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We look for those who share their knowledge

Our professionals with expertise

We look constantly for proven experts, even before topics that we consider highly relevant to the public make the headlines.

We use the time to systematically identify the outstanding experts on our selected public isses. We invite them to become part of our ever-growing database.

Our goal is not to collect as many as possible with expertise for each topic area in encyclopaedic completeness. We are looking for the scientist who wants to and should be heard with high and reliable expertise on an important public issue. 

Public Issues sind öffentliche Angelegenheiten, um die sich bestehende Institutionen (noch) nicht ausreichend kümmern und deren Lösung auch davon abhängt, dass und wie sich die Öffentlichkeit einbringt und mitmacht.  
Damit sind Public Issues nicht einfach nur Themen. Drei Beispiele. 

     

  • Klimaschutz: Wie stoppen wir global und kollektiv, die Erd-Atmosphäre wie eine Müllkippe für Klimagase zu behandeln und die Freiheit künftiger Generationen massiv einzuschränken?  
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  • E-Zigaretten: Wie können wir die Opfer des Tabakkonsums senken, ohne zugleich eine neue Generation von Jugendlichen zu Nikotinabhängigen zu machen? 
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  • Autonomes Fahren: Wie unfallsicher müssen Autonome Fahrzeuge sein, bevor wir sie als Teilnehmer im Straßenverkehr akzeptieren? 
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Public Issues werden entscheidend geformt von den Forschenden in diesen Themengebieten. »Ein Experte ist dazu da, das Unsichtbare zu repräsentieren. Er vertritt Menschen, die keine Wähler sind, Funktionen von Wählern, die nicht offensichtlich sind, Ereignisse, die außerhalb des Sichtfelds liegen, stumme und noch ungeborene Menschen, Beziehungen zwischen Dingen und Menschen. Ein Experte hat eine Wählerschaft, deren immaterielle Werte (Constituency of Intangibles) nicht greifbar sind«, so der US-amerikanische Publizist Walter Lippmann. Und weiter: »Die Funktion von Nachrichten ist es, ein Ereignis zu signalisieren, die Funktion der Wahrheit ist es, die verborgenen Tatsachen ans Licht zu bringen, sie in Beziehung zueinander zu setzen und ein Bild der Wirklichkeit zu schaffen, auf dessen Grundlage die Menschen handeln können«.  

Wir nutzen keine feste Checkliste, um reputierte Fachleute zu identifizieren – denn was Expertise ausmacht, unterscheidet sich von Fachrichtung zu Fachrichtung. Einige Kriterien allerdings gelten fachübergreifend und geben Orientierung bei der Suche nach geeigneten Fachleuten. 

Wir suchen Forschende, die relevante Forschungsergebnisse in ihrem Fachgebiet erzielen. Dafür ist es notwendig, einen Überblick über die Forschung in einem Expertise-Bereich zu haben. Das ist wegen der unglaublichen Menge an Universitäten, Forschungsinstituten, wissenschaftlichen Fachmagazinen und Studien nicht einfach. Wir nutzen eine Vielzahl von wissenschaftlichen Dachdatenbanken, darunter Pubmed, Gepris, Dimensions und viele mehr. Wir beboachten zudem aktuelle Veröffentlichungen in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften und erweitern so ständig unseren Pool an Forschenden. Als Maßstab nutzen wir bei dieser Suche unter anderem die Reputation von Fachleuten. Eine Idee dahinter: Wer von vielen anderen Fachleuten zitiert wird, muss auch innerhalb der Forschung wichtig und anerkannt sein. Natürlich gibt es Ausnahmen von dieser Regel, aber unsere Redaktion besitzt ein hohes Maß an Metaexpertise im Erkennen von wissenschaftlicher Expertise und ist regelmäßig mit Fachleuten in den relevanten Disziplinen im Kontakt. Wir nutzen zudem Typologien und das Periodensystem der Expertise des Soziologen Harry Collins, um domainspezifische Expertisen zu kartieren.

Wir arbeiten daran, die Suche nach geeigneten Fachleuten auch für Laien ohne Fachkenntnis zu vereinfachen und Medienschaffende in ihrer Suche nach Expertise und Fachleuten mit hoher wissenschaftlicher Reputation zu unterstützen. Redaktion und Lab haben etwa für den Bereich Medizin und Lebenswissenschaften den ExpertExplorer entwickelt, der Fachleute auf Basis von Metriken zu Publikationen aus der Datenbank Europe PubMed Central empfiehlt. Dieses Tool wurde in Zusammenarbeit mit Markus Lehmkuhl (KIT) und Yannick Mihan (FU Berlin) entwickelt.  

Da wir uns an deutschsprachige Medienschaffende wenden, sprechen unsere Fachleute in der Regel Deutsch, es sei denn in deutschsprachigen Ländern finden wir zu einem Thema keine echten Forschenden oder ein Thema kann allein von Fachleuten an anderen Ort der Welt eingeordnet werden. Dazu koopieren wir mit einem wachsenden Netzwerk von internationalen SMC

Unsere Forschenden sind bereit, sich unter Zeitdruck zu gesellschaftlich relevanten Themen zu äußern. Und wollen mit ihren evidenzbasierten Argumenten öffentliche Debatten bereichern. 

Fachleute, die wir nach ihrer Expertise fragen, sollten in der Regel keine relevanten Interessenkonflikte haben oder diese offenlegen. Danach fragen wir vor jeder Aussendung.

     

  • Ist eine Behauptung oder These noch im Bereich solider Wissenschaft verankert? 

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  • Welche fachliche Qualifikation hat jemand, der diese Behauptung aufstellt? 

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  • Findet auf dem eigentlichen Fachgebiet ein regelmäßiger Austausch mit anderen Forschenden statt? 

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  • Welche Publikationen dieser Person sind peer-reviewt?  

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  • An welchen Publikationen ist jemand beteiligt oder verantwortlich dafür, vielleicht als Hauptautor? 

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  • Erhält er oder sie Forschungsförderung oder hat jemand Auszeichnungen in der Wissenschaft für seine Forschungen erhalten? 

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  • Nehmen andere glaubwürdige Fachleute die Behauptung (noch) ernst? 

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