UN-Universität warnt vor globalem Wassermangel
ein Report der Universität der Vereinten Nationen sieht den Beginn einer globalen Wasserknappheit und führt das Konzept des „Wasserbankrotts“ ein
in vielen Regionen seien bereits unumkehrbare Veränderungen des Wasserkreislaufs eingetreten
Expertinnen und Experten sehen dringenden Handlungsbedarf, die Wasserbewirtschaftung regional und global zu verbessern, und plädieren für eine breitere Debatte; zugleich wird betont, dass das Konzept des „Wasserbankrotts“ allein nicht ausreicht, um die Komplexität der Wasserproblematik abzubilden
Übermäßige Wasserentnahme sowie die Verschmutzung von Grund- und Oberflächengewässern führen in vielen Regionen der Welt bereits zu erheblichem Wassermangel. Ein aktueller Report der Universität der Vereinten Nationen (Unu) sieht daher den Beginn eines globalen Wasserbankrotts („water bankruptcy“) gekommen. Sinkende Grundwasserstände, schmelzende Gletscher sowie der Verlust von Flussauen und Feuchtgebieten tragen demnach dazu bei, dass Teile des globalen Wasserkreislaufs bereits unumkehrbar geschädigt sind. Als Hotspots nennt der Report, der am 20.01.2026 veröffentlicht wurde (siehe Primärquelle), den Nahen Osten sowie Teile Südasiens. Dort seien die Grundwasserspiegel infolge intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und fortschreitender Urbanisierung dauerhaft gesunken. Der Klimawandel verschärfe diese Entwicklungen zusätzlich. Eine Modellierungsstudie kam bereits 2025 zu dem Ergebnis, dass die Wasserverfügbarkeit in mehreren Weltregionen gefährdet sein könnte, wobei Städte besonders betroffen sind [I].
In der aktuellen Studie ist es laut Hauptautor Kaveh Madani, der zugleich Direktor des Uno-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit ist, daher an der Zeit, ein neues Konzept einzuführen, das verdeutlicht, dass viele Regionen über ihre hydrologischen Verhältnisse leben. Mit den Begriffen „Wasserbankrott“ und „Wasserinsolvenz“ greift Madani bewusst auf eine Metapher aus der Finanzwelt zurück, um zu verdeutlichen, dass zahlreiche Gesellschaften nicht nur ihre jährlichen „Einnahmen“ aus Wasserzufuhren in Flüssen, Böden und Schneedecken überschritten haben, sondern auch langfristige „Reserven“ in Grundwasserleitern, Gletschern und anderen natürlichen Speichern aufgebraucht sind.
Professorin für Hydrologie, Institut für Physische Geographie, Fachbereich Geowissenschaften/Geographie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Unumkehrbare Veränderungen
„Der neue Bericht der United Nations University (Unu) ist eine gute zusammenfassende Darstellung des Zustands des globalen Wassersystems, der sich insbesondere durch die Verwendung eines neuen Begriffs für diesen Zustand auszeichnet: ‚water bankruptcy‘ (Wasserinsolvenz). Ich teile die Einschätzung des neuen Unu-Berichts insofern, dass das globale Wassersystem insgesamt – und lokale bis regionale Systeme sehr unterschiedlich stark – durch mengenmäßige Übernutzung, die Verschlechterung der Wasserqualität und andere Belastungen von Süßwasserökosystemen irreversibel verändert wurden.“
„Die Unumkehrbarkeit wird durch den oft verwendeten Begriff ‚Wasserstress‘, der meist durch das Verhältnis von menschlicher Wassernutzung zu Wasserressourcen operationalisiert wird, nicht deutlich. Der Begriff ‚Wasserkrise‘ ist tatsächlich insofern irreführend, als dass eine Krise als kurzfristige Erscheinung verstanden wird, die durch geeignetes Handeln überwunden werden kann. Wobei meist gemeint ist, dass alles so bleibt wie vorher. Allerdings ist es auch der weitverbreitete Begriff ‚Klimakrise‘ mindestens ebenso irreführend, da ja zumindest in Zeiträumen von vielen Tausenden von Jahren selbst bei den stärksten Klimaschutzmaßnahmen keine Rückkehr zum vorindustriellen Klima möglich ist.“
Wasserbankrott
„Um Menschen, die sich wenig mit dem ökologischen Zustand unserer Erde befassen, über den irreversibel degradierten Zustand des globalen Wassersystems zu informieren, mag es sinnvoll sein, einen Begriff aus dem Finanzwesen zu verwenden, da Insolvenz zum einen widerspiegelt, dass mehr Wasser (Geld) genutzt und degradiert (ausgegeben) wurde, als vorhanden ist, und zum anderen, dass die Wassersysteme so, wie sie einmal waren, nicht mehr weiterexistieren.“
„Ich kann dem Autor der Studie auch dahingehend folgen, dass er hofft, dass es durch den Begriff ‚Wasserinsolvenz‘ auch der positive Impuls zu einem Neuanfang gegeben werden kann. Die Begriffsbestimmung in der Studie bezieht sich auf Wassermengen, insbesondere die Veränderung natürlicher Wasserflüsse und Wasserspeicher durch Wasserentnahmen durch den Menschen. Damit geschieht implizit eine räumliche Fokussierung auf die trockenen Gebiete der Erde, in denen insbesondere aufgrund der Notwendigkeit der Bewässerung in der landwirtschaftlichen Produktion die Wasserentnahmen im Vergleich zu den Wasserressourcen groß sind. Das unterschätzt die tatsächlich weltweite Problemlage.“
Limitationen der Argumentation
„Zum einen fehlt in der Studie der deutliche Bezug zum Klimawandel, der – anders als die eher lokal bis regional auftretenden Änderungen der Wasserressourcen durch menschliche Wassernutzung – die Wasserressourcen überall auf der Erde irreversibel verändert hat und verändern wird. Zum anderen werden die Degradierung von Wasserqualität und die Veränderung der Lebensbedingungen für Süßwasserlebewesen, die auch in den feuchten Gebieten der Erde, wie in Deutschland, eklatant und zumindest teilweise irreversibel sind, nicht betrachtet. Die enge Verbindungen zwischen den ‚Insolvenzen‘ der Atmosphäre (Klimawandel), der Biosphäre (Biodiversitätsverlust) und der Hydrosphäre hätte verdeutlicht werden müssen.“
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung, Mülheim an der Ruhr
Wasserbankrott
„Global betrachtet ist der Begriff ‚Wasserinsolvenz‘ durchaus keine abwegige Allegorie. Im Bezug auf Wasser bedeutet Insolvenz, dass die Menschen mehr aus Flüssen und Grundwasserleitern entnommen haben, als wir zurückgeben können. Es braucht einen Neustart. In einem Insolvenzverfahren müssten dann alle Wasser-Nutzenden klären, wie die ‚Schulden‘ zurückgezahlt werden können. Das trifft aber nicht auf alle Regionen der Erde zu.
Man kann sich den Wasserhaushalt auch als eine Art Bankkonto vorstellen, auf das regelmäßig eingezahlt wird. Zum Beispiel bei Regen. Nun wurde aber von diesem Konto mehr abgehoben, als hinzugekommen ist. Und jetzt befinden wir uns in einigen Regionen auf der Welt im Minus. In einigen Fällen sind dadurch Schäden entstanden, die heute nicht mehr umkehrbar sind, wie beispielsweise Landsetzung.
Letztlich leihen wir uns das Wasser nur von der Natur. Die Frage ist, ob und in welchem Zustand wir es zurückgeben. Wenn wir es nicht oder nur in einem schlechten Zustand zurückgeben, ruinieren wir unsere wichtigste Lebensgrundlage.“
„Der Planet als Ganzes ist sicherlich nicht bankrott. Es gibt aber Regionen, in denen mehr Wasser genutzt wurde und wird, als verfügbar ist. Um in der Allegorie zu bleiben: Hier hat man sich gegenüber der Natur verschuldet. Für die Menschen vor Ort hat das ernsthafte Konsequenzen. Wasser ist Grundlage zum Leben und für wirtschaftliche Aktivitäten. Wenn es knapp wird, wird es teurer. Knappes Wasser hat also auch wirtschaftliche Folgen.“
Wasserkreislauf
„Der Wasserkreislauf ist global. Regeln für den Umgang mit Wasser werden allerdings oft nur innerhalb von politischen Grenzen festgelegt. Wasser bewegt sich aber über Landesgrenzen hinweg. Man denke an Regen, Flüsse und Grundwasser.
Wenn man versucht eine souveräne Wasserversorgung aufzustellen, muss man auch den Nachbarn mitdenken. Man darf nicht in die Falle tappen und einen egoistischen Umgang mit Wasser fördern. Es lohnt sich, die Bewirtschaftung von Wasser nahe an dem natürlichen Wasserkreislauf auszurichten, sodass auch benachbarte Regionen ausreichend mit Wasser versorgt werden können. Das ist eine Frage der Fairness.“
„In Deutschland und Europa gibt es da gute Ansätze. Wir haben auf EU-Ebene beispielsweise eine fortschrittliche Wasserpolitik. Mit der Wasserrahmenrichtlinie gibt es einen klaren rechtlichen Rahmen. Aber wir haben auch lange von einer ausreichenden Wasserverfügbarkeit profitiert. Dürreperioden und die zu erwartenden klimatischen Veränderungen werden zeigen, ob der existierende rechtliche Rahmen auch in Zukunft für Europa ausreicht.“
Positive Beispiele
„Ich denke, es ist wichtig, die Erfolgsstories zu erzählen. Zum Beispiel die Niederlande: Dort ist der nachhaltige Umgang mit Wasser seit Jahrhunderten etabliert. Oder Kalifornien. Dort hat man aufgrund der vergangenen 20 Jahre viel in die Wasserinfrastruktur investiert. Man hat erhebliche Teile der Wasserbewirtschaftung neu ausgerichtet, um eine zukunftsfähige Wirtschaft zu gewährleisten. Auch Australien hat nach einer Jahrhundertdürre neue Ansätze zum nachhaltigen Umgang mit Wasser gefunden. Diese Geschichten zeigen, dass es geht. Die Frage ist nur, wie man in strukturschwachen oder politisch herausgeforderten Regionen die erforderlichen Rahmenbedingungen für solche Umbrüche schaffen kann.“
Leiter der Forschergruppe Sicherer Handlungsraum Biosphäre, Forschungsabteilung Erdsystemanalyse, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Potsdam, und Professur für Klimasystem und Wasserhaushalt im Globalen Wandel, Geografisches Institut, Humboldt-Universität Berlin
Das Konzept der Wasserinsolvenz
„Die Absicht ist, auf besonders schwer zu bewältigende oder sogar unumkehrbare Veränderungen im Wasserkreislauf hinzuweisen, die mit eher vagen Definitionen nicht angemessen beschrieben werden. Das ist an sich sinnvoll, doch reichen ökonomische Begriffe wie Insolvenz, Einkommen, Konto oder Kapital allein nicht aus für die notwendige breitere Perspektive auf die Wasserproblematik.“
Ära der Wasserinsolvenz
„Die planetare Grenze für Süßwasserveränderungen ist bereits seit längerer Zeit überschritten, da Veränderungen des Wasserhaushalts wie beispielsweise im Abfluss, der Bodenfeuchte und der Verdunstung in immer mehr Regionen – teils unumkehrbar – weit über die natürlichen Schwankungen hinausgehen. Wir dürfen weltweit, in Europa und in Deutschland auch nicht der Versuchung unterliegen, kurzfristige Schwankungen oder Verbesserungen als Umkehr der Langzeittrends zu deuten.
„Allerdings hängt diese Einschätzung von den verwendeten Definitionen, Indikatoren und Schwellenwerten ab. Die aktuelle Studie liefert dafür einen neuen formalisierten Ansatz, und die darin zusammengetragenen schwerwiegenden Probleme bestätigen auf diese Weise den Eindruck einer insgesamt schwerwiegenden Schieflage der Weltwassersituation. Aber die Ursachen, das Zusammenwirken und die kritischen Grenzen der verschiedenen Phänomene sind noch weiter zu erforschen.“
Report als Weckruf
„Ein Paradigmenwandel in der Wasserwirtschaft ist schon seit längerer Zeit im Gespräch und auch teils im Gange. Dieser Report ist ein weiterer Weckruf, die notwendige Renaissance zu forcieren – insbesondere angesichts der beschriebenen Wassernöte. Bei aller Ernsthaftigkeit gibt es ein weites Spektrum an nachhaltigen Lösungsoptionen, das es nur zu fördern und umzusetzen gilt.“
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Hydrologie und Wasserressourcen, Imperial College London, Vereinigtes Königreich
Ära der Wasserinsolvenz
„Der Bericht und der Begriff der ‚Ära der Wasserinsolvenz‘ hat eine ganz wichtige Funktion: die Augen zu öffnen für den kritischen Zustand der globalen Wasserressourcen. Die unzureichende globale Wassersicherheit hat sich in den letzten Jahrzehnten weiter verschärft und ist in vielen Regionen kein Ausnahmezustand mehr, sondern ein sich stetig verschlechternder Dauerzustand. Der Begriff der ‚Wasserinsolvenz‘ soll zeigen, dass eine Umkehrbarkeit der Lage ausgeschlossen ist. Der Bericht zeichnet damit ein sehr düsteres Bild und beschreibt die Aussichtslosigkeit der Lage und das Scheitern, globale Wasserprobleme in den Griff zu bekommen. Als Konsequenz fordern die Autoren eine globale Wasseragenda.“
„Ich stimme zu, dass die Lage kritisch ist. Der starke Fokus auf einer globalen Wasseragenda und der Begriff der ‚Wasserinsolvenz‘ sollten jedoch nicht ein Gefühl der Resignation und des Scheiterns auslösen, vor allem nicht bei nationalen und lokalen Akteuren. Nationale und lokale Ansätze bieten häufig die wirksamsten und schnellsten Lösungen, da sie direkt an regionale Bedürfnisse angepasst sind. Es gibt zahlreiche lokale Lösungsansätze, die belegen, dass ein nachhaltiger Umgang mit Wasserressourcen und eine Umkehrbarkeit kritischer Lagen zumindest in Teilen möglich ist. Einige wenige Beispiele hierfür sind umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen, die Wiedervernässung von Feuchtgebieten, die Nutzung traditioneller historischer Wasserspeicher- und Bewässerungssysteme, Regenwasserrecycling, gesteuerte Grundwasseranreicherung, strengere Wasserqualitäts- und Wasserentnahmevorgaben sowie eine effizientere Wassernutzung.“
Die Lage in Deutschland
„Die Autor*innen weisen zu Recht darauf hin, dass der globale Wasserkreislauf zunehmend verflochten ist und Ursachen und Auswirkungen von Wasserproblemen räumlich häufig auseinanderfallen. Deutschland ist dafür ein gutes Beispiel. Deutschland nutzt im Schnitt nur rund zehn Prozent seines Wasserdargebots und gilt damit auf nationaler Ebene als kaum wassergestresst [1]. Dennoch tragen wir wesentlich dazu bei, die planetare Grenze für Süßwasser zu überschreiten. Denn Deutschlands Wasserverbrauch findet überwiegend im Ausland statt. Über 80 Prozent des deutschen (Blau-)Wasserverbrauchs ist ‚importiertes‘ Wasser aus anderen Ländern, vor allem aus Indien, Pakistan und Ägypten [2].“
„Durch den Import von sogenanntem ‚virtuellen Wasser‘ in Lebensmitteln und Industriegütern tragen wir wesentlich zur Übernutzung von Aquiferen (grundwasserführende Gesteinsschichten; Anm. d. Red.), zu hohen Grundwasserentnahmen und Wasserverschmutzung in anderen Regionen bei. Vor diesem Hintergrund ist es richtig und notwendig, dass Wasserthemen in internationalen Verhandlungen eine zentralere Rolle brauchen und Anstrengungen zur Verbesserung der Wassersicherheit global gerecht verteilt werden.“
„Innerhalb Deutschlands sind es vor allem die intensive Landwirtschaft mit hohen Stickstoff- und Nitrateinträgen, zunehmende landwirtschaftliche Bewässerung, Bodenverdichtung, Entwässerung von Mooren sowie die hohe Bodenversiegelung, die unsere Wasserressourcen deutlich belasten und auch in Deutschland zum Überschreiten der Belastbarkeitsgrenzen führen.“
Report als Weckruf
„Zurück zum Unu-Bericht: Der starke Fokus auf eine globale Agenda, den die Autoren fordern, birgt meines Erachtens auch Risiken. Angesichts der aktuellen geopolitischen Situation sind schnelle, global abgestimmte politische Entscheidungen wohl kaum realistisch. Da der Handlungsdruck hoch und die Herausforderungen lokal sehr unterschiedlich sind, dürfen lokale Wassermanagement-Anstrengungen nicht in den Hintergrund geraten und auf globale Entscheidungen warten. Ich stimme zu, globale Abkommen sind unverzichtbar, um den Schutz von Wasserressourcen zu koordinieren und finanzielle Mittel gerechter zu verteilen. Ihre Wirkung entfalten sie jedoch nur, wenn sie lokale Akteure stärken. Wasserlösungen sind am wirksamsten, wenn sie von denen entwickelt werden, die mit dem Wasser leben. Wichtig ist: Der Bericht sollte nicht demotivieren und das Scheitern in den Vordergrund stellen, sondern uns wachrütteln und zu Aktion aufrufen, auf globaler, nationaler und lokaler Ebene.“
Alexander von Humboldt Professor, Leiter der Forschungsgruppe Analyse hydrologischer Systeme, Institut für Umweltwissenschaften und Geographie, Universität Potsdam
Konzept der Wasserinsolvenz
„Der Report von Prof. Madani ist eine gute Zusammenfassung der derzeitigen Situation und beschriebt Ideen, wie man damit umgehen könnte oder sogar sollte. Es ist ein guter Ansatz, um eine breite Diskussion anzustoßen.“
„Im Zeitalter der Polykrisen ist es immer schwieriger, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf bestimmte Probleme zu lenken. Insbesondere wenn sich diese Krisen über viele Jahre hinziehen, oder immer wieder auftreten wie im Fall von Dürren oder Hochwassern. Prof. Madani hat daher den Begriff der Wasserinsolvenz (‚water bankruptcy‘) definiert, der die Dramatik der Wassersituation in vielen Regionen der Welt gut abbildet, und der vielen Menschen zugänglich ist, da sie ihn aus der Wirtschaftswelt kenne.“
„Der Begriff ,Krise‘ bezieht sich für viele Menschen auf einen eher kurzfristigen Zustand, den man nur besser managen muss, bis es dann wieder besser wird. Nach einer Insolvenz muss man aber grundsätzlich anders haushalten. In vielen Regionen geht es darum, grundsätzlich anders mit den Wasserresourcen umzugehen, die wir haben, oder in Zukunft unter Einfluss des Klimawandels haben werden. Der Begriff ist daher sehr gut geeignet, um eine breite Diskussion anzustoßen. Wo trifft er zu? Wo nicht? Was können wir tun?“
Ära der Wasserinsolvenz
„Es ist für das Thema Wasser schwierig, die Welt mit einem Mittelwert zu beschreiben. Auch wenn der globale Wasserverbrauch über einem festgelegten Grenzwert liegt, gibt es doch große regionale Unterschiede, die sehr wichtig sind. Regional ist es relevant, wie weit Wasserangebot (langfristiger Niederschlag minus Verdunstung) und Wasserbedarf (menschliche Nutzung und der Bedarf der Natur) auseinanderliegen. Liegt der Bedarf langfristig und regelmäßig über dem Angebot, dann haben wir ein sehr großes Problem und wir brauchen Veränderungen in der Wassernutzung.“
Die Situation in Deutschland und Europa
„Für Europa sieht man einen Gradienten der – etwas vereinfacht – vom wasserreichen Norden zum wasserarmen Süden geht. Wasserverfügbarkeit variiert sehr stark, und man hat sich dem in der Regel angepasst, indem man in wasserarmen Regionen weniger Wasser nutzt oder Grundwasser nutzt – Letzteres allerdings dann meist nicht auf nachhaltige Art und Weise.“
„Deutschland liegt zentral in Europa und wir haben generell mehr Wasserangebot, als wir nutzen. Allerdings sieht man hier schon das Problem mit Mittelwerten, da wir immer wieder in verschiedenen Regionen Wasserprobleme haben, beispielsweise in trockeneren Regionen wie Brandenburg. Und wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass sich diese Wasserprobleme in sehr trockenen Jahren auch auf ganz Deutschland oder sogar ganz Europa ausbreiten können.“
Auf die Frage, inwiefern sich Flüsse, Aquifere und Feuchtgebiete bereits jenseits kritischer Kipppunkte befinden. Der U.S.-Dürremonitor zeigt für Kalifornien infolge ausgiebiger Winterniederschläge erstmals seit Jahren keine Dürrebedingungen mehr (Stand: 13.01.2025):
„Die Aufmerksamkeit, die Kalifornien bekommt, weil der US-Dürremonitor jetzt mal wieder 100 Prozent dürrefrei zeigt, verdeutlicht die Problematik der zeitlichen Variabilität. Kalifornien hatte einige sehr dramatische dürrereiche Jahre, war aber in den vergangenen Jahren auch immer wieder über 90 Prozent dürrefrei. Es ist also keineswegs alles wieder gut, nur weil der Wert für ein paar Wochen bei 100 liegt – auch wenn dies zumindest etwas Erholung für Natur und Gesellschaft bedeutet.“
Konzepte für die Ära der Wasserinsolvenz
„Das Konzept des integrierten Wasserressourcen-Managements bleibt sicher regional sehr relevant. Global geht die Situation aber darüber hinaus und wir müssen berücksichtigen, dass zum Beispiel virtueller Export von Wasser in der Form von landwirtschaftlichen Produkten oft zu nicht nachhaltiger Wassernutzung führt. Auch können Dürren in armen Ländern potenziell zu neuen Flüchtlingsströmen führen, die durch fehlende internationale Hilfe nicht mehr regional gemanagt werden können.“
„Was wir daher brauchen, ist ein globales Verständnis der Wasserdynamiken und ihrer Auswirkungen im integrierten System Mensch-Erde. Wir müssen dieses komplexe System verstehen, damit wir sowohl direkte als auch indirekte Gründe für und Konsequenzen (Landnutzung, Klima, Energie, Biodiversität) von Wassermangel verstehen und wenn möglich auch Vorhersagen können. Es bedarf einem Forum für eine kontinuierliche Beteiligung aller Länder an einer solchen Analyse und an der Entwicklung von Ansätzen, um hier positiv einwirken zu können. Damit könnte man auf höhere Ebene eingreifen, als man es derzeit macht, und damit Wasser zur Verbesserung vieler nutzen, wie es im Report angedacht ist.“
Report als Weckruf
„Wenn sich Randbedingungen ändern, dann sind alte Businessmodelle irgendwann nicht mehr rentabel, wie beispielsweise Videotheken. Dann muss ein neues Modell her, beispielsweise das Streaming. Durch den Klimawandel können viele Regionen mit ihrer Wassernutzung nicht mehr so weitermachen wie vorher und müssen umdenken. Allerdings besteht immer die Gefahr, dass man versucht, den alten Ansatz so lange wie möglich beizubehalten, was irgendwann immer teurer und immer weniger nachhaltig wird.“
Leiter der Forschungsgruppe Wasserressourcen am Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Konzept des Wasserbankrotts
„Wasserstress und -krisen können in der Regel bewältigt werden, sind also zumindest perspektivisch temporär und die Zustände reversibel. Die Autoren führen ‚water bankruptcy‘ ein, um auch irreversible Zustände zu erfassen, von denen aus in absehbarer Zeit nur eine verringerte Systemleistung erreicht werden kann. Die Motivation dazu ist verständlich, da die Wasserressourcen in vielen Regionen der Erde weniger neu gebildet werden, als sie genutzt werden.“
„Der Begriff ‚water bankruptcy‘ wurde vor allem vom Hauptautor dieser Studie, Madani, seit 2008 zunächst für den Iran verwendet und weitentwickelt. Dieser allgemeinverständliche und drastische Begriff kann eher als eine Metapher dienen, denn als neues wissenschaftliches Konzept. Die Verwendung des Begriffes ‚water bankruptcy‘ ist sogar problematisch, da im juristischen und ökonomischen Kontext darunter eher eine reversible Entwicklung (Sanierung der Firma) oder das fatale Ende (der Firma) verstanden werden, aber eben nicht eine Fortführung unter langfristig verringerter Systemleistung. Insofern ist der Begriff der ‚water bankruptcy‘ eher aktivistisch oder populärwissenschaftlich, als dass er präzise und wissenschaftlich fundiert wäre. Die Übersetzung als ,Wasserinsolvenz‘ trifft es nicht richtig. ,insolvency‘ und ,bankruptcy‘ haben im Englischen unterschiedliche Bedeutungen. Beides verwendet der Autor differenziert.“
„Es stellt sich die Frage nach alternativen Begriffen für einen Zustand, der mit bisherigen Begriffen schwer zu beschreiben scheint. Reichen die Konzepte der ,tipping points‘ (Kipppunkte), der ,planetary boundaries‘, der Resilienz sowie der nachhaltigen Bewirtschaftung von Ressourcen nicht für das aus, was der Autor aussagen möchte? Leider hat Madani es versäumt, hier eine Abgrenzung besser auszuarbeiten. Er zitiert sich selbst häufig, belegt aber nicht, warum und ab welcher Schwelle der globale Wasserkreislauf durch menschliches Handeln dauerhaft so beeinträchtigt ist, dass er den Begriff ‚water bankruptcy‘ anwendet. Die von Madani nur im Report, aber nicht in seinem theoretischen Artikel zitierte Studie [3] erweiterte das Konzept der ‚planetary boundaries‘, welches die Grenzen eines globalen sicheren Handlungsspielraum für die Menschheit untersucht, um das sogenannte ‚grüne Wasser‘ auf der Landoberfläche und im Boden, welches für die Nahrungsproduktion von großer Bedeutung ist. Sie kommen im Unterschied zu dem Schluss, dass der Wasserkreislauf den sicheren Bereich verlassen hat.“
„Was Madani mit dem Begriff der ‚water bankruptcy‘ belegt, ist zunächst ein Versagen des Wassermanagements, indem die Ressource stärker genutzt wird, als sie sich wieder regenerieren kann. Das ist ein klassischer Fall einer nicht nachhaltigen Bewirtschaftung einer natürlichen Ressource. Der adäquate Betrachtungsmaßstab ist eher regional. Wird der Bedarf nach der Ressource nicht mehr gedeckt – die ‚Insolvenz‘ oder das Systemversagen – dann kann der Begriff der Resilienz beschreiben, ob und wie sich das System von dem Zusammenbruch erholt. Es können, auch durch Rückkopplungseffekte mit anderen Prozessen, Kipppunkte erreicht werden, an denen das System sich nicht wieder erholen kann. Erweitert man den Maßstab auf eine globale Betrachtung, dann kann diese Kette fortgeführt werden zu irreversiblen Konsequenzen für den globalen Wasserkreislauf mit dem bereits von anderen Autoren postulierten Verlassen des sicheren Handlungsraumes für die Ressource Wasser, wenn die vorher genannten Effekte vielerorts auftreten. Madani verkehrt hier meiner Ansicht nach die Reihenfolge und stellt seine Erkenntnisse so dar, als wären sie eine Schlussfolgerung aus den Erkenntnissen der globalen Studien.“
„Zusammengefasst: Es besteht Bedarf, die Grenzen im Zusammenspiel zwischen Menschen und Umwelt in der Wassernutzung zu ermitteln, und es besteht regional wie auch global Handlungsbedarf, die Wasserbewirtschaftung zu verbessern. Der Begriff ‚water bankruptcy‘ ist allerdings semantisch unpassend. Seine Abgrenzung zu vorhandenen Konzepten sowie der Maßstab der Anwendung sind nicht ausreichend begründet. Der Autor dieses Kommentars sieht den Begriff als aktionistisch an und würde ihn nicht im wissenschaftlichen Kontext verwenden, auch wenn das dahinterstehende Problem evident ist.“
Ära der Wasserinsolvenz?
„Es ist wohl unstrittig, dass einzelne Komponenten des Wasserkreislaufes zumindest regional irreversibel beeinträchtigt worden sind. Das betrifft insbesondere Feuchtgebiete, die übrigens auch in Norddeutschland schon vor Jahrzehnten durch Entwässerung großflächig geschädigt und zerstört worden sind. Als Kippunkt (tipping points) im globalen Wasserkreislauf wird zudem oft das Abschmelzen von Gletschern genannt. Das ‚Zeitalter der Wasserinsolvenz‘ auszurufen, ist recht alarmistisch und pessimistisch. Diese Kritik am Begriff soll nicht davon ablenken, dass die Menschheit vor großen Herausforderungen in der Bewirtschaftung der Ressource Wasser steht. Das haben allerdings sehr viel differenziertere Studien schon früher herausgefunden. Der aktuelle Bericht enthält keine neuen Erkenntnisse und keine Beweise, die einen neuen Begriff rechtfertigen.“
Auf die Frage, inwiefern sich Flüsse, Aquifere und Feuchtgebiete bereits jenseits kritischer Kipppunkte befinden. Der U.S.-Dürremonitor zeigt für Kalifornien infolge ausgiebiger Winterniederschläge erstmals seit Jahren keine Dürrebedingungen mehr (Stand: 13.01.2025):
„Die Beobachtung, dass in Kalifornien erstmals seit 25 Jahren keine Dürre herrscht, beruht auf einer einzelnen Saison und ist noch keine Garantie dafür, dass sich die Dürre dort nicht in Kürze fortsetzt. Aber dieses Ereignis verdeutlicht, dass wir damit vorsichtig sein müssen, beim flüssigen Wasserkreislauf von irreversiblen Zuständen zu sprechen und von Regionen auf den Globus zu schließen. Ein wesentlicher Antrieb ist das sehr dynamische Niederschlagsgeschehen. Die Gesamtmenge Wasser auf der Erde und in der Atmosphäre verändert sich nicht wesentlich. Der Klimawandel beschleunigt den Wasserumsatz, sodass Extreme häufiger erwartet werden. Ferner kann die Atmosphäre durch Erwärmung mehr Wasser aufnehmen, das der Landoberfläche (einschließlich Grundwasser) dann fehlt. Zurück zu Kalifornien: Es bleibt die Frage, wie die unerwarteten Wassermengen jetzt bewirtschaftet werden. In der Begrifflichkeit von Madani ist Kalifornien wieder ,solvent‘, aber es ist noch nicht ausgemacht, ob sich das wasserwirtschaftliche System dort langfristig erholt.“
Auf die Frage, inwiefern sich aus Ihrer Erfahrung konstatieren lässt, dass der „global water cycle has moved beyond its safe planetary boundary“:
„‚The global water cycle has moved beyond its safe planetary boundary‘ ist eine Aussage, die zumindest für das ‚grüne‘ Wasser in den zuvor zitierten Studien gemacht wird. Ich habe dies nicht selbst quantitativ untersucht, halte es aber in Anbetracht der Bedeutung der Bewässerungslandwirtschaft und der wachsenden Erdbevölkerung für eine begründete Sorge. Da wiederholt Madani lediglich Schlüsse aus früheren Studien.“
Lage in Deutschland
„Für Deutschland sehe ich nicht, dass wir die Ressource Wasser insgesamt so intensiv nutzen, dass es zu einer ‚Insolvenz‘ führen wird, da auch das Wasserdargebot recht hoch ist – außer vielleicht auf lokaler Ebene oder bei extremer Trockenheit. Probleme in Deutschland bestehen in der Kleinräumigkeit der Wasserversorgung, die in Extremlagen eher an ihre Grenzen stoßen kann als besser vernetzte Infrastrukturen, und in der Belastung des Grundwassers mit Nitrat, welche die Wasserverfügbarkeit für Trinkwasser einschränken beziehungsweise zu hohen Aufbereitungskosten führen kann. Ähnlich sieht es in weiten Teilen Europas aus: Das Versagen der Wasserversorgung ist lokal möglich, aber in der Regel reversibel. Es gibt allerdings Regionen im Mittelmeerraum, die durch Wetterextreme sehr stark betroffen sind. Der sichere Handlungsspielraum wurde dort regional mutmaßlich verlassen und die Folgen des Klimawandels werden die Lage im Mittelmeerraum voraussichtlich verschärfen.“
Ungerechtfertigte Kritik am Integrierten Wasserressourcenmanagement
„Wenn man die drohende beziehungsweise schon laufende Entwicklung von vielerorts nicht nachhaltig bewirtschafteten Wasserressourcen hin zu einem globalen Risiko für den Wasserkreislauf stoppen möchte, dann bleibt nur eine koordinierte Handlung auf globaler Ebene zusammen mit der regionalen Ebene. Der alte Spruch ‚think globally, act locally‘ trifft auf Wasser im Besonderen zu. Eine nachhaltige Wassernutzung kann nur dort verwirklicht werden, wo Wasser bewirtschaftet wird – das fängt im Kleinen im Haushalt an, betrifft aber insbesondere Flussgebiete oder Regionen mit Wasserstress und Wasserkrisen. Da wir die natürliche Wasserverfügbarkeit kaum beeinflussen können, bleibt nur die Option, das Wassermanagement zu optimieren und den Wasserbedarf zu reduzieren. Dafür sind viele Techniken in nahezu allen Sektoren vorhanden. In wirtschaftlich schwachen Regionen, die zusätzlich oft mit Regionen unter Wasserstress zusammenfallen, fehlen allerdings die Mittel, um die nötigen Investitionen zu stemmen, oder es mangelt an gutem Wassermanagement.“
„Die Autoren kritisieren das Konzept des IWRM (integrated water resources management; Anm. d. Red.). Das ist nicht neu. Schon vor vielen Jahren wurde es als zu theoretisch und schwer umsetzbar angesehen. Das Missverständnis besteht darin, dass es keine global anwendbare Schablone gibt, nach der man regionales Wassermanagement gut und nachhaltig aufsetzen kann, sondern nur Grundprinzipien. Ich teile nicht, dass IWRM ungeeignet ist, solange es keine besseren Entwürfe gibt. Gutes Wassermanagement ‚top-down‘ vorzugeben wird auf globaler Ebene vermutlich noch weniger funktionieren als in der Region. Globale Institutionen wie die Vereinten Nationen (UN) beziehungsweise die Unesco arbeiten viel zu Wassermanagement, aber sie können nur Empfehlungen geben und Wissen vermitteln. Dazu können allerdings globale Wasser-Agenden und die UN-Wasserkonferenzen wichtige Meilensteine der Wasserpolitik setzen. Madani verweist zu Recht auf die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der UN, bei denen Wasser eine wichtige Rolle spielt. Die Umsetzung der SDGs hat bereits viel bewirkt, ist aber noch nicht am Ziel.“
Auf die Frage, inwiefern das im Report eingestandene „Scheitern“ die Voraussetzung für einen Neuanfang im globalen Wassermanagement ist:
„Der Report trägt eine stark pessimistische Botschaft in mehrfacher Hinsicht, ohne diese zu beweisen. Das Scheitern einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung, die mit IWRM angestrebt wurde, und eine irreversible Störung des globalen Wasserkreislaufes lassen Schlimmes erwarten. Im Iran ist aktuell eine solch drastische Lage zu beobachten. Die Autoren der Studie haben sie seit Langem kommen sehen. Das globale Scheitern mag jedoch bezweifelt werden. Es gibt Beispiele für gelungenes IWRM, zum Beispiel in Rajasthan (Indien), wofür es 2015 den renommierten Stockholm-Wasserpreis gab, aber auch in der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Für irreversibel gehaltene Veränderungen konnten vielerorts korrigiert werden. Aktuell wird viel an der Wiederherstellung von Feuchtgebieten gearbeitet. Da der Wasserkreislauf von der Natur angetrieben wird und die menschliche Seite steuerbar ist, sehe ich hier nicht so schwarz in die Zukunft. Es ist nicht wie mit dem Verlust der Biodiversität, der möglicherweise nie ausgeglichen werden kann. Beim Wassermanagement braucht es vielleicht keinen Neuanfang, sondern weiteres beständiges Arbeiten auf regionaler Ebene, um das Wassermanagement zu verbessern, den Wasserbedarf zu reduzieren und die Qualität des Wassers zu erhalten, flankiert von verstärkten globalen Bemühungen beispielsweise in der Erreichung der SDGs (sustainable development goals; Anm. d. Red.).“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
„Ich bin mir über keine Interessenkonflikte bewusst. Ich war nicht an der Studie und dem Bericht beteiligt.“
„Ich war in keiner Weise bei der Erstellung dieses Reports beteiligt. Ich kenne Prof. Madani seit vielen Jahren von Gesprächen auf Konferenzen oder Workshops. Allerdings haben wir nie zusammen gearbeitet oder gemeinsam publiziert – es könnte sein, dass wir beide auf Community Papern stehen, aber diese haben sehr viele Autoren (manchmal über 100). Ich sehe also keinen Interessenkonflikt.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte. Ich stehe aktuell mit keinem der Autoren in Kontakt oder in Abhängigkeit und habe auch keine wirtschaftlichen Interessen im Zusammenhang mit dem Artikel. Mit Amir AghaKouchak besteht eine frühere Co-Autorschaft ohne engere persönliche Zusammenarbeit oder Abhängigkeit.“
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Primary source
Madani K (2026): Global Water Bankruptcy: Living beyond our hydrological means in the post-crisis era. Reports and Proceedings United Nations University Institute for Water, Environment and Health (UNU-INWEH). DOI: 10.53328/INR26KAM001.
In Ergänzung zum Report liefert ein akzeptiertes Manuskript weitere theoretische Einordnungen:
Madani K. (2026) Water Bankruptcy: The Formal Definition. Water Resources Management. Im Druck.
Literaturstellen, die von den Expert:innen zitiert wurden
[1] Umweltbundesamt (2025): Trockenheit in Deutschland – Fragen und Antworten. Website. Stand: 30.07.2025.
[2] Bunsen J et al. (2021): Germany's global water consumption under consideration of the local safe operating spaces of watersheds worldwide. Cleaner and Responsible Consumption. DOI: 10.1016/j.clrc.2021.100034.
[3] Rockström J et al. (2023): Safe and just Earth system boundaries. Nature. DOI: 10.1038/s41586-023-06083-8.
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] Ravinandrasana VP et al. (2025): The first emergence of unprecedented global water scarcity in the Anthropocene. Nature Communications. DOI: 10.1038/s41467-025-63784-6.
Dazu auch: Science Media Center (2025): Ausmaß der globalen Wasserknappheit infolge des Klimawandels. Statements. Stand: 23.09.2025.
Prof. Dr. Petra Döll
Professorin für Hydrologie, Institut für Physische Geographie, Fachbereich Geowissenschaften/Geographie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Information on possible conflicts of interest
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Dr. Thomas Riedel
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung, Mülheim an der Ruhr
Prof. Dr. Dieter Gerten
Leiter der Forschergruppe Sicherer Handlungsraum Biosphäre, Forschungsabteilung Erdsystemanalyse, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Potsdam, und Professur für Klimasystem und Wasserhaushalt im Globalen Wandel, Geografisches Institut, Humboldt-Universität Berlin
Information on possible conflicts of interest
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Dr. Rike Becker
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Hydrologie und Wasserressourcen, Imperial College London, Vereinigtes Königreich
Information on possible conflicts of interest
„Ich bin mir über keine Interessenkonflikte bewusst. Ich war nicht an der Studie und dem Bericht beteiligt.“
Prof. Dr. Thorsten Wagener
Alexander von Humboldt Professor, Leiter der Forschungsgruppe Analyse hydrologischer Systeme, Institut für Umweltwissenschaften und Geographie, Universität Potsdam
Information on possible conflicts of interest
„Ich war in keiner Weise bei der Erstellung dieses Reports beteiligt. Ich kenne Prof. Madani seit vielen Jahren von Gesprächen auf Konferenzen oder Workshops. Allerdings haben wir nie zusammen gearbeitet oder gemeinsam publiziert – es könnte sein, dass wir beide auf Community Papern stehen, aber diese haben sehr viele Autoren (manchmal über 100). Ich sehe also keinen Interessenkonflikt.“
PD Dr. Jörg Dietrich
Leiter der Forschungsgruppe Wasserressourcen am Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Information on possible conflicts of interest
„Ich habe keine Interessenkonflikte. Ich stehe aktuell mit keinem der Autoren in Kontakt oder in Abhängigkeit und habe auch keine wirtschaftlichen Interessen im Zusammenhang mit dem Artikel. Mit Amir AghaKouchak besteht eine frühere Co-Autorschaft ohne engere persönliche Zusammenarbeit oder Abhängigkeit.“