Beeinflusst KI den deutschen Arbeitsmarkt?
die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht eine jährliche Statistik zum deutschen Beschäftigungsstand
künstliche Intelligenz übernimmt Aufgaben in immer mehr Berufen: Einige Menschen befürchten dadurch Arbeitsplatzverluste, andere empfinden KI als Chance
Expert:innen sehen KI bei richtigem Einsatz als mögliches Werkzeug zur Arbeitserleichterung und vor allem als Ergänzung und nicht als Ersatz für menschliche Tätigkeiten
Künstliche Intelligenz (KI) nimmt im Alltag vieler Menschen eine immer wichtigere Rolle ein. Das gilt auch für das Berufsleben: Bis zu einem gewissen Grad übernimmt KI diverse Aufgaben selbstständig. Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht jeden Februar die interaktive Statistik „Berufe auf einen Blick“ [I]. Darin sind unter anderem die Beschäftigungszahlen nach einzelnen Berufsgruppen aufgeschlüsselt. Das SMC hat das zum Anlass genommen, um Forschende zu fragen, welchen Einfluss KI auf den Arbeitsmarkt hat.
Automatisierung ist in vielen Branchen kein neues Phänomen. Im Autobau führen Maschinen einige Teilprozesse beispielsweise bereits seit Jahren mehr oder weniger autonom aus. Aber seit der Veröffentlichung von ChatGPT im Jahr 2022 lassen sich auch in vorher unangetasteten Berufen Aufgaben automatisieren. Dazu zählen etwa Programmiertätigkeiten in der Informatik oder das Schreiben und Übersetzen von Texten in der Medienbranche: Große, generative Sprachmodelle produzieren Code, Texte oder Bilder und Arbeitende können niedrigschwellig Aufgaben delegieren. Deshalb besteht einerseits die Sorge, dass KI einige Berufe überflüssig macht und Arbeitsplätze verloren gehen.
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
„Es liegen keine Interessenkonflikte vor.“
„Ich habe bei dem Thema keine Interessenkonflikte.“
„Wir haben keine Interessenkonflikte.“
Literaturstellen, die von den Expert:innen zitiert wurden
[1] Gregory T et al. (2021): Racing With or Against the Machine? Evidence on the Role of Trade in Europe. Journal of the European Economic Association. DOI: 10.1093/jeea/jvab040.
[2] Pierluisi VM et al. (2025): 2: The consequences of technological advancements for labour markets. Buchkapitel in Technology, Globalisation and Migration. Edward Elgar Publishing. DOI: 10.4337/9781035373659.00009.
[3] Rademakers E et al. (2024): New Technologies: End of Work or Structural Change? The Economists’ Voice. DOI: 10.1515/ev-2024-0046.
[4] Bachmann R et al. (2024): The impact of Robots on Labour market transitions in Europe. Structural Change and Economic Dynamics. DOI: 10.1016/j.strueco.2024.05.005.
[5] Brynjolfsson E et al. (2025): Canaries in the Coal Mine? Six Facts about the Recent Employment Effects of Artificial Intelligence. Stanford Digital Economy Lab.
[6] Frank MR et al. (2026) AI-exposed jobs deteriorated before ChatGPT. Arxiv. DOI: 10.48550/arXiv.2601.02554.
Hinweis der Redaktion: Es handelt sich hierbei um eine Vorabpublikation, die noch keinem Peer-Review-Verfahren unterzogen und damit noch nicht von unabhängigen Experten und Expertinnen begutachtet wurde.
[7] Goller D et al. (2025): This time it’s different – Generative artificial intelligence and occupational choice. Labour Economics. DOI: 10.1016/j.labeco.2025.102746.
[8] Zika G et al. (2025): Künstliche Intelligenz: Potenzielle Effekte für den deutschen Arbeitsmarkt. Forschungsbericht. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. DOI: 10.48720/IAB.FB.2523.
[9] Klaeui J et al. (2025): KI und der Schweizer Arbeitsmarkt: Erste Evidenz zu Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit und Stellenausschreibungen. KOF Institut, ETH Zürich.
[10] Huseynov S (2025): ChatGPT and the labor market: Unraveling the effect of AI discussions on students’ earning expectations. Journal of Economic Psychology. 10.1016/j.joep.2025.102803.
[11] Scavette A et al. (2026): Has Generative Artificial Intelligence Adoption Impacted Labor Demand at Third District Firms? Federal Reserve Bank of Philadelphia.
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] Bundesagentur für Arbeit (2026): Berufe auf einen Blick. Interaktive Statistik. Stand: 12.02.2026.
Prof. Dr. Sebastian Findeisen
Professor für Wirtschaftspolitik, Universität Konstanz
Information on possible conflicts of interest
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Ronald Bachmann
Leiter des Kompetenzbereiches Arbeitsmärkte, Bildung, Bevölkerung, RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, und außerplanmäßiger Professor für Arbeitsmarktökonomik am Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE), Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Information on possible conflicts of interest
„Es liegen keine Interessenkonflikte vor.“
Prof. Dr. Ulrich Zierahn-Weilage
Professor für Ökonomie und Datenanalyse, Universität Utrecht, Niederlande
Information on possible conflicts of interest
„Ich habe bei dem Thema keine Interessenkonflikte.“
Prof. Christina Gathmann, Ph.D.
Leiterin der Abteilung Arbeitsmarkt, Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER), und Professorin für Wirtschaftswissenschaften, Universität Luxemburg
Information on possible conflicts of interest
„Wir haben keine Interessenkonflikte.“