Verkehrswende: Welche Folgen hat die Entscheidung der EU-Kommission zum Verbrenneraus?
Die EU hat am 16.12. ihren Vorschlag vorgestellt, wie die CO2-Grenzwerte für neue Pkw nach 2035 gelockert werden sollen. Konkret geht es dabei um die Frage, inwieweit auch in Zukunft Neuwagen mit einem Verbrennungsmotor in Europa weiter verkauft werden dürfen – sei es als Hybridautos, als Elektroauto mit Range-Extender, der einspringt, wenn der Batterieladestand niedrig ist oder aber als Verbrenner mit einem „hocheffizienten“ Motor. Das soll Marktnischen schaffen und den Transformationsdruck für die hiesige Autoindustrie zweitweise mindern. Kurzfristig könnte das gelingen, die langfristigen Folgen sehen Forschende allerdings eher skeptisch [I]. Auch deshalb, weil die neuen Verbrenner mit Treibstoffen wie E-Fuels betrieben werden sollten – für die in nur knapp zehn Jahren eine neue Industrie aus dem Boden gestampft werden müsste.
Wir haben mit drei Forschern aus unterschiedlichen Disziplinen die Entscheidung der Europäischen Union durchdeklinieren und uns erklären lassen, welche Folgen für Verbraucher, Klima und Industrie realistischerweise zu erwarten sind. Schadet es den Klimazielen, nutzt es tatsächlich der Industrie? Wer wird 2035 für welchen Zweck noch Pkw mit einem Verbrennungsmotor kaufen? Welche Treibstoffe kommen als klimaschonend in Frage, wie viele wird es überhaupt geben, und was, wenn diese nicht ausreichen? Welche weiteren Regelungen hat die EU geändert, und wie wirken sich diese auf Markt, Verbraucher, Klima oder Industrie aus?
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„Ich bin Mitglied im Aufsichtsrat der Mahle GmbH. Einen Interessenkonflikt sehe ich hier jedoch nicht.“
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Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
Science Media Center (2025): Welche Folgen hatte ein Aufweichen der EU-Flottengrenzwerte für die Autoindustrie Europas? Research in Context. Stand: 08.12.2025.
Dr. Thomas Grube
Institute of Climate and Energy Systems – Jülicher Systemanalyse (ICE-2), Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ)
Prof. Dr. Achim Kampker
Lehrstuhl für Production Engineering of E-Mobility Components, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH)
Information on possible conflicts of interest
„Ich bin Mitglied im Aufsichtsrat der Mahle GmbH. Einen Interessenkonflikt sehe ich hier jedoch nicht.“
Prof. Dr. Patrick Plötz
Leiter des Geschäftsfelds Energiewirtschaft, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, Karlsruhe