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Fragen kostet nichts

FAQ Journalisten

Politikjournalisten berichten darüber, dass der US-Präsident aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen möchte. Boulevardreporter berichten über eine Schauspielerin, die sich aus Angst vor Krebs beide Brüste amputieren lässt. Wirtschaftsredakteure über die Pharma-Branche. Sportreporter über Doping. Lokaljournalisten über einen Ebola-Verdacht im Jobcenter. Wissenschaftsredakteure über den neuesten Coup der Crispr-Cas-Technologie.

Wissenschaft kommt eben in allen Lebensbereichen vor und somit auch in allen journalistischen Ressorts.

Deswegen richtet sich das Science Media Center Germany nicht nur an Wissenschaftsjournalisten, sondern explizit auch an Medienvertreter anderer Ressorts. Und das in allen Mediengattungen: Print, Hörfunk, Fernsehen, Online, Multimedia und Nachrichtenagentur.

Wie und wo lässt sich schnell verlässliche wissenschaftliche Expertise finden? Woher rasch qualifizierte, aussagewillige und aussagefähige Experten nehmen, die Zitate liefern? Wer liefert in emotional geführten Debatten sachliche Argumente und qualifizierte Fakten? 

Vor dieser Herausforderung stehen Journalisten wie Sie immer dann, wenn Medien wissenschaftliche Sachverhalte im Tagesgeschehen einordnen müssen, wenn „Breaking News“ aus der Wissenschaft für öffentlichen Wirbel sorgen oder wenn dramatische Ereignisse mit Wissenschaftsbezug kurzfristig bewertet werden sollen. Mit unseren Angeboten möchten wir vor allem die Berichterstattung über heikle und komplexe Themen bereichern und verbessern.

Die Vielzahl von Publikationen, Informationsquellen, Themengebieten und Fachsprachen innerhalb der Wissenschaften lässt sich auf die Schnelle kaum durchdringen. Das Science Media Center Germany agiert da wie ein kompetenter Lotse. 

Aktiv werden wir, wenn es sich um ein gesellschaftlich relevantes „Public Issues“ handelt und wenn zugleich die vom SMC gesammelte und verbreitete Expertise einen Mehrwert für Journalisten hat und breite Verwendung erwarten lässt. 

  • Rapid Reaction:
    Experten-Statements mit Fakten und Argumenten.
    Wenn im Tagesgeschehen Wissenschaft involviert ist.
    Als Quelle verlässlicher Zitate, als Rohstoff für journalistische Berichte, zur Orientierung für weitere Recherchen. 

  • Research in Context:
    Experten-Statements mit Einschätzung aus aus verschiedenen Blickwinkeln – fachlich, methodisch, ethisch, juristisch, gesellschaftlich.
    Wenn wissenschaftliche Forschungsergebnisse veröffentlicht werden, die für Schlagzeilen sorgen werden.
    Als Quelle verlässlicher Zitate, als Rohstoff für journalistische Berichte, zur Orientierung für weitere Recherchen.
    Gegebenenfalls unter Sperrfrist.

  • Fact Sheet:
    Prägnante Fakten, sinnvolle Zusammenfassungen, vertiefende Details, weiterführende Links.
    Wenn vielschichtige Themen tiefergehendes Wissen erfordern oder wenn umfassende und wiederkehrende Themen Überblickswissen brauchen.
    Als Recherchehilfe, Hintergrundinformation, Faktensammlung, Spickzettel – für jetzt und für später.

  • Press Briefing:
    Öffentliche Pressekonferenzen oder nicht-öffentliche Hintergrundgespräche. Veranstaltet vom SMC, mit Wissenschaftlern, für Journalisten. Als Präsenzveranstaltung mit Livestream und Call-In-Option.
    Wenn es sich um ein ausgesuchtes Thema handelt, zum Beispiel eine wissenschaftliche Sensation oder ein Thema mit wissenschaftlichem Bezug und politischer Relevanz.
    Als exklusiver Zugang zu Experten und für eigene Fragen. 
  • Weitere Angebote:
    sind vorgesehen. 

Die Aussendungen des SMC können wie anderes Recherchematerial für Radio- und Fernsehjournalisten genutzt werden: Sie erhalten Hintergrundinformationen und Detailwissen. Sie bekommen Hinweise, welche Aspekte bei einem Thema relevant sind und wo Sie selbst weiterrecherchieren können. Und Sie erfahren, welche Experten sich zu einem bestimmten Thema geäußert haben und somit vielleicht auch Ihnen für ein eigenes Rundfunk-Interview zur Verfügung stehen.

Das SMC verteilt seine Angebote in mehreren Stufen: 

Journalisten, die beim SMC akkreditiert sind, bekommen die Produkte schnellstmöglich per E-Mail zugeschickt. Journalisten, denen wir Embargo-Zugang gewähren und die mit unserer Embargo Policy einverstanden sind, erhalten entsprechende SMC-Angebote auch bereits vor Ablauf der Sperrfrist.

Mitunter gibt es mehrere Versionen mit Ergänzungen: Zunächst gibt es eine Aussendung mit Einschätzungen von einigen wenigen Experten. Wenn weitere Expertisen beim SMC auflaufen, liefern wir diese zusätzlichen Statements und Informationen sukzessive aus. 

Journalisten, die (noch) nicht beim SMC registriert sind (und alle anderen Interessierten), können unsere Angebote später auf der SMC-Homepage nachlesen und sich über themenbezogene Experten-Einschätzungen informieren. Der Bereich „Alle Angebote“  dient als Repositorium. Nutzen Sie dazu gerne den RSS-Feed  oder folgen Sie  @smc_germany  auf Twitter: Hier wie dort geben wir neue Beiträge bekannt, sobald sie online gestellt worden sind.

Wissenschaftliche Fachartikel, die noch nicht publiziert sind, unterliegen für gewöhnlich einer Sperrfrist, die von der jeweiligen Fachzeitschrift vorgegeben wird. Entsprechend sind auch alle Einschätzungen, die Experten auf Bitte des SMC hin erstellen, unter Embargo. Das heißt: Vor Ablauf der vom Fachjournal gesetzten Sperrfrist darf weder über den Fachartikel noch über die vom SMC gesammelten Statements der Experten berichtet werden. Nur hauptberuflich tätige Journalisten, die beim SMC akkreditiert sind und persönlich schriftlich versichert haben, die Embargo Policy der Wissenschaftsgemeinschaft und des SMC zu verstehen und zu achten, erhalten vom SMC Material unter Embargo. 

Wenn Journalisten oder Redaktionen ein Embargo brechen, kann dies dazu führen, dass sie fortan keine Presse-Vorabs mehr erhalten: Mitunter könnte eine Ressortredaktion, ein Medium oder gar das SMC von den Sperrfrist-Mitteilungen ausgeschlossen werden – was wiederum vielen Kollegen und der Wissenschaftsberichterstattung schaden würde. Deswegen erwarten wir von allen zu registrierenden Journalisten, die Informationen unter Embargo erhalten möchten, ein schriftliches Einverständnis, sich an Sperrfristen der Fachjournale und des SMC zu halten.

Die Produkte des SMC werden kostenlos angeboten. Auch die Registrierung beim SMC kostet nichts – außer ein paar Minuten Zeit.

Übrigens: Auch die Experten müssen weder etwas bezahlen noch bekommen sie eine finanzielle Aufwandsentschädigung dafür, dass sie in die SMC-Datenbank aufgenommen werden und Expertise liefern.

Das SMC arbeitet gemeinnützig und finanziert sich mit Hilfe einer Anschubförderung der Klaus Tschira Stiftung. Derzeit wird ein Kreis weiterer finanzieller Förderer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft aufgebaut, um das SMC langfristig zu finanzieren.

Das SMC ist keine (klassische) Nachrichtenagentur. Wir liefern keine fertigen Artikel, sondern Zitate und Einschätzungen von Wissenschaftlern und anderen Experten, die Ihre Recherche ergänzen und Ihre Berichte bereichern können. Unsere Angebote sind kostenlos für Journalisten. Und unsere Beiträge erreichen Sie nicht über einen Ticker, sondern via E-Mail.

Unsere Experten-Datenbank enthält Spezialisten aus verschiedenen Bereichen von Medizin und Lebenswissenschaften, Umwelt und Klima, Energie und Technik. Hinzu kommen Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaftler, die sich in ihrer Forschung mit den Themen des SMC auseinandersetzen. Besonders wichtig sind uns Themen, die nicht nur für die Wissenschaftsgemeinde relevant sind, sondern auch für die Öffentlichkeit und Gesellschaft – also „Public Issues“.

Die Experten in unserer Datenbank sind hauptsächlich Wissenschaftler, zum Teil aber auch andere ausgewiesene Fachleute, etwa Menschen, die zunächst selbst geforscht haben und nun in einer Fachbehörde arbeiten, oder Personen, die sich über die Jahre eine verlässliche Expertise in einem Spezialgebiet angeeignet haben.

Alle Experten, die auf Anfrage zugesagt haben, das SMC zu unterstützen, haben sich bereiterklärt, dabei zu helfen, wissenschaftliche Expertise für Journalisten sowie für Leser, Hörer und Zuschauer sichtbarer zu machen.

Ganz wichtig: Die Experten bezahlen nicht dafür und werden auch nicht dafür bezahlt, in der Datenbank vertreten zu sein. Sie haben etwas zu sagen und sie haben Interesse am Journalismus. Es sind mutige Experten, denen das Grundrecht auf Wissenschaftsfreiheit so viel bedeutet wie dem Team des SMC.

Wenn Sie einen Experten für ein Thema oder einen Beitrag suchen, dann ist der erstbeste mitunter nicht der beste. Um Kompromisse zu vermeiden, nehmen wir uns Zeit, systematisch eine einzigartige Datenbank aufzubauen. Die dort versammelten Wissenschaftler und Fachleute werden von den SMC-Redakteuren handverlesen.

Für die Auswahl von Experten gibt es keine rigorose „Checkliste“. Immerhin lässt sich die Expertise von jemandem aus einer medizinischen Forschungsrichtung anders feststellen als von jemandem aus einer energietechnischen Disziplin.

Unsere grundsätzlichen Kriterien sind:

  • Die Forscher und Fachleute besitzen Expertise zu aktuellen Themen, mit denen wir uns beschäftigen. Dabei konzentrieren wir uns auf jene, die relevante Forschungsergebnisse erzielt haben, Reputation in ihren Fachdisziplinen erworben haben und vielleicht auch in Gremien oder Fachgesellschaften aktiv sind sowie bereit sind, sich auch unter Zeitdruck zu äußern.
  • Die meisten unserer Experten sprechen Deutsch, egal, ob als Muttersprache oder als Fremdsprache. Weltweit ist die Wissenschaftssprache Englisch, keine Frage, doch die Angebote des SMC richten sich an deutschsprachige Medien. Wir stellen also unsere Produkte auf Deutsch zur Verfügung – damit in den Redaktionen keine Übersetzungsfehler entstehen und damit auch Journalisten, die vielleicht nicht vertraut sind mit Fachtermini in einer Fremdsprache, unsere Produkte schnell und einfach nutzen können.
  • Die Experten haben keine maßgeblichen Interessenkonflikte. 
  • Die Experten haben für gewöhnlich bereits etwas Medienerfahrung und erklären sich bereit, das SMC mit ihrer Fachkenntnis zu unterstützen. 
  • Die Experten betreiben nicht bloße Eigenwerbung, sondern unterstützten uns in unserem Ziel, zur öffentlichen Aufklärung mit evidenzbasierten Argumenten von Wissenschaftlern beizutragen.
  • Die Experten verstehen, dass das SMC weder Pressestelle noch Lobbyorganisation für die eigenen oder institutionellen Interessen des Forschers ist. 

Die in unserer Datenbank vertretenen Experten werden regelmäßig gebeten, potenzielle Interessenkonflikte anzugeben, zum Beispiel Patente und relevante Drittmittel aus der Industrie. Dies geschieht unter anderem bei der Aufnahme in die Datenbank und bei jeder einzelnen Anfrage an die Experten für einen Beitrag. Das SMC prüft stichprobenartig selbst, ob Interessen kollidieren. 

Ein potenzieller Interessenkonflikt bedeutet für das SMC übrigens nicht, dass die Experten ihr Spezialwissen nicht mehr bei uns einbringen können. Allerdings leben wir eine Kultur der Offenheit und möchten nicht verschweigen, was alle wissen sollten. Deswegen geben wir Informationen zu möglicherweise bestehenden Interessenkonflikten auch bei jedem Beitrag an. 

Leider nein. Diese Form der Vermittlung gehört nicht zu den Aufgaben des SMC. Wir stellen unsere Angebote in gleicher Form allen registrierten Journalisten und Redaktionen zur Verfügung. Außerdem wählen wir die Experten nach ihrem Fachwissen aus.

Das Science Media Center Germany besteht aus einer relativ kleinen Redaktion und deckt die Themen des Wissenschaftsjournalismus nicht in seiner gesamten Bandbreite ab. Außerdem sind wir weder allwissend noch Experten im Welt-Erklären. Wir können und werden also nicht ständig zu allem etwas beisteuern und nicht jede Nachricht zu unserem Thema machen.

Aktiv werden wir jedenfalls, wenn es sich bei einem Thema um ein gesellschaftlich relevantes Public Issue handelt, wenn die vom SMC gesammelte und verbreitete Expertise einen Mehrwert für Journalisten hat und wenn absehbar ist, dass die Expertise verwendet wird. Mit unseren Angeboten möchten wir vor allem die Berichterstattung über heikle Themen bereichern und verbessern. 

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Sie möchten die deutschsprachigen Experten-Statements und Fact Sheets des Science Media Center Germany erhalten und an den SMC Press Briefings teilnehmen?

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Falls Sie weitere Fragen haben, die Sie auf dieser Website nicht beantwortet finden, kontaktieren Sie uns  gerne. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.