispielsweise über ins Hirn implantierte Elektroden Hirnaktivität auslesen und in Steuersignale übersetzen können. Bei Menschen mit Lähmungen können sie beispielsweise Sprech- und Bewegungsabsichten erkennen und darüber einen Mauszeiger steuern oder Texte erzeugen. In Forschungskontexten wird die Qualität solcher BCIs immer besser [I] [II]. Damit sie aber auch praxistauglich werden, müssen sie nicht nur in kontrollierten Forschungskontexten funktionieren, sondern auch zuhause ohne ständige Unterstützung durch Forschende – und das langfristig und zuverlässig.
Einstein-Professor, Oberarzt und Leiter der Arbeitsgruppe Klinische Neurotechnologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Bedeutung der Ergebnisse
„Die Studie stellt einen wichtigen Meilenstein für die klinische Translation invasiver Brain-Computer-Interfaces (BCI) dar (Übergang vom Laborstadium in die klinische Praxis; Anm. d. Red.). Während viele frühere Arbeiten die Leistungsfähigkeit solcher Systeme vor allem unter Laborbedingungen gezeigt haben, dokumentiert diese Studie eine langfristige und weitgehend unabhängige Nutzung im Alltag. Besonders bedeutsam ist, dass der Nutzer das System über einen langen Zeitraum für reale Kommunikations- und Interaktionsaufgaben einsetzen konnte. Damit rückt die entscheidende Frage in den Mittelpunkt, ob ein BCI nicht nur funktioniert, sondern auch dauerhaft und zuverlässig im täglichen Leben nutzbar ist.“
Limitationen
„Trotz der beeindruckenden Ergebnisse handelt es sich weiterhin um ein invasives und technisch anspruchsvolles System, das auf neurochirurgische Implantation, spezialisierte Infrastruktur und technische Unterstützung angewiesen ist. Die Ergebnisse beruhen auf einem einzelnen Nutzer, sodass die Übertragbarkeit auf andere Patientengruppen noch gezeigt werden muss. Zudem wird der langfristige Nutzen eines BCI nicht allein durch die Qualität der neuronalen Signale bestimmt. Entscheidend ist auch die Einbettung in ein individuelles psychotechnologisches System aus Nutzertraining, adaptiver Mensch-Maschinen-Interaktion und psychosozialer Unterstützung.“
Einordnung in den Forschungsstand
„Diese Arbeit gehört zu den bislang überzeugendsten wissenschaftlichen Demonstrationen einer langfristigen unabhängigen Nutzung invasiver BCIs außerhalb des Labors im Alltag. Sie setzt einen wichtigen Referenzpunkt, weil sie nicht nur technische Leistungsdaten, sondern tatsächliche Nutzung über einen langen Zeitraum dokumentiert.“
Auf die Frage, wie viel weiter Firmen wie Neuralink, Paradromics, Precision Neuroscience oder Synchron mutmaßlich schon sind:
„Einige Unternehmen verfügen vermutlich bereits über technologisch fortgeschrittene Systeme. Doch nicht die technischen Spezifikationen, zum Beispiel die Anzahl der Elektroden, sondern der nachhaltige Nutzen für die Betroffenen entscheidet über den klinischen Wert eines BCI. Ob dieser Nutzen die Risiken einer Implantation rechtfertigt, lässt sich nur durch unabhängige Langzeitstudien beurteilen. Genau hier liefert diese Arbeit wichtige Evidenz.“
Weg zum breiten klinischen Einsatz
„Für Menschen mit schwersten Lähmungen könnten solche Systeme innerhalb der kommenden Jahre zunehmend klinische Relevanz erlangen. Der Weg zur breiten Anwendung hängt jedoch nicht allein von besseren Implantaten oder Dekodern (Übersetzer neurologischer Signale in Steuerbefehle; Anm. d. Red.) ab. Erforderlich sind robuste klinische Validierungsstudien, regulatorische Zulassungen, Erstattungsmodelle sowie eine deutliche Reduktion von Aufwand und Kosten. Darüber hinaus benötigen wir eine Life-Cycle-Governance für Neurotechnologien, die den gesamten Lebenszyklus solcher Systeme begleitet – von der Entwicklung über die klinische Anwendung bis zur langfristigen Nutzung im Alltag. BCIs werden ihr volles Potenzial erst dann entfalten, wenn sie nicht nur als Medizintechnik, sondern als Bestandteil eines personalisierten soziotherapeutischen Rahmens verstanden werden, der nachhaltige Teilhabe und Selbstbestimmung im Alltag ermöglicht.“
Lichtenberg-Professor für Neuroadaptive Mensch-Maschine-Interaktion, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, und Geschäftsführer von Zander Labs, Cottbus
Kurzfazit
„Diese Studie ist aus meiner Sicht wichtig, weil sie eine Grenze verschiebt: von einer beeindruckenden Brain-Computer-Interface-Demonstration im Labor hin zu einem System, das über viele Monate im eigenen Zuhause genutzt wurde. In der BCI-Forschung ist Alltagstauglichkeit der härtere Prüfstein als Spitzenleistung im Experiment. Die harte Währung ist hier nicht nur Wörter pro Minute, sondern Autonomie pro Tag. Zugleich bleibt das System ein hochspezialisiertes invasives Forschungssystem und noch kein unmittelbar breit verfügbares Medizinprodukt.“
Bedeutung der Ergebnisse
„Die langfristige, weitgehend unabhängige Heimnutzung ist der zentrale Fortschritt dieser Arbeit. Viele BCI-Systeme zeigen im Labor beeindruckende Leistungen, aber hier geht es darum, ob ein Mensch das System im eigenen Alltag tatsächlich immer wieder nutzen kann. Das ist methodisch wichtig, weil damit nicht nur ein Dekoder (Übersetzer neurologischer Signale in Steuerbefehle; Anm. d. Red.) getestet wird, sondern die ganze Kette aus Signal, Algorithmus, Kalibrierung, Bedienoberfläche, Fehlerkorrektur und häuslichem Betrieb. Entscheidend ist: Aus einer Laborleistung wird ein interaktives Assistenzsystem.“
„Fachlich muss man präzise bleiben. Das System liest keine Gedanken im freien Sinn. Es rekonstruiert intendierte Sprachbewegungen und motorische Absichten aus Hirnaktivität und macht daraus Text, Stimme oder Computereingaben. Das ist technisch und menschlich faszinierend, aber es ist kein magisches Gedankenlesen. Gerade diese Präzision ist wichtig, damit die Öffentlichkeit die Stärke der Arbeit versteht, ohne sie zu überhöhen.“
„Besonders relevant finde ich die Verbindung von Sprach-BCI und Cursorsteuerung. Kommunikation bedeutet heute nicht nur Sprechen, sondern auch E-Mail, Messenger, Videokonferenz, Internetrecherche, Arbeit und Organisation des eigenen Lebens. Wenn ein BCI diese digitalen Handlungen wieder zugänglich macht, geht es nicht mehr nur um Dekodiergenauigkeit. Es geht um zurückgewonnene Handlungsmacht.“
Limitationen
„Die wichtigste Schwäche ist die fehlende Skalierbarkeit (Nutzbarkeit in einer anderen Größenordnung; Anm. d. Red.). Es handelt sich um einen Einzelfall mit einem sehr spezialisierten Team, einem sehr motivierten Patienten, vier intrakortikalen Mikroelektrodenarrays und einem Setup, das noch weit von einer normalen klinischen Versorgung entfernt ist. Für den Alltag breiterer Patientengruppen müssen solche Systeme einfacher, robuster, möglichst drahtlos und weniger abhängig von Expertinnen und Experten werden.“
„Die zweite große Frage ist die Übertragbarkeit. Es ist offen, wie gut diese Leistung bei anderen Patientinnen und Patienten funktioniert, etwa bei anderen ALS-Verläufen, nach Schlaganfällen, bei Aphasie oder in anderen häuslichen und sozialen Kontexten. Außerdem müssen Langzeitsicherheit, Wartung, Infektionsrisiken und klinische Verantwortlichkeit sehr sauber geklärt werden. Die Studie ist daher ein starker Meilenstein, aber kein Endpunkt.“
Einordnung in den Forschungsstand
„Die Studie steht in einer wichtigen Entwicklungslinie: BCIs verlassen zunehmend den reinen Demonstrationsmodus und bewegen sich in Richtung langfristiger Nutzung. Besonders stark ist hier die Kombination aus freier Sprachkommunikation, Computersteuerung und intensiver Nutzung im häuslichen Umfeld. Das ist eine andere Qualität als eine kurze Laborvorführung.“
Auf die Frage, wie viel weiter Firmen wie Neuralink, Paradromics, Precision Neuroscience oder Synchron mutmaßlich schon sind:
„Bei Firmenvergleichen muss man vorsichtig sein. Peer-reviewte Daten, laufende Studien, Pressemitteilungen und spektakuläre Demonstrationsvideos sind nicht dasselbe. Synchron macht öffentlich sichtbar, dass es bei endovaskulären, weniger invasiven Ansätzen und digitaler Steuerung im häuslichen Umfeld weit ist – das ist aber nicht dieselbe Hochbandbreiten-Sprachdekodierung. Neuralink, Paradromics und Precision Neuroscience verfolgen sehr ambitionierte Plattformen, teils mit hoher Elektrodenzahl, teils mit weniger invasiven Oberflächenansätzen. Öffentlich belegt ist meines Wissens bisher nicht, dass eine dieser Firmen bereits eine vergleichbare Kombination aus langfristiger unabhängiger Home-Nutzung, freier Sprachkommunikation und Cursorsteuerung in peer-reviewter Form gezeigt hat.“
Weg zum breiten klinischen Einsatz
„Der Weg ist noch erheblich, aber nicht mehr rein spekulativ. Für ausgewählte Menschen mit schwerster Lähmung und stark eingeschränkter Kommunikation kann ein solches System in den kommenden Jahren klinisch plausibler werden, wenn Sicherheit, Zuverlässigkeit und Betreuung stimmen. Für eine größere Zielgruppe braucht es aber Studien mit deutlich mehr Teilnehmenden, bessere Implantattechnik, standardisierte Trainingsprozesse und ein tragfähiges klinisches Service-Modell.“
„Praktikabilität heißt hier nicht nur: Es funktioniert technisch. Praktikabilität heißt: Es funktioniert jeden Tag, bei Müdigkeit, unter Zeitdruck, mit Familie, Arbeit, Privatsphäre und technischen Störungen. Patientinnen und Patienten dürfen dabei nicht nur als Signalquelle verstanden werden, sondern müssen Co-Designer ihres Systems sein. Die beste BCI-Leistung ist wenig wert, wenn sie nicht in das reale Leben der betroffenen Person passt.“
Bedeutung für den Menschen
„Die menschliche Bedeutung dieser Arbeit ist sehr groß. Wir sprechen in der Forschung oft über Wortfehlerraten, Signalstabilität und Dekodiermodelle. Aber hier geht es darum, dass ein Mensch kommunizieren, digital handeln, arbeiten und sozial präsent sein kann. Das Entscheidende ist nicht, dass ein Computer schneller schreibt. Das Entscheidende ist, dass ein Mensch wieder selbst handeln kann.“
Ethische Überlegungen
„Für die Neurotechnologie insgesamt zeigt die Studie auch, warum wir unterschiedliche Risiko-Nutzen-Profile klar trennen müssen. Bei schwerster Lähmung kann ein invasives BCI ethisch gut begründbar sein, wenn der individuelle Nutzen sehr hoch ist. Für breitere Anwendungen brauchen wir dagegen möglichst sichere, unaufdringliche, datensouveräne und oft nicht-invasive neuroadaptive Systeme. Medizinische Hochleistungs-BCIs und alltagsnahe passive BCIs sollten nicht miteinander verwechselt werden.“
Implikationen für die europäische Forschung
„Europa hat hier eine besondere Chance. Die Vereinigten Staaten von Amerika zeigen derzeit eine beeindruckende translationale Dynamik bei invasiven BCIs. Europa sollte darauf nicht nur mit Nachahmung reagieren, sondern eine eigene Stärke ausbauen: vertrauenswürdige, nutzerzentrierte, klinisch verantwortbare und datenschutzbewusste Neurotechnologie. Hirndaten sind keine gewöhnlichen Nutzungsdaten. Vertrauen, Kontrolle durch die Nutzenden und technische Sicherheit müssen Teil der Architektur sein, nicht ein nachträgliches Versprechen.“
Vision der Neurotechnologie
„Aus meiner Sicht liegt die eigentliche Vision des Feldes darin, Technik nicht nur leistungsfähiger, sondern menschkompatibler zu machen. Gute Neurotechnologie stärkt Autonomie, statt neue Abhängigkeit zu erzeugen. Sie hilft Menschen, handlungsfähiger zu werden, respektiert ihre Grenzen und erweitert die Schnittstelle zwischen menschlicher Erfahrung und künstlicher Intelligenz auf verantwortungsvolle Weise.“
Professor für Translationale Neurotechnologie, Technische Universität München (TUM)
Bedeutung der Ergebnisse
„Diese Studie ist eine schöne ‚Proof-of-concept‘-Arbeit. Die einzelnen Komponenten, also das zuverlässige Dekodieren von intendiertem Sprechen und Bewegen in der häuslichen Umgebung, ist schon von längerer Zeit gezeigt worden. Neu ist nun der Nachweis einer langfristigen Nutzung der Technologie zu Hause, die vom Patienten sehr gerne angenommen wurde und zu seinem bevorzugten Kommunikationsmittel geworden ist. Hierbei handelt es sich um ein neurochirurgisch eingesetztes Brain-Computer-Interface-Implantat, das eine Durchtrittsstelle durch die Haut hat und eine externe Verkabelung notwendig macht. Daher ist es schön zu sehen, dass das BCI ohne Hilfe von medizinischem oder wissenschaftlichem Fachpersonal über einen langen Zeitraum genutzt werden kann.“
Limitationen
„Die Implantation erfordert noch einen großen chirurgischen Eingriff. Zukünftige BCI-Technologien sollten über einfache, kleine und standardisierte Hirn-Operationen eingesetzt werden können, wenn die Technologie skalierbar sein – also einer großen Gruppe von Patienten zugutekommen – soll. Die externe Verkabelung ist umständlich und eine mögliche Eintrittspforte für Krankheitserreger. Zukünftige System müssen unbedingt komplett implantierbar sein. Es wäre auch wünschenswert, dass die KI-Berechnungen zukünftig direkt auf einem Chip in der Nähe der Elektroden erfolgen – so genanntes ‚on-chip computing‘ –, das spart Energie und macht das BCI sicherer vor unzulässigen externen Zugriffen auf die besonders sensiblen Daten – Stichwort Hacking. Die (kabellose) Transmission großer Rohdaten-Mengen kann dann entfallen.“
Auf die Frage, wie viel weiter Firmen wie Neuralink, Paradromics, Precision Neuroscience oder Synchron mutmaßlich schon sind:
„Die angeführten Firmen erfahren derzeit viel mediale Aufmerksamkeit, sind aber nicht weiter als die vorliegende Studie. Oft liegen uns leider keine frei zugänglichen Daten und Ergebnisse vor, um den Forschungsstand dieser Firmen zuverlässig bewerten zu können. Die vorliegende Studie zeigt meines Erachtens eindrucksvoll, dass auch mit einer 30 Jahre ‚alten‘ BCI-Technik – aber mit zellulärer Auflösung und ganz wichtig im ‚Turbo-Modus‘ durch modernste KI-Algorithmen angetrieben – klinisch relevante Fortschritte erzielen werden können. Wenn die genannten anderen Firmen ihrerseits mit modernerer Technologie nachziehen, sind wir mittendrin in einer neuen Ära klinisch nutzbarer Neurotechnologie für bislang unbehandelbare Erkrankungen des Nervensystems.“
Weg zum breiten klinischen Einsatz
„Technisch und operativ bestehen noch wichtige Hürden, bis BCIs für größere Zielgruppen praktikabel sind. Diese sind aber alle lösbar, beziehungsweise jetzt schon gelöst. Wir werden in den kommenden Jahren eine exponentiell ansteigende Anzahl von implantierten Patienten sehen und auch den Beginn von großen klinischen Studien. Diese sollten dann insbesondere häufige Erkrankungen, wie beispielsweise den Schlaganfall, in den Fokus nehmen. ALS ist zum Glück eine seltene Erkrankung vergleichsweise sehr niedrigem ‚global burden of disease‘.“
„Ich bestätige, dass ich keine direkten finanziellen oder wissenschaftlichen Interessenkonflikte mit den Autoren der vorliegenden Studie oder den genannten Unternehmen habe.“
„Ich war an der Studie nicht beteiligt und habe keinen direkten wirtschaftlichen Bezug zu dem vorgestellten implantierten System. Ich bin Lichtenberg-Professor für Neuroadaptive Mensch-Technik-Interaktion an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und Mitgründer von Zander Labs. Ich arbeite wissenschaftlich und unternehmerisch an Brain-Computer-Interfaces, insbesondere an passiven, überwiegend nicht-invasiven BCIs und neuroadaptiver Technologie. Daraus ergibt sich eine fachliche und unternehmerische Nähe zum Feld, aber kein direkter Interessenkonflikt bezogen auf diese Studie.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Primärquelle
Card NS et al. (2026): Long-term independent use of an intracortical brain–computer interface for speech and cursor control. Nature Medicine. DOI: 10.1038/s41591-026-04414-6.
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] Science Media Center (2023): Gehirn-Computer-Schnittstellen helfen Gelähmten zu sprechen. Statements. Stand: 23.08.2023.
[II] Science Media Center (2025): Brain-Computer-Interface für Sprache in Echtzeit. Statements. Stand: 31.03.2025.
[III] Kunz EM et al. (2025): Inner speech in motor cortex and implications for speech neuroprostheses. Cell. DOI: 10.1016/j.cell.2025.06.015.
[IV] Hahn NV et al. (2025): Long-term performance of intracortical microelectrode arrays in 14 BrainGate clinical trial participants. medRxiv. DOI: 10.1101/2025.07.02.25330310.
Hinweis der Redaktion: Es handelt sich hierbei um eine Vorabpublikation, die noch keinem Peer-Review-Verfahren unterzogen und damit noch nicht von unabhängigen Expertinnen und Experten begutachtet wurde.
Prof. Dr. Surjo R. Soekadar
Einstein-Professor, Oberarzt und Leiter der Arbeitsgruppe Klinische Neurotechnologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich bestätige, dass ich keine direkten finanziellen oder wissenschaftlichen Interessenkonflikte mit den Autoren der vorliegenden Studie oder den genannten Unternehmen habe.“
Prof. Dr. Thorsten Zander
Lichtenberg-Professor für Neuroadaptive Mensch-Maschine-Interaktion, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, und Geschäftsführer von Zander Labs, Cottbus
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich war an der Studie nicht beteiligt und habe keinen direkten wirtschaftlichen Bezug zu dem vorgestellten implantierten System. Ich bin Lichtenberg-Professor für Neuroadaptive Mensch-Technik-Interaktion an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und Mitgründer von Zander Labs. Ich arbeite wissenschaftlich und unternehmerisch an Brain-Computer-Interfaces, insbesondere an passiven, überwiegend nicht-invasiven BCIs und neuroadaptiver Technologie. Daraus ergibt sich eine fachliche und unternehmerische Nähe zum Feld, aber kein direkter Interessenkonflikt bezogen auf diese Studie.“
Prof. Dr. Simon Jacob
Professor für Translationale Neurotechnologie, Technische Universität München (TUM)
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“