Auswirkungen von Atemwegsinfektionen auf kardiovaskuläre Gesundheit
deutsche Studie zeigt Zusammenhang von Infektionswellen und Gesamtsterblichkeit in den vergangenen 14 Jahren
die häufigste Todesursache in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch bedingt durch Infektionen
Experten und Expertin betonen, dass gezieltes Impfen gegen Atemwegsinfekte auch vor anschließenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen kann
Die saisonalen Muster von Atemwegserkrankungen und kardiovaskulären Sterbefällen korrelieren. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie, die im Fachjournal „PLOS Global Public Health“ erschienen ist (siehe Primärquelle). Der Effekt wurde besonders deutlich durch die COVID-19-Pandemie, als Infektionswellen mit zum Beispiel Influenzaviren durch Kontakteinschränkungen ausblieben. Diese traten dann anschließend in den Folgejahren früher ein als in den Vorpandemiejahren. Spitzen in der Gesamtsterblichkeit, die vor allem durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen begründet sind, folgten dem Trend der Infektionswellen.
Die Forschenden betrachteten Daten des Robert Koch-Instituts zu den wöchentlichen Inzidenzen von akuten respiratorischen Erkrankungen und der Inzidenz von Arztbesuchen und Hospitalisierungen aufgrund solcher Erkrankungen. Die historische Betrachtung der Erkrankungswellen zeige, dass vor der COVID-19-Pandemie die meisten Atemwegsinfektionen konsistent im Februar und März auftraten. Durch die Maßnahmen, die während der Pandemie durchgeführt wurden, seien in der Saison 2020/21 so gut wie keine Infektionen mit zum Beispiel Grippe aufgetreten. In den folgenden zwei Saisons verschoben sich die Infektionswellen laut Studie um acht bis zwölf Wochen nach vorn. Aktuell lasse sich beobachten, dass die Atemwegsinfektionen wieder den Mustern folgen, wie sie vor der Pandemie waren.
Arzt und Clinician Scientist im Fächerverbund Infektiologie, Pneumologie und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Einordnung der Studienergebnisse
„Dass sich die Erkältungs- und Grippesaison nach der Pandemie verschoben hat, ist als solches bereits aus anderen Ländern bekannt. Was diese Studie besonders macht, ist die Kombination unterschiedlicher deutscher Gesundheitsdatenquellen, vom Robert Koch-Institut und vom Statistischen Bundesamt, zu einem umfangreichen Bild über mehr als zehn Jahre. Da Methodik und Daten öffentlich zugänglich sind, ist die Arbeit gut nachvollziehbar und eine umfangreiche Arbeit mit deutschen Daten.“
„Besonders interessant finde ich, dass die Autoren die reinen Beobachtungsdaten zusätzlich mit einem mathematischen Modell abgeglichen haben, das theoretisch untersucht, wie sich die Zahl der noch ungeschützten Personen von einer Saison zur nächsten auswirkt. So kann es erklären, warum sich Erkrankungswellen zeitlich verschieben. Diese Verbindung von realen Daten und einem theoretischen Modell ist ein interessanter Ansatz, um die zeitliche Dynamik von Epidemien sowie den zeitlichen Zusammenhang zwischen Atemwegsinfektionen und kardiovaskulärem Versterben zu untersuchen.“
Atemwegsinfektionen und kardiovaskuläre Gesundheit
„Es gibt zahlreiche frühere Studien, die eine Assoziation zwischen Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigen konnten. Auch in dieser Studie zeigen sich zeitliche Assoziationen zwischen Atemwegserkrankungen und der Sterblichkeit sowie kardiovaskulären Todesfällen auf Bevölkerungsebene. Die Forscher legen zeitliche Trends aus verschiedenen Gesundheitsdatenquellen übereinander und stellen fest, dass sich Atemwegsinfektionen und Herz-Kreislauf-Todesfälle im gleichen Zeitfenster verschieben. Das stützt die Vermutung eines Zusammenhangs. Es handelt sich aber nicht um Daten einzelner Patienten, bei denen man weiß, dass genau diese Person eine Atemwegsinfektion hatte und kurz danach an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall verstorben ist. Um den Zusammenhang wirklich ursächlich zu belegen, braucht es weitere zukünftige Studien, die Infektions- und kardiovaskuläre sowie Sterbedaten auf individueller Ebene verknüpfen können. Trotz dieser Einschränkung liefert die vorliegende Arbeit durch die Konsistenz des beobachteten Musters über mehrere Saisons hinweg ein wichtiges Puzzleteil für die Bewertung dieses Zusammenhangs.“
Impfungen als Schutz vor Folgeerkrankungen
„Impfungen gehören zu den erfolgreichsten medizinischen Maßnahmen gegen Atemwegserkrankungen überhaupt. Studien zeigen, dass Impfungen vor den unmittelbaren Folgen einer Infektion und vor dem Versterben daran schützen.“
„Zunehmend gibt es aber auch Hinweise darauf, dass Impfungen zusätzlich vor Folgeschäden in anderen Organsystemen schützen können, insbesondere beim Herz-Kreislauf-System. Hier zeigte die randomisierte, doppelblind placebokontrollierte IAMI-Studie [1], dass Patienten nach einem Herzinfarkt, die zufällig einer Grippeimpfung statt einem Placebo zugeteilt wurden, ein deutlich geringeres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und Tod hatten. Die vorliegende ‚PLOS‘-Studie selbst hat den Effekt von Impfungen nicht modelliert oder direkt untersucht. Die Impfempfehlung der Autoren ist aber plausibel vor dem Hintergrund der beobachteten zeitlichen Muster und anderer publizierter Studien.“
Ärztlicher Direktor des Universitäts-Herzzentrum Freiburg, Universitätsklinikum Freiburg
Einordnung der Studienergebnisse
„Neu ist vor allem die systematische Analyse für Deutschland: Die Autoren zeigen, dass sich nach der Pandemie nicht nur die Stärke, sondern auch der Zeitpunkt der Atemwegsinfektionswellen und parallel dazu der kardiovaskulären Mortalität verschoben hat. Das ‚wussten‘ wir ‚Ärzte‘ schon immer, jetzt ist es aber mit Daten besser unterlegt. Eine Kausalität kann natürlich nicht direkt abgeleitet werden, auch wenn sie wahrscheinlich ist.“
Atemwegsinfektionen und kardiovaskuläre Gesundheit
„Atemwegsinfektionen sind bekannte Auslöser für Herzinfarkte, Herzinsuffizienz und Schlaganfälle. Das ist schon länger bekannt und lässt sich unter anderem durch den Entzündungsprozess im Körper auch gut erklären. Dieser Prozess treibt nämlich auch die Atherosklerose und damit die Ursache der Herzerkrankungen voran. Die parallele Verschiebung der Infektionswellen und der kardiovaskulären Sterblichkeit passt sehr gut zu diesem Zusammenhang.“
Impfungen als Schutz vor Folgeerkrankungen
„Für die Influenza-Impfung ist der Schutz besonders gut belegt. Sie schützt Herzpatienten besonders und kann auch kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren. Impfungen schützen also nicht nur vor Infektionen, sondern auch vor Herz-Kreislauf-Komplikationen. Daher sind wir für eine gute Informationspolitik für unsere Herz-Patientinnen und -Patienten, so dass sich alle impfen lassen. Auch von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie tun wir vieles, um diese Kampagnen zu fördern.“
Ausblick
„Derzeit spricht vieles dafür, dass Influenza und RSV wieder ihrem normalen saisonalen Muster folgen. COVID-19 beginnt (wie in den Jahren davor auch) bereits früher im Jahr. Deshalb bleiben eine gute Überwachung und dann eine rechtzeitige Impfstrategie wichtig. Für die Risikopatienten ist dabei die Evidenz sehr hoch.“
Effekt einer höheren Impfquote
„Eine höhere Impfquote würde schwere Infektionen, Krankenhausaufnahmen und auch deren Herz-Kreislauf-Komplikationen reduzieren. Gerade bei älteren Menschen und Herzpatienten ist das ein wichtiger präventiver Effekt, den leider immer noch nicht alle für ihre Sicherheit beanspruchen. Die Studien dazu sind eigentlich sehr klar und dieses Paper belegt das Risiko auch für Deutschland klar.“
Weitere Schutzmaßnahmen
„Grundsätzlich sollte man sich vor der ‚Grippesaison‘ so gut wie möglich schützen. Neben Impfungen helfen auch Maßnahmen wie Händehygiene und das freiwillige Tragen einer Maske bei Atemwegssymptomen bei akuten Infekten, um besonders gefährdete Menschen zu schützen. Wenn es eine Indikation gibt, sollten Patientinnen und Patienten ihre Medikamente natürlich immer nehmen, da sie vor Risken schützen. Das könnten bei Herzerkrankten beispielsweise ASS (Acetylsalicylsäure, bekannt unter dem Markennamen Aspirin; Anm. d. Red.) und Statine sein. Herzpatienten sollten nach einer Atemwegsinfektion bei Luftnot, Brustschmerzen oder Herzrhythmusstörungen frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.“
Leiterin der Abteilung Epidemiologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig
Einordnung der Studienergebnisse
„Die Autoren der ‚PLOS Global Public Health‘-Studie untersuchen den bekannten Zusammenhang zwischen saisonalen respiratorischen Infektionen und folgender kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität in Deutschland mit Hilfe von aggregierten Melde- und Todesursachenstatistiken. Dieser Zusammenhang ist international sehr gut beschrieben, für RSV insbesondere die Korrelation an sich [2], für Influenza und für COVID-19 neben dieser Korrelation [3] [4] [5] auch eine Reduktion der entsprechenden Krankheitslast durch Impfungen [6] [7].“
Einordnung der Methodik
„Die Autoren der vorliegenden Studie nutzen nun deutsche, öffentlich verfügbare Daten des Robert Koch-Instituts der syndromischen Surveillance (Grippeweb und Praxen Sentinel Surveillance), Meldedaten von SARS-CoV-2, RSV und Influenza sowie Daten der Todesursachenstatistik. Sie führen dann Zeitreihenanalysen und deskriptive ökologische Analysen durch und verwenden ein Kompartmentmodell, um die postpandemischen Atemwegssaisons auf diesen Zusammenhang mit den Meldedaten zu analysieren.“
„Die durchgeführten Analysen der Todesursachenstatistik werden korreliert und zeigen den erwartbaren Anstieg dieser mit vorhergehenden Anstiegen der Atemwegsinfektionen innerhalb der Saison. Eine Verbindung zwischen dem dynamischen Modell und der Analyse der Todesursachen erfolgt nicht.“
„Das genutzte Modell ist ein klassisches SIR-Modell (susceptible-infected-removed model, genutzt zur Modellierung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten; Anm. d. Red.), wobei der Einfluss von Maßnahmen während der Pandemie durch eine Reduktion der im Modell eingesetzten Infektionsrate undifferenziert erfolgt. Die pathogenspezifischen Unterschiede zwischen den untersuchten saisonalen Infektionskrankheiten werden nicht berücksichtigt. Dies wäre ein nächster Schritt, ebenso wie die Interaktion dieser Infektionskrankheiten untereinander, um das Modell realistischer zu gestalten.“
„Die Ergebnisse insgesamt sind wie anhand der internationalen Daten erwartet und auch in Deutschland untersucht [8]. Insgesamt präsentieren die Autoren eine gute Zusammenstellung für die postpandemischen Jahre in Deutschland, die diese bekannten Zusammenhänge bestätigt. Eine Berücksichtigung von pathogenspezifischen epidemischen Entwicklungen ebenso wie von pathogenspezifischen Maßnahmen – also zum Bespiel Impfungen oder monoklonalen Antikörpern – wären nächste Schritte. Außerdem wäre es sicher sinnvoll den Zusammenhang zwischen kardiovaskulärer Mortalität und respiratorischen Infektionen zusätzlich in bestehenden Kohortenstudien auf individuellen Ebenen zu untersuchen. Dies erlaubt dann auch eine Berücksichtigung von pathogenspezifischen Maßnahmen, wie beispielsweise Impfungen.“
Atemwegsinfektionen und kardiovaskuläre Gesundheit
„Dies ist ein bekannter Zusammenhang. Wichtig wäre dies in zukünftigen Beobachtungs- und Interventionsstudien zu Impfungen auch entsprechend zu berücksichtigen und so auch weiterhin für Impfempfehlungen nutzbare Evidenz zu schaffen.“
Impfungen als Schutz vor Folgeerkrankungen
„Ein Einfluss von Impfungen gegen die saisonale Grippe sowie gegen COVID-19 auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems – insbesondere bei Menschen mit Vorerkrankungen und älteren Menschen – ist gut beschrieben. Für RSV-Impfungen ist dieser Zusammenhang meines Wissens bisher weniger beschrieben, aber anhand der Korrelation grundsätzlich auch plausibel. Allerdings handelt es sich natürlich bei der von der Stiko empfohlenen RSV-Impfung aktuell nicht um eine saisonale Impfung.“
„Insbesondere ist es wichtig, dass jeder die für ihn oder sie von der Stiko empfohlenen Impfungen auch durchführt. Aktuell sind die Impfquoten für Influenza- und COVID-19-Impfungen deutlich zu niedrig.“
Oberarzt an der Medizinischen Klinik III für Innere Medizin, Uniklinik Köln
Einordnung der Studienergebnisse
„Der zeitliche Zusammenhang zwischen Infektionen, insbesondere denen der Atemwege, und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ist gut untersucht und belegt [9] [10] [11]. Ein zeitlicher Zusammenhang bedeutet jedoch nicht automatisch einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang, auch wenn es über die durch die (Atemwegs-) Infektionen verursachte Entzündungsreaktion im Körper einen plausiblen Mechanismus für diesen Zusammenhang gibt [12]. Die Studie von Sieber und Traulsen unterstützt die plausible Annahme von Ursache und Wirkung, indem sie aufzeigt, dass sich der zeitliche Zusammenhang zwischen Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch nach der COVID-19-Pandemie zeigte, obwohl sich die typischen Höhepunkte der jeweiligen Atemwegserkrankungswellen im Vergleich zu den Vorjahren zeitlich deutlich verschoben hatten. Diese Beobachtung ist für eine Ursache-Wirkungs-Beziehung zu erwarten und stellt daher einen weiteren wichtigen Baustein für den Forschungsstand zum Zusammenhang von Infektionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar.“
Atemwegsinfektionen und kardiovaskuläre Gesundheit
„Das Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist nach den verschiedensten Infektionen erhöht [11]. Insbesondere für virale Atemwegserkrankungen zeigt sich jedoch eine deutliche Erhöhung des Risikos [11]. Dabei ist das Risiko insbesondere innerhalb der ersten sieben Tage der Infektion erhöht und nimmt mit zunehmendem Abstand zur Infektion wieder ab [9] [11]. Die Beobachtungen von Sieber und Traulsen erklären die veränderten zeitlichen Höhepunkte der Sterberaten im Zusammenhang mit den veränderten Höhepunkten der Atemwegserkrankungswellen und passen daher hervorragend in das Gesamtbild der bisherigen Evidenz.“
Impfungen als Schutz vor Folgeerkrankungen
„Der Schutz von Impfungen vor weiteren Folgeerkrankungen ist aktueller Forschungsgegenstand und hängt unter anderem von den Grunderkrankungen und der jeweiligen Folgeerkrankung ab [13]. Bekannt ist, dass Patientinnen und Patienten nach einem Herzinfarkt insbesondere von einer frühzeitigen Grippeimpfung profitieren und hierdurch sogar ihre Sterblichkeit senken können [1]. Bei Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche ist ebenfalls ein positiver Effekt, insbesondere für die Verhinderung von Lungenentzündungen und geringerer Notwendigkeit zur stationären Aufnahme, zu beobachten [14]. Vor allem solche mit einer akuten Herzschwäche profitieren möglicherweise besonders von einer frühzeitigen Grippeimpfung [15]. Die bisherigen Daten legen zudem nahe, dass auch die Pneumokokkenimpfung das Risiko für Herzinfarkte und die Gesamtsterblichkeit zu verringern vermag [16]. Inwieweit dies auch für andere Impfungen und andere Grunderkrankungen gilt müssen zukünftige Studien zeigen [17].“
„Es bestehen keine Interessenkonflikte.“
„Interessenkonflikte dazu habe ich keine.“
„Ich habe Förderungen für Forschungsvorhaben von Sanofi und GSK erhalten. Bei Sanofi war ich Teil des Advisory Boards. Von Pfizer habe ich sonstige finanzielle Förderung für andere Projekte erhalten.“
Alle anderen: Keine Angaben erhalten
Primärquelle
Sieber M et al. (2026): Shifts in seasonal timing of respiratory diseases and causes of death following a natural pandemic event. PLOS Global Public Health. DOI: 10.1371/journal. pgph.0006376.
Literaturstellen, die von den Expert:innen zitiert wurden
[1] Fröbert O et al. (2021): Influenza Vaccination After Myocardial Infarction: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Multicenter Trial. Circulation. DOI: 10.1161/CIRCULATIONAHA.121.057042.
[2] Montiel J et al. (2026): The risk of cardiac disease events after respiratory syncytial virus disease: a systematic literature review and meta-analysis. European Respiratory Review. DOI: 10.1183/16000617.0160-2025.
[3] de Boer AR et al. (2024): Influenza Infection and Acute Myocardial Infarction. NEJM Evidence. DOI: 10.1056/EVIDoa2300361.
[4] Katsoularis I et al. (2021): Risk of acute myocardial infarction and ischaemic stroke following COVID-19 in Sweden: a self-controlled case series and matched cohort study. The Lancet. DOI: 10.1016/S0140-6736(21)00896-5.
[5] Xie Y et al. (2022): Long-term cardiovascular outcomes of COVID-19. Nature Medicine. DOI: 10.1038/s41591-022-01689-3.
[6] Behrouzi B et al. (2022): Association of Influenza Vaccination With Cardiovascular Risk – A Meta-analysis. JAMA Network Open. DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2022.8873.
[7] Mercadé-Besora N et al. (2023): The role of COVID-19 vaccines in preventing post-COVID-19 thromboembolic and cardiovascular complications. Heart. DOI: 10.1136/heartjnl-2023-323483.
[8] Macherey S et al. (2021): Impact of respiratory infectious epidemics on STEMI incidence and care. Scientific Reports. DOI: 10.1038/s41598-021-02480-z.
[9] Kwong JC et al. (2018): Acute Myocardial Infarction after Laboratory-Confirmed Influenza Infection. NEJM. DOI: 10.1056/NEJMoa1702090.
[10] Kytömaa S et al. (2019): Association of Influenza-like Illness Activity With Hospitalizations for Heart Failure: The Atherosclerosis Risk in Communities Study. JAMA Cardiology. DOI: 10.1001/jamacardio.2019.0549.
[11] Sipilä PN et al. (2023): Severe Infection and Risk of Cardiovascular Disease: A Multicohort Study. Circulation. DOI: 10.1161/CIRCULATIONAHA.122.061183.
[12] Musher DM et al. (2019): Acute Infection and Myocardial Infarction. NEJM. DOI: 10.1056/NEJMra1808137.
[13] Kulick ER et al. (2020): Seasonality of Influenza‐Like‐Illness and Acute Cardiovascular Events Are Related Regardless of Vaccine Effectiveness. Journal of the American Heart Association. DOI: 10.1161/JAHA.120.016213.
[14] Loeb M et al. (2022): Influenza vaccine to reduce adverse vascular events in patients with heart failure: a multinational randomised, double-blind, placebo-controlled trial. The Lancet Global Health. DOI: 10.1016/S2214-109X(22)00432-6.
[15] Anderson CS et al. (2025): Influenza vaccination to improve outcomes for patients with acute heart failure (PANDA II): a multiregional, seasonal, hospital-based, cluster-randomised, controlled trial in China. The Lancet. DOI: 10.1016/S0140-6736(25)01485-0.
[16] Jaiswal V et al. (2022): Effect of Pneumococcal Vaccine on Mortality and Cardiovascular Outcomes: A Systematic Review and Meta-Analysis. Journal of Clinical Medicine. DOI: 10.3390/jcm11133799.
[17] Heidecker B et al. (2025): Vaccination as a new form of cardiovascular prevention: a European Society of Cardiology clinical consensus statement: With the contribution of the European Association of Preventive Cardiology (EAPC), the Association for Acute CardioVascular Care (ACVC), and the Heart Failure Association (HFA) of the ESC. European Heart Journal. DOI: 10.1093/eurheartj/ehaf384.
Dr. David Hillus
Arzt und Clinician Scientist im Fächerverbund Infektiologie, Pneumologie und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Es bestehen keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Dirk Westermann
Ärztlicher Direktor des Universitäts-Herzzentrum Freiburg, Universitätsklinikum Freiburg
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Interessenkonflikte dazu habe ich keine.“
Prof. Dr. Berit Lange
Leiterin der Abteilung Epidemiologie, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig
Dr. Sebastian Heyne
Oberarzt an der Medizinischen Klinik III für Innere Medizin, Uniklinik Köln
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe Förderungen für Forschungsvorhaben von Sanofi und GSK erhalten. Bei Sanofi war ich Teil des Advisory Boards. Von Pfizer habe ich sonstige finanzielle Förderung für andere Projekte erhalten.“