Impfverhalten in Deutschland: Erste Ergebnisse des Impress-Projekts
jährliche Online-Befragung des Robert-Koch-Instituts untersucht die Hintergründe von Impfentscheidungen in der Bevölkerung
die meisten Personen verfügen demnach über grundlegendes Wissen zur Wirksamkeit von Impfungen, jedoch bestehen Unsicherheiten bei gängigen Impfmythen und etwaigen Nebenwirkungen
Forschende weisen auf zum Teil bedenkliche Ergebnisse hin, dringen aber auch auf konkretere Untersuchungen zu bestimmten Zielgruppen
Impfen gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Dennoch bleibt ein Teil der deutschen Bevölkerung gegen einzelne oder mehrere Erkrankungen ungeimpft, das Impfverhalten wird immer wieder intensiv diskutiert [I]. Erste Daten aus dem Impress-Projekt des Robert-Koch-Instituts (RKI) liefern nun neue Einblicke zur Impfbereitschaft von Erwachsenen ab 18 Jahren (siehe Primärquelle). Es handelt sich um eine nun jährliche Online-Befragung mit mehr als 5000 Personen. Demnach bewertet zunächst die Mehrheit der Befragten das Risiko von Infektionskrankheiten als hoch. Zugleich nehmen die meisten nur geringe persönliche Hürden für eine Impfung wahr und entscheiden sich nicht zuletzt aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Mitmenschen für den Impfschutz.
Dennoch überschätzen auch viele das Auftreten möglicher Impfnebenwirkungen. Diese Fehleinschätzung könne das Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfungen beeinträchtigen, betonen die Autorinnen und Autoren. So zeigen sich Unsicherheiten im Umgang mit verbreiteten Impfmythen, vor allem bei Menschen mit geringerer Gesundheitskompetenz. Rund fünf von zehn Personen sind „unsicher“, ob Impfungen Autismus auslösen oder Allergien fördern. Eine gewisse Skepsis herrscht offenbar auch bei der Frage, ob Kinderimpfungen zu häufig und zu früh erfolgen. Rund vier von zehn Befragten sind hier unsicher. Fast 16 Prozent stimmen der Aussage, dass die Behörden nur wirksame und sichere Impfstoffe zulassen, eher nicht zu und bis zu neun Prozent glauben, dass Impfstoffe giftige Chemikalien enthalten.
Leiterin des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), und Mitglied der Ständigen Impfkommission
Aktuelles Wissen zum Impfverhalten
„Wir haben grundsätzlich gute Daten zum tatsächlichen Impfverhalten [1]. Von ganz zentraler Bedeutung ist das Impfquotenmonitoring des RKI, das auf einer systematischen Auswertung von Daten der Schuleingangsuntersuchungen (SEU) und Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) beruht. Dieses Monitoring hat aber zwei entscheidende Nachteile.“
„Erstens: Die Ergebnisse stehen erst mit großem zeitlichen Abstand zur Verfügung, in der Regel nach ein bis zwei Jahren bei den SEU und nach zwei bis drei Quartalen bei den KV-Daten. Daher wurde während der COVID-19-Pandemie eine neue Struktur zur Datenerhebung aufgebaut, das ,Digitale Impfquotenmonitoring‘, das eine wichtige Grundlage für die Evaluation der Impfkampagne während der Pandemie war, inzwischen aber wieder eingestellt wurde.“
„Zweitens: Es lässt sich anhand dieser Daten nichts über die Gründe aussagen, die erklären, warum manche Menschen sich selbst oder ihre Kinder impfen lassen und warum nicht. Gerade dieses Wissen um Faktoren, die die Entscheidung für eine Impfung begünstigen (zum Beispiel ein hohes Vertrauen in die Wirksamkeit von Impfungen, das Bewusstsein, dass Impfungen vor schweren Krankheitsverläufen schützen können) oder Barrieren (zum Beispiel zeitliche, körperliche oder räumliche Einschränkungen, Impfangebote wahrzunehmen oder der Glaube an Impfmythen) ist jedoch entscheidend, um Maßnahmen zur Steigerung der Impfakzeptanz gezielt darauf abstimmen zu können, etwa im Rahmen von Kommunikationskampagnen. Solche Daten wurden bislang nicht systematisch erfasst, sondern meist anlassbezogen (während der Pandemie, für einzelne Forschungsprojekte) oder auf bestimmte Bevölkerungsgruppen beschränkt (Klinikpersonal, Kinder und Jugendliche) erhoben. Das macht das Impress-Projekt so wertvoll, weil es im Rahmen des RKI-Panels ,Gesundheit in Deutschland‘ als jährliches Impfakzeptanz-Monitoring für Deutschland angelegt ist und soziale und psychologische Faktoren der Impfakzeptanz für die Allgemeinbevölkerung ab 18 Jahren kontinuierlich erfasst. So können sowohl kurzfristige Veränderungen relativ schnell sichtbar und in Maßnahmen umgesetzt werden, aber auch langfristige Trends erkennbar werden.“
Erste Erkenntnisse aus dem Impress-Projekt
„Erfreulich ist zunächst, dass die Mehrheit der Allgemeinbevölkerung in Deutschland den Behörden im Zusammenhang mit Impfungen vertraut, ein Verständnis für das Risiko von Infektionskrankheiten mitbringt, wenig Hürden zur Umsetzung von Impfungen wahrnimmt und Impfungen auch als gemeinschaftliche Verantwortung sieht – all dies sind Faktoren, die die Entscheidung für eine Impfung positiv beeinflussen können. Weniger erfreulich ist hingegen, dass politische Entscheidungen zum Teil als wenig wissenschaftlich fundiert wahrgenommen werden und immer noch Unsicherheiten bezüglich der Nebenwirkungen bestehen. Auch die insgesamt niedrige impfbezogene Gesundheitskompetenz und ausgeprägte Unsicherheit in der Bewertung gängiger Impfmythen ist frappierend.“
Impfbereitschaft bei Influenza und COVID-19
„Die Daten bestätigen, was wir über die Impfbereitschaft bei Influenza und COVID-19 schon länger beobachten: Die Impfbereitschaft ist grundsätzlich zu niedrig, wobei die Bereitschaft, sich gegen Influenza impfen zu lassen, noch deutlich höher ausfällt als die Akzeptanz der COVID-19-Impfung. Hinzukommt, dass die selbstberichtete Akzeptanz, wie wir sie in Befragungen messen, eher höher ausfällt als die tatsächliche Akzeptanz, die wir dann im Impfquotenmonitoring feststellen können. Das hat auch damit zu tun, dass an Befragungen zu Gesundheitsthemen eher Personen mitmachen, die ein höheres Interesse an Gesundheitsthemen mitbringen. Diese Verzerrungen kann hier auch nicht ganz ausgeschlossen werden. So gaben rund 65 Prozent der Befragten an, in der Influenzasaison 2024/25 geimpft gewesen zu sein, während die Impfquote laut RKI-Statistik zumindest bei den ab 60-Jährigen lediglich bei 34,5 Prozent lag. Die Vergleichsgruppe ist hier nicht ganz stimmig, da das Impress-Panel auch unter 60-Jährige einbezieht, dennoch wird die Impfakzeptanz hier eher überschätzt.“
„Wirklich frappierend ist daher die selbstberichtete geringe Akzeptanz der COVID-19-Impfung: Nur rund zwei von zehn Personen waren zu Beginn der Saison 2025/26 bereits geimpft oder hatten vor, sich impfen zu lassen.“
Mögliche Maßnahmen
„Im Vergleich zwischen geimpften und ungeimpften Personen zeigt sich, dass geimpfte Personen etwa mehr Vertrauen und eine höhere Risikowahrnehmung haben als ungeimpfte. Hier sollte man ansetzen und dem mangelnden Vertrauen etwa in die wissenschaftliche Fundierung von Impfentscheidungen durch Transparenz und verständliche Erklärungen der Entscheidungsprozesse begegnen, zum Beispiel auch dazu, wie die Stiko auf der Basis wissenschaftlicher Evidenz zu ihren Empfehlungen kommt. Auch die Risikowahrnehmung sollte in Kommunikationskampagnen adressiert werden, etwa indem das Risiko für die Schwere von Influenza- und COVID-19-Erkrankungen, aber auch ihre Verknüpfung mit anderen Folgeerkrankungen wie Sepsis, Pneumonie oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich gemacht werden.“
„Auch der Unsicherheit im Zusammenhang mit gängigen Impfmythen muss durch intensives Debunking entgegenwirkt werden, indem diese durch einfach verständliche wissenschaftliche Erklärungen entkräftet werden, ohne dabei den Mythos selbst zu präsent darzustellen (zum Beispiel mit sogenannte Faktensandwiches). Die generelle impfbezogene Gesundheitskompetenz lässt sich, genauso wenig wie die allgemeine Gesundheitskompetenz, hingegen sicherlich nicht allein durch Kommunikationsmaßnahmen steigern. Hier braucht es langfristige Strategien, die bereits in der Gesundheitserziehung von Kindern und Jugendlichen ansetzen, und verschiedenste Stakeholder als Multiplikator:innen einbeziehen: Lehrer:innen, Eltern, Ärzt:innen. Dabei muss es vor allem auch darum gehen, die grundsätzliche (digitale) Medienkompetenz zu steigern, die es ermöglicht, Qualität und Relevanz unterschiedlicher digitaler Gesundheitsinformationsquellen (unter anderem künstliche Intelligenz, Social Media) einzuordnen.“
Einfluss nationaler oder internationaler Medienberichterstattung
„Generell wissen wir, dass sich die mediale Berichterstattung, etwa durch Agenda-Setting- und Framing-Effekte, durchaus auf individuelle und gesellschaftliche Problemwahrnehmungen, Einstellungen und gar Verhalten auswirken kann, so auch im Zusammenhang mit Gesundheitsthemen [2] [3] [4]. Es gibt aus früheren Studien auch verschiedene Hinweise darauf, dass Informationen zum Zusammenhang von MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) und Autismus in der medialen Berichterstattung Auswirkungen auf Impfentscheidungen haben können [5] [6] [7].“
„Konkrete aktuelle Daten zur Trump-Debatte zum Einfluss von Impfungen oder Paracetamol auf Autismus sind mir nicht bekannt, aber man kann durchaus davon ausgehen, dass ein intensiver Diskurs dieser Thematik in der Medienberichterstattung oder auch in den sozialen Medien zur Verunsicherung in der Bevölkerung beiträgt. Und dass diese Verunsicherung besteht, sehen wir ja an den Daten der Impress-Studie. Dies macht eine intensive Gegensteuerung durch die Einordnung in die tatsächliche Befundlage so wichtig und nimmt auch Journalist:innen in die Verantwortung, solche Mythen möglichst wenig zu verbreiten oder sie – wenn es sich nicht vermeiden lässt, darüber zu berichten – zumindest richtig einzuordnen und mit Berichterstattung über die korrekte medizinische Evidenzlage idealerweise auch schon vorher gegenzusteuern (Stichwort: Präbunking).“
Etwaige Versäumnisse bei der öffentlichen Gesundheitsinformation
„Es wäre wünschenswert, wenn öffentliche Impfinformationen noch stärker zielgruppenspezifisch aufbereitet wären. Das bezieht sich nicht nur darauf, im Hinblick auf Kommunikationskanäle und grafische Gestaltung unterschiedliche Zielgruppen im Blick zu haben, sondern gerade auch die unterschiedlichen sozialen und psychologischen Faktoren zielgruppenspezifisch zu betrachten und in entsprechende Kommunikationsmaßnahmen einzubeziehen. Durch die Anlage der Studie, Stichprobengröße und Repräsentativität, ermöglichen die Impress-Daten solche spezifischeren Auswertungen zumindest für deutschsprachige Erwachsene ab 18 Jahren. Ich bin sicher, dass solche spezifischeren Auswertungen folgen werden, und hoffe, dass dies dann auch in Kommunikationsmaßnahmen greift.“
Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer, Harding Zentrum für Risikokompetenz, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, und assoziierter Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Berlin
Repräsentativität der Daten
„Die vorliegenden Ergebnisse der Impress-Studie basieren offenbar auf einer deutschsprachigen Erhebung von erwachsenen Menschen in Deutschland, mit einer Stichprobe auf Basis des Einwohner-Melderegisters, ohne jedoch repräsentativ für die Allgemeinbevölkerung zu sein (Sprachbarriere, Onlinebarriere). Das ist relevant, weil Public-Health-Fragestellungen zu den Regelimpfungen in Deutschland eindeutig nach Sprachgruppen und auch unter dem Gesichtspunkt der Erreichbarkeit in der Online-/Offline-Welt zu differenzieren sind.“
Erste Erkenntnisse aus dem Impress-Projekt
„Ein Befund, der herausragt, ist folgender: Geimpfte Personen wägen Kosten und Nutzen weniger ab. Dies ist ein Hinweis auf eine extrem problematische Situation. Eigentlich sollte es umgekehrt sein. Denn die informierte Entscheidung nach dem Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten sieht idealerweise eine Nutzen-Risiko-Abwägung vor. Eine aufgeklärte Bevölkerung impft, weil sie Nutzen und Risiken verstanden hat. Es ist kaum zu erklären, wie eine funktionierende Impfkommunikation im Sinne des Gesetzes (und der Ethik), die Nutzen und Risiken des Impfens und Nichtimpfens ausgewogen, transparent und verständlich vermittelt, zu einer solchen Situation führen kann. Es muss daraus geschlossen werden, dass mangels geeigneter Impfkommunikation aus anderen Gründen geimpft wird. Da liegen also nach wie vor große Aufgaben. Vorschläge, die bereits früher erarbeitet wurden: Aufsuchende Sozialarbeit kann außerhalb des ärztlichen Settings Menschen aufklärend erreichen, die dort nicht angetroffen werden. Wenn Menschen sich nicht selbst über Impfungen informieren, setzen sie sich dennoch auch nur in bestimmen Settings mit Informationsangeboten auseinander – welche Settings für welche Gruppe in dem Kontext akzeptabel sind, muss untersucht werden.“
„Die Erhebung der Gesundheitskompetenz ist leider von begrenzter Aussagekraft, da sie nur aus subjektiven Wahrnehmungen der eigenen Kompetenz besteht. Es sollte nicht mit Blick auf vermeintliche Kompatibilität mit anderen Erhebungen weiterhin auf objektive Testverfahren verzichtet werden.“
Mögliche Maßnahmen
„Grundsätzlich liefert die Studie Durchschnittswerte über die Gesamtstichprobe beziehungsweise eine Teilstichprobe von jenen mit einer Impfempfehlung für Grippe und COVID-19. Dies ist für die Formulierung von Handlungsempfehlungen wenig zielführend, da bereits bekannt ist, dass verschiedene nicht erreichte, skeptisch oder negativ eingestellte Gruppen sehr unterschiedlich zu erreichen sind. Und aufgrund sehr unterschiedlicher Lebenswelten gibt es zum Beispiel nicht ,die‘ durchschnittliche Gruppe von Eltern von Kindern unter sieben Jahren. Möchte man echte Handlungsempfehlungen oder gar evidenzbasierte Entscheidungen (,Ziel‘) informieren, sollten konkret in ihren Lebenswelten abgrenzbare Zielgruppen untersucht werden. Andernfalls fragt man sich bei jedem Ergebnis nur – auf wen trifft es nun eigentlich zu.“
Leiterin der Abteilung Epidemiologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig
Erste Erkenntnisse aus dem Impress-Projekt
„Grundsätzlich gibt es in Deutschland verschiedene Studien und Möglichkeiten, die recht gut erheben können, wie häufig Menschen geimpft sind, aus welchen Gründen sie sich impfen lassen (oder auch nicht) und wie sie möglichen Impfstrategien gegenüberstehen. Das Impress-Projekt fügt diesen Studien eine weitere methodisch sehr gut durchdachte Studie hinzu. Diese wird in Zukunft auch die Reaktion und Akzeptanz von möglichen Impfstrategien abfragen können, was für die Entwicklung von Impfleitlinien hochrelevant ist. Bereits die aktuell dargelegten Informationen zum Impfverhalten zu Influenza und COVID-19 sowie zur Gesundheitskompetenz in diesem Bereich sind sehr wichtig und fügen dem Wissen über das Impfverhalten in Deutschland wichtige Bausteine hinzu.“
Evidenzbasierte Maßnahmen
„Zwei Lücken sind aus meiner Sicht in den bestehenden Infrastrukturen zum Wissen über das Impfverhalten wichtig in Deutschland in der Zukunft zu schließen: Ein besonders wichtiger Entwicklungsschritt ist die systematische Nutzung von Surveillance-Daten zur Evaluation pharmazeutischer und nicht-pharmazeutischer Interventionen unter Realbedingungen. Dies ist essenziell, um Maßnahmen evidenzbasiert und zeitnah anzupassen. Hierzu sollten in die (Sentinel-)Surveillance auf nationaler Ebene sowie in ähnliche Ansätze von Forschungsinfrastrukturen wie dem NUM (Netzwerk Universitätsmedizin) standardisiert Test-negative-Design-Ansätze integriert werden. Dieses Design ermöglicht unter geeigneten Voraussetzungen robuste Schätzungen zur Effektivität von Impfungen oder anderen präventiven Interventionen in der realen Versorgungssituation.“
Vernetzung verschiedener Daten
„Eine weitere Lücke ist die Verbindung von Studiendaten, wie sie jetzt in Impress erhoben werden, mit zum Beispiel über seroepidemiologische Methoden (Untersuchung von Blutproben der Bevölkerung; Anm. d. Red.) erhobene Informationen zur tatsächlich bestehenden Immunität und Kontaktverhalten von Menschen. Dies erfordert sowohl Biobank- als auch Modellierungskapazitäten, die durchaus ressourcenintensiv sind, erlaubt dann aber tatsächliche Vorhersagen zur Wirksamkeit von potenziellen Impfstrategien auf der Bevölkerungsebene.“
„Ich bin Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit und Mitglied der Kommission für Risikoforschung und Risikowahrnehmung des Bundesamts für Risikobewertung. Ich habe Fördermittel für unterschiedliche Projekte zu Gesundheits- und Krisenkommunikation von EU, BMBF/BMFTR, BfR, BFS, BMG, BzGA/BIÖG, DFG und RKI erhalten. Mit einem Teil der Autor:innen der Impress-Studie arbeite ich in wissenschaftlichen Projekten zusammen, woraus auch gemeinsame Publikationen entstanden sind beziehungsweise entstehen.“
„Ich habe keinen Interessenkonflikt.“
„Meine Institution hat aufgrund von Förderanträgen Fördermittel von DAAD, BMFTR, EU4Health, EU Horizon und DFG für infektionsepidemiologische Forschung erhalten. Dies umfasst auch die Förderung für Modellierungsprojekte sowie Erhebungen in schnellen, infektionsepidemiologischen Kohorten wie MuSPAD (www.muspad.de). Ich war oder bin Mitglied in Beratungsgremien wie dem Expert:innenrat ,Gesundheit und Resilienz‘ (2024-2025), der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (ab 2024), Mitglied des Beirats für den Pakt für öffentliche Gesundheit des Bundesministeriums für Gesundheit (ab 2023) sowie (Vize)Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie. Im Rahmen dieser Tätigkeiten sind auch Stellungnahmen zu notwendigen Daten- und Forschungsinfrastrukturen für Krisen und Pandemien und Evidenzlücken bei der Ausarbeitung von Impfstrategien entstanden.“
Primärquelle
Robert-Koch-Institut (2026): Warum wir uns impfen lassen und wann wir zögern. Ergebnisse des Forschungsprojekts IMPRESS: Impfverhalten verstehen, Preparedness steigern. Schwerpunkt: Allgemeinbevölkerung.
Literaturstellen, die von den Expert:innen zitiert wurden
[1] Rieck T et al. (2025): Impfquotenmonitoring in Deutschland – gegenwärtiger Stand und Perspektive. Bundesgesundheitsblatt. DOI: 10.1007/s00103-025-04020-w.
[2] Trumbo CW et al. (2012): The Effect of Newspaper Coverage of Influenza on the Rate of Physician Visits for Influenza 2002–2008. Mass Communication and Society. DOI: 10.1080/15205436.2011.616277.
[3] Ng YJ et al. (2018): To fear or not to fear? Applying the social amplification of risk framework on two environmental health risks in Singapore. Journal of Risk Research. DOI: 10.1080/13669877.2017.1313762.
[4] Temmann LJ et al. (2023): Responsibility Frame Setting im Gesundheitskontext: Eine Mehrmethodenstudie am Beispiel von Depression und Typ-2-Diabetes. Konferenzbeitrag zur Jahrestagung der Fachgruppe Gesundheitskommunikation 2022. https://doi.org/10.21241/ssoar.88653.
[5] Chang LV et al. (2018): Information, education, and health behaviors: Evidence from the mmr vaccine autism controversy. Health Economics. DOI: 10.1002/hec.3645.
[6] Qian M et al. (2020): Confirmatory bias in health decisions: Evidence from the MMR-autism controversy. Journal of Health Economics. DOI: 10.1016/j.jhealeco.2019.102284.
[7] Smith MJ et al. (2008): Media coverage of the measles-mumps-rubella vaccine and autism controversy and its relationship to MMR immunization rates in the United States. Pediatrics. DOI: 10.1542/peds.2007-1760.
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] Science Media Center: Impfschutz in Deutschland: Hoher Standard, aber mit Schwachstellen. Statements. Stand: 13.12.2024.
Prof. Dr. Constanze Rossmann
Leiterin des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), und Mitglied der Ständigen Impfkommission
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich bin Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit und Mitglied der Kommission für Risikoforschung und Risikowahrnehmung des Bundesamts für Risikobewertung. Ich habe Fördermittel für unterschiedliche Projekte zu Gesundheits- und Krisenkommunikation von EU, BMBF/BMFTR, BfR, BFS, BMG, BzGA/BIÖG, DFG und RKI erhalten. Mit einem Teil der Autor:innen der Impress-Studie arbeite ich in wissenschaftlichen Projekten zusammen, woraus auch gemeinsame Publikationen entstanden sind beziehungsweise entstehen.“
Dr. Felix Rebitschek
Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer, Harding Zentrum für Risikokompetenz, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, und assoziierter Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Berlin
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe keinen Interessenkonflikt.“
Prof. Dr. Berit Lange
Leiterin der Abteilung Epidemiologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Meine Institution hat aufgrund von Förderanträgen Fördermittel von DAAD, BMFTR, EU4Health, EU Horizon und DFG für infektionsepidemiologische Forschung erhalten. Dies umfasst auch die Förderung für Modellierungsprojekte sowie Erhebungen in schnellen, infektionsepidemiologischen Kohorten wie MuSPAD (www.muspad.de). Ich war oder bin Mitglied in Beratungsgremien wie dem Expert:innenrat ,Gesundheit und Resilienz‘ (2024-2025), der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (ab 2024), Mitglied des Beirats für den Pakt für öffentliche Gesundheit des Bundesministeriums für Gesundheit (ab 2023) sowie (Vize)Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie. Im Rahmen dieser Tätigkeiten sind auch Stellungnahmen zu notwendigen Daten- und Forschungsinfrastrukturen für Krisen und Pandemien und Evidenzlücken bei der Ausarbeitung von Impfstrategien entstanden.“