Ebola-Ausbruch in Zentralafrika – Verbreitung, Impfstoffforschung, Eindämmung
17. dokumentierter Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo seit 1976
kein Impfstoff gegen zirkulierendes Bundibugyo-Ebolavirus, Infektionsketten womöglich länger unentdeckt
Forschende bewerten die Situation als ernst und befürchten weitere Fälle
In der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ist erneut das Ebolavirus ausgebrochen. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC sprach zuletzt von 336 Verdachtsfällen und 88 mutmaßlichen Todesfällen – mindestens einer davon im nahen Uganda. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch am Wochenende zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärt. Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC sollen nun ein infizierter US-Bürger und sechs Kontaktpersonen zur Behandlung nach Deutschland verlegt werden. Es ist der 17. dokumentierte Ebola-Ausbruch in der DRK seit 1976.
Besorgniserregend ist, dass der Ausbruch offenbar lange unentdeckt blieb. Der früheste vermutete Krankheitsfall geht laut WHO auf einen Mann zurück, der am 24. April Symptome entwickelte und wenig später starb. Die WHO wurde erst am 5. Mai alarmiert. Erschwerend kommt hinzu, dass erste Laborproben negativ ausfielen, weil die verwendeten Tests nur den Zaire-Virusstamm nachweisen, nicht aber das tatsächlich zirkulierende Bundibugyo-Ebolavirus, das erst am 14. Mai bestätigt wurde.
Facharzt für Innere Medizin, Tropenmedizinische Ambulanz, und Leiter der Arbeitsgruppe Infection Prevention and Control in Health Care Settings/Epidemic Preparedness, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Bundibugyo-Variante
„Die Bundibugyo-Variante kennen wir hauptsächlich aus zwei Ausbrüchen mit etwas über 200 Fällen – wir kennen sie also nicht besonders gut. Vermutlich ist die Variante etwas weniger virulent als der Ebola-Zaire-Typ, das heißt, weniger häufig tödlich – circa 40 bis 50 Prozent, aber wirklich gute belastbare Daten dazu gibt es wenige. Auch sind die Nachweismethoden weniger gut etabliert. Und wesentlich relevanter: Es gibt keinen zugelassenen Impfstoff dagegen.“
Eindämmung
„Die weiteren Schutz- und Eindämmungsmaßnahmen, die jetzt dringend und massiv gestartet werden müssen, sind aber im Wesentlichen die gleichen wie bei den anderen Ebolaviren. Gegenwärtig werden Notfallmaßnahmen in der gesamten Provinz Ituri und in der Nachbarprovinz sowie den angrenzenden Ländern, unter anderem Südsudan, Uganda, und Ruanda, ergriffen, die ihre entsprechenden nationalen Notfallzentren alarmiert haben. Das heißt, dass aber auch konkrete Maßnahmen zur Isolierung und Behandlung der Erkrankten sowie zur Eindämmung der Epidemie ergriffen werden müssen. Das ist in der instabilen Region nicht einfach und wird aufwendig.“
„Von ,Ärzte ohne Grenzen‘ weiß ich aus erster Hand, dass bereits in diesen Tagen Teams zusammengestellt werden, um solche Maßnahmen vor Ort umzusetzen. Einige waren bereits seit über einer Woche mit Verdachtsfällen aktiv. Mit der Bestätigung des Ausbruchs benötigt dieses Personal und natürlich auch jenes anderer Partner nun rasch erhebliche Mengen an Schutzausrüstung und Gerät, um effektiv zu werden und zu bleiben.“
„Infektionsausbrüche wie durch Ebola profitieren erheblich von der rudimentären Gesundheitsversorgung und den prekären Lebensverhältnissen, wie sie für viele Menschen im Ostkongo leider seit Jahren Realität sind. Die Erkrankung beginnt unspezifisch und das Gesundheitspersonal ist gewissermaßen daran gewöhnt, dass (allgemein) schwere Erkrankungen häufig tödlich verlaufen, ohne dass eine abschließende Ursache identifiziert wurde, weil schlicht die diagnostischen Mittel fehlen. Oft kommt es auch gar nicht zu einer Vorstellung im Krankenhaus – aus Angst vor Kosten oder weil es nichts in erreichbarer Entfernung gibt.“
„Darüber hinaus erleben die Menschen in dieser Region so viel Gewalt und Kriminalität, dass eine möglicherweise ansteckende Erkrankung ihnen nicht immer als das Bedrohlichste erscheint.“
„Das Containment oder die Eindämmung ist natürlich auch schwieriger, wenn es wenig qualifiziertes Personal gibt und die Bevölkerung wenig Vertrauen in die oft als schwach und kostenträchtig erlebte Gesundheitsversorgung hat.“
Grenzüberschreitende Ausbreitung
„Dadurch, dass einmal erkrankte Personen sich effektivere medizinische Hilfe außerhalb ihrer Lebensregion erhoffen, versuchen sie alles ihnen Mögliche. Das kann hinter den beiden in Kampala, Uganda, nachgewiesenen Fällen stecken. Der am 17. Mai bestätigte Fall in der Großstadt Goma ist ähnlich besorgniserregend. Goma liegt an der Grenze zu Ruanda und vom Schlagbaum (Grenzposten; Anm. d. Red.) fährt man in drei Stunden über eine sehr gute Straße direkt in die Hauptstadt Kigali.“
Akute Behandlungsmöglichkeiten
„ Es gibt kein Medikament, das direkt gegen dieses Virus wirkt. Es gibt aber harte Daten dafür, dass je früher und je besser eine unterstützende Behandlung eingesetzt wird, desto geringer die Sterblichkeit ist. Unterstützende Behandlungen sind zum Beispiel Flüssigkeitsinfusionen oder intensivmedizinische Maßnahmen.“
Schutzausrüstung vor Ort
„Es gibt begrenzte Vorräte in den Nachbarländern und in der Demokratischen Republik Kongo, aber dieses Ausmaß, die Vielzahl betroffener Bezirke und angrenzender Länder wird logistische und finanzielle Herausforderungen bedeuten – dies sind allerdings prinzipiell lösbare Aufgaben. Da gibt es keine Ausrede.“
Leiter des Instituts für Virologie, Philipps-Universität Marburg
Bundibugyo-Variante
„Das Bundibugyo-Virus (BDBV) ist ein Virus der Orthoebolaviren. Es ist hochpathogen, wie auch das Sudanvirus und das Ebolavirus. Die Sterblichkeitsrate liegt je nach Ausbruch zwischen 30 und 40 Prozent und kann sehr schwanken. Einen zugelassenen Impfstoff gibt es nur für den Zaire-Stamm. Die Sequenz der Viren ist aber einfach zu unterschiedlich, sodass es nicht zu einer vollständigen Kreuzprotektion kommt. Das findet man nur bei sehr nah verwandten Viren, wie den unterschiedlichen Marburgvirus-Subtypen. Es gibt aber präklinische Studien, die zeigen, dass ein multivalenter ,Pan‘-Ebola- und Marburgvirus-Impstoff gegen BDBV im Affenmodell schützt. Wie nahe dessen Einsatz ist, weiß ich nicht.“
Ausbreitung
„Dass solche Ebola-Ausbrüche zunächst nicht schnell erkannt werden, passiert leider häufig in Gebieten, in denen die Sicherheitslage schlecht ist und die Gesundheitssysteme dementsprechend ebenfalls schlecht sind. Das Problem ist, dass es aktuell schon sehr viele bekannte Kontaktpersonen gibt und man befürchten muss, dass es noch mehr nicht identifizierte Kontaktpersonen gibt – das ist eine schlechte Prognose für eine schnelle Eindämmung des Ausbruchs. In Uganda gab es bereits einen Fall, der aus der Demokratischen Republik Kongo kam. Also: Das Risiko ist groß. Allerdings haben sowohl die Demokratische Republik Kongo als auch Uganda Erfahrung im Umgang mit Filovirus-Epidemien. Aber grundsätzlich gilt: Der Verlauf eines Ausbruchs in einem Bürgerkriegsgebiet, wie im Osten der Demokratischen Republik Kongo, ist unvorhersagbar.“
Akute Behandlungsmöglichkeiten
„Es gibt keine spezifischen zugelassenen Impfungen oder Behandlungen, wie therapeutische monoklonale Antikörper. Aber auch hier gibt es Antikörper, die im Tier vor BDBV geschützt haben, allerdings nicht klinisch getestet sind. Dass diese in Mengen vorhanden sind, die einen Einsatz am menschlichen Patienten erlauben, halte ich für unwahrscheinlich.“
Bereichsleiter Tropenmedizin, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, und Zweiter Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit
Bundibugyo-Variante
„Das Bundibugyo-Virus gehört zu der Familie der Filoviren und hat viele Gemeinsamkeiten mit den anderen Ebolaviren, die auch die vorherigen Ausbrüche in Afrika verursacht haben. Es wurde erst 2007 entdeckt und ist daher für uns ein relativ neues Virus. Vor dem aktuellen Ausbruch waren erst zwei Ausbrüche mit etwa 200 Fällen bekannt. Daher ist die Datenlage wesentlich schlechter als zum Beispiel für das Zaire-Ebolavirus, das in der Vergangenheit für die meisten und die größten Ausbrüche verantwortlich war, insbesondere für den großen Westafrika-Ausbruch in den Jahren 2013 bis 2016 mit über 28.000 Fällen und über 11.000 Toten. Die Sterblichkeitsrate ist mit 25 bis 50 Prozent immer noch sehr hoch, scheint aber im Vergleich zu bisherigen Ausbrüchen mit dem Zaire-Ebolavirus deutlich geringer zu sein. Hier wurden in der Vergangenheit Letalitätsraten von bis zu 90 Prozent beschrieben. Problematisch ist, dass es gegen Bundibugyo derzeit noch keinen zugelassenen spezifischen Impfstoff und keine zugelassene spezifische Therapie gibt. Sowohl Impfungen als auch Therapieansätze sind in Entwicklung, die Evidenz beschränkt sich jedoch überwiegend auf präklinische Daten. Die WHO prüft derzeit die einsetzbaren Optionen, um die Wirksamkeit in klinischen Studien zu untersuchen. Hier könnte auch das Medikament Remdesivir eine Rolle spielen, das als unspezifische Therapie bei vorherigen Ausbrüchen zum Einsatz kam.“
Ausbreitung und Eindämmung
„Der Ausbruch wurde definitiv sehr spät erkannt. Die WHO beschreibt hier eine kritische Zeit von rund vier Wochen zwischen Symptombeginn beim mutmaßlichen Indexfall am 25. April 2026 und der Laborbestätigung des Ausbruchs Mitte Mai. Hier ist zu berücksichtigen, dass die ersten Fälle sich häufig in kleineren Gesundheitszentren mit geringen diagnostischen Möglichkeiten und ohne Erfahrung in Bezug auf Ebolavirus-Infektionen vorstellen. Das Verdachtsmoment war daher vermutlich gering und zugleich gibt es zahlreiche andere und wesentlich häufigere Ursachen für schwere fieberhafte Erkrankungen: zum Beispiel Malaria und gleichzeitig zirkulierende Arboviren. Für das Containment bedeutet dies, dass das epidemiologische Bild große Lücken aufweist und die Identifizierung von Fällen und Kontaktpersonen eine immense Herausforderung darstellt. Wir wissen, dass Fälle bereits in angrenzende Regionen und mindestens in ein Nachbarland eingeschleppt wurden. Angesichts der hohen Mobilität der Bevölkerung in der Region und der unklaren Übertragungsketten ist mit weiteren Fällen außerhalb des ursprünglichen Ausbruchsgebiets zu rechnen. Eine zum Teil mangelhafte Gesundheits- und Verkehrsinfrastruktur sowie bewaffnete Konflikte in der Ausbruchsregion erschweren die Aufklärung und Eindämmung.“
Akute Behandlungsmöglichkeiten
„ Auch wenn es keine zugelassenen Therapieoptionen gibt, ist die frühe Erkennung und Behandlung in einem spezialisierten Behandlungszentrum entscheidend für die Prognose. Wir wissen, dass sich die Sterblichkeit durch eine gute supportive Therapie erheblich senken lässt. Dazu gehören zum Beispiel Flüssigkeits- und Elektrolytmanagement, Behandlung von Schock, Blutungen und Organfunktionsstörungen, die Gabe von Sauerstoff sowie die Behandlung von Koinfektionen. Im Verlauf kann der Einsatz von experimentellen Therapieoptionen im Rahmen von Studien die Prognose wahrscheinlich weiter verbessern.“
Schutzausrüstung vor Ort
„Mangelnde Schutzausrüstung ist nicht nur ein logistisches Problem. Es ist ein epidemiologisches Risiko und daher ein zentrales Problem. Wenn Gesundheitseinrichtungen zu Verstärkern der Übertragung werden, verliert man Zeit, Vertrauen in die Behandlungszentren und das Personal – also die Ressourcen, die für Containment entscheidend sind. Wichtig ist aber auch, dass die persönliche Schutzausrüstung nur wirksam ist, wenn sie korrekt getragen, abgelegt und entsorgt wird. Die WHO berichtet bereits über mehrere Infektionen bei Mitarbeitenden der Gesundheitszentren, was auf relevante Lücken in der frühen Erkennung, Isolation und Infektionsprävention schließen lässt. Die Verbesserung ist gerade in dieser Phase ein entscheidender Aspekt für die Eindämmung des Ausbruchs, stellt aber eine enorme Herausforderung dar.“
Behandlung von Ebola-Patienten in Deutschland
„Bei Ebola handelt es sich um einen Erreger der höchsten Risikokategorie (Risikogruppe 4). Infizierte Personen müssen daher unter den höchsten Sicherheitsstandards transportiert und behandelt werden. Der Transport ist extrem aufwendig, und die medizinische Versorgung während des Transports stellt eine große Herausforderung dar, da jederzeit mit einer dynamischen Verschlechterung des Zustands des Patienten gerechnet werden muss.“
„Aufgrund der kürzeren Flugzeiten bietet sich daher eine Versorgung in Deutschland an. Die Behandlung muss auf einer Sonderisolierstation erfolgen. Hier sind wir in Deutschland sehr gut vorbereitet: Es gibt sieben solcher Behandlungszentren, die auf die Versorgung dieser Fälle unter höchsten Sicherheitsstandards spezialisiert sind. Zu den technischen Schutzmaßnahmen gehören Gebläse-Schutzanzüge, Raumluftanlagen mit Unterdruck und Hochleistungs-Filteranlagen sowie Abfall- und Abwasserdekontamination. Alle Untersuchungen – zum Beispiel Labor, Röntgen und Endoskopie – müssen bis auf ganz wenige Ausnahmen in der Regel in der Einheit stattfinden.“
„Am wichtigsten sind aber die gut ausgebildeten Teams, die ständig in Bereitschaft sind und regelmäßig für den Ernstfall trainieren. Die Teams der Sonderisolierstationen sind sehr gut vernetzt (im STAKOB). Durch gute internationale Zusammenarbeit hat sich Deutschland in der Vergangenheit eine sehr gute Reputation erarbeitet. Einige Zentren haben bereits Erfahrung in der Behandlung von Ebola-Patienten, da beim großen Ebola-Ausbruch in Westafrika schon drei Fälle zur Behandlung nach Deutschland gebracht wurden.“
„Wichtig ist die internationale Vernetzung, um mögliche experimentelle Therapieoptionen zu diskutieren und gegebenenfalls zu beschaffen. Entscheidend ist aber erst einmal, dass eine optimale supportive Therapie erfolgt, durch die sich die Sterblichkeit erheblich senken lässt. Diese Therapie ist in den Einheiten gewährleistet – bis hin zur vollwertigen intensivmedizinischen Behandlung.“
Juniorprofessorin für die Entwicklung von immuntherapeutischen Wirkstoffen, Institut für Wirkstoffentwicklung, Universität Leipzig
Erforschung eines Pan-Ebola-Marburg-Impfstoffs
„Die Pan-Ebola-Impfstoffentwicklung befindet sich noch in sehr frühen Entwicklungsphasen. Die heute zugelassenen Ebola-Impfstoffe sind basierend auf dem häufigsten Vertreter der Ebolaviren entwickelt worden. Zwischen dem Ebolavirus und dem Bundibugyo-Virus besteht aber eine enge Verwandtschaft. So wissen wir von der Untersuchung der Antikörperantwort von Überlebenden von Ebola- oder Bundibugyo-Virus-Infektionen, dass Antikörper gebildet werden können, die beide Viren neutralisieren. Die präferenzielle Bildung solcher breit neutralisierenden Antikörper ist auch die Hoffnung beim multivalenten Impfstoffdesign.“
Immunologische Breite versus Wirksamkeit
„Eine Immunantwort gegen einen Impfstoff ist immer heterogen. Es gibt Teile der Immunantwort, die ganz spezifisch den Impfstoff erkennen, aber keine breit neutralisierende Wirkung haben. Wenn multivalente Impfstoffe entwickelt werden, hofft man, den Anteil an breit neutralisierender Immunantwort zu erhöhen. Um dies festzustellen, muss man die Immunantwort auf die Impfstoffkandidaten genau untersuchen, und zum Beispiel den Anteil an diesen breit neutralisierenden Antikörpern bestimmen. Man kann aber nicht genau vorhersagen, was im Gegenzug passiert: Ist ein multivalenter Impfstoff genauso potent gegen die einzelnen Virusinfektionen wie ein monovalenter Impfstoff? Ist die Immunantwort gegen einen Kandidaten stärker (immunodominant)? Das ist vielleicht auch abhängig vom Virus und der strukturellen Zusammensetzung des Antigens. Erst die weitere Erforschung solcher multivalenter Kandidaten wird uns darauf Antwort geben können.“
KI-generierte Impfstoffdesigns
„Die Impfstoffentwicklung durch computergestützte Verfahren ist zurzeit in der Erprobung. Man erhofft sich durch computergestützte Methoden – auch unter der Verwendung von KI – schnellere Entwicklungszyklen, die Zeit und Geld einsparen – vor allem wenn ein Notfall auftritt. Computergestützte Methoden werden verwendet, um das Antigen, gegen das die Immunantwort gerichtet wird, zu stabilisieren. An der Universität Leipzig am Institut für Wirkstoffentwicklung untersuchen wir mit Förderung durch CEPI, Coalition for Epidemic Preparedness Innovations, wie zuverlässig diese Methoden bereits Vorhersagen für diese Stabilisierung generieren, und testen dies experimentell bei uns im Labor. Basierend auf diesen Erkenntnissen passen wir die computergestützten Methoden an und trainieren neue Modelle, damit diese dann erneut im Labor überprüft werden. Die Impfstoffe, die wir entwickeln, zum Beispiel für Filoviren wie das Ebolavirus, werden dann von Partnern an der Universität Oxford oder an der Universität Kopenhagen weiter untersucht.“
„Keine Interessenkonflikte. Ich habe aber zwei Hüte auf (Ärzte ohne Grenzen und die Charité). Da gibt es aber keine grundsätzlich unterschiedlichen Ansichten zur Epidemie und deren Bekämpfung vor Ort.“
„Ich habe hier keinen Interessenkonflikt.“
Anm. d. Red.: Stephan Becker ist Mitglied im Aufsichtsrat des Science Media Center Germany.
„Die Universität Leipzig, mein Labor und ich werden von CEPI, der Coalition für Epidemic Preparedness Innovations, gefördert, um eine computergestützte Impfstoffentwicklungs-Pipeline zu entwickeln und zu erproben. Mit Partnern an der Universität Oxford und an der Universität Kopenhagen werden dabei unter anderem Pan-Filovirus-Impfstoffe untersucht.“
Alle anderen: Keine Angaben erhalten
Dr. Maximilian Gertler
Facharzt für Innere Medizin, Tropenmedizinische Ambulanz, und Leiter der Arbeitsgruppe Infection Prevention and Control in Health Care Settings/Epidemic Preparedness, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Keine Interessenkonflikte. Ich habe aber zwei Hüte auf (Ärzte ohne Grenzen und die Charité). Da gibt es aber keine grundsätzlich unterschiedlichen Ansichten zur Epidemie und deren Bekämpfung vor Ort.“
Prof. Dr. Stephan Becker
Leiter des Instituts für Virologie, Philipps-Universität Marburg
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe hier keinen Interessenkonflikt.“
Anm. d. Red.: Stephan Becker ist Mitglied im Aufsichtsrat des Science Media Center Germany.
PD Dr. Torsten Feldt
Bereichsleiter Tropenmedizin, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, und Zweiter Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit
Prof. Dr. Clara Schoeder
Juniorprofessorin für die Entwicklung von immuntherapeutischen Wirkstoffen, Institut für Wirkstoffentwicklung, Universität Leipzig
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Die Universität Leipzig, mein Labor und ich werden von CEPI, der Coalition für Epidemic Preparedness Innovations, gefördert, um eine computergestützte Impfstoffentwicklungs-Pipeline zu entwickeln und zu erproben. Mit Partnern an der Universität Oxford und an der Universität Kopenhagen werden dabei unter anderem Pan-Filovirus-Impfstoffe untersucht.“