Lungenkrebsrisiko nach Rauchentwöhnung mit E-Zigaretten
groß angelegte Langzeitstudie zeigt gesundheitliche Auswirkungen der Rauchentwöhnung mit E-Zigaretten im Vergleich zum kompletten Rauchstopp
gesundheitliche Langzeitfolgen von E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung bisher noch wenig erforscht
Forschende gehen auf mögliche Verzerrungen sowie diverse Limitationen der Studie ein und geben konkrete Empfehlungen zur Rauchentwöhnung
Raucherinnen und Raucher, die von konventionellen Zigaretten auf E-Zigaretten umsteigen, haben ein höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken und daran zu sterben, als wenn sie ganz aufhören zu rauchen. Dies ist das Ergebnis einer Langzeitanalyse von über 4,5 Millionen Personen aus Südkorea, die im Fachjournal „Nature Medicine“ veröffentlicht wurde (siehe Primärquelle).
Bei der Studie handelt es sich um eine Analyse von Daten des „Korean National Health Screening Program“ – einem Vorsorgesystem, bei dem sich alle in Südkorea versicherten Personen registrieren lassen und an Gesundheits-Checkups teilnehmen können. Diese riesige Datensammlung nutzten die Studienautorinnen und -autoren aus Seoul, um die gesundheitlichen Effekte von Rauchen, Rauchentwöhnung mit E-Zigaretten oder Rauchstopp zu untersuchen. Von über 4,5 Millionen Raucherinnen und Rauchern wurde 2018 das Rauchverhalten erfasst. Diese Daten wurden dann mit Informationen zu Lungenkrebs, lungenkrebsbedingter Mortalität und allgemeiner Mortalität bis 2023 in Zusammenhang gebracht. Das Ergebnis: Personen, die von konventionellen Zigaretten auf E-Zigaretten umsteigen, haben im Vergleich zu Personen mit kompletter Abstinenz ein circa eineinhalb höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken und ein doppelt so hohes Risiko an Lungenkrebs zu sterben. Vor allem in der Hochrisikogruppe zeigten sich stark erhöhte Risikowerte – also bei Personen im Alter zwischen 50 und 80 Jahren mit mindestens 20 „Pack-Years“ (PY). Mithilfe von „Pack-Years“ soll das Risiko des Tabakkonsums bewertet werden. Dabei wird die Anzahl der gerauchten Zigarettenpackungen mit den Jahren multipliziert, während denen geraucht wurde. Die Autorinnen und Autoren erläutern in ihrer Studie diverse Limitationen. Dazu gehört, dass die Angaben zum Rauchen auf Selbstauskünften beruhen und nicht verschiedene E-Zigaretten-Typen und -Eigenschaften erfassen und der Erfassungszeitraum von maximal sechs Jahren etwas kurz ist, um das Risiko für Lungenkrebs und Mortalität zu erfassen. Außerdem waren die Fallzahlen in manchen Subgruppen mit E-Zigaretten Nutzung so klein, dass dort die Aussagekraft stark begrenzt ist.
Direktor des The Daffodil Centre, University of Sydney and Cancer Council New South Wales, Australien, Österreich
Einordnung in den Forschungsstand
„ Die Studie liefert wichtige bevölkerungsbasierte Evidenz zu einer Frage, bei der bislang mechanistische Befunde weit vor der Epidemiologie lagen. Unsere eigene Forschung zeigte [1] , dass sowohl Zigaretten als auch E-Zigaretten zelltypspezifische DNA-Methylierungsveränderungen in Epithelzellen auslösen, die mit Karzinogenese assoziiert sind und Lungenkrebs vor der Diagnose vorhersagen können – auffälligerweise auch bei E-Zigarettennutzern mit begrenzter Rauchanamnese. Eine kürzlich erschienene Arbeit [2] identifizierte zudem eine 14-Protein-Plasmasignatur, die durch Interleukin(IL)-1β-vermittelte Entzündung getrieben wird und Lungenkrebs mehr als fünf Jahre vor der Diagnose vorhersagt; diese Signatur wird durch Feinstaubexposition erhöht – ein Mechanismus, der analog auch durch Dampfstoffe aus E-Zigaretten ausgelöst werden könnte. Die koreanische Kohortenstudie reiht sich dementsprechend konsistent in dieses Bild ein und zeigt, dass der schützende Effekt des Rauchstopps durch den Wechsel zur E-Zigarette epidemiologisch messbar sehr deutlich abgeschwächt wird.“
Methodik und Aussagekraft der Studie
„ Die Stärken der Studie sind offensichtlich: Über 4,5 Millionen Teilnehmende aus einem nationalen Versicherungsregister mit objektivierten Gesundheitsdaten, ein Beobachtungszeitraum von bis zu sechs Jahren und eine sorgfältige Adjustierung für zentrale Störvariablen (Packungsjahre, BMI, Komorbiditäten). Dennoch sind mehrere Limitationen zu beachten: Erstens handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, Kausalität lässt sich nicht ableiten. Zweitens ist der Beobachtungszeitraum angesichts der typischen Latenz von Lungenkrebs – oft Jahrzehnte – sehr kurz, sodass die vorliegende Studie eher Frühsignale erfasst als das volle Risikopotenzial abbildet. Drittens basiert die Erfassung des E-Zigarettenkonsums auf Selbstauskunft, und Gerättyp, Nikotinkonzentration sowie Dampfstoffzusammensetzung blieben unerfasst. Schließlich besteht die Kohorte zu über 93 Prozent aus Männern und ausschließlich aus Koreanern, was die Generalisierbarkeit einschränkt.“
Klinische Relevanz der Gruppenunterschiede
„Ein adjustiertes Hazard Ratio von 1,56 für Lungenkrebsinzidenz und 2,00 für lungenkrebsspezifische Mortalität bei Rauchstoppern, die auf E-Zigaretten umgestiegen sind, gegenüber vollständigen Rauchstoppern ist klinisch bedeutsam – insbesondere in einer Hochrisikopopulation. Gleichzeitig bleibt die Gesamtsterblichkeit der E-Zigarettennutzer nach Rauchstopp deutlich niedriger als bei aktiven Rauchern – E-Zigaretten sind also nicht äquivalent zum Weiterrauchen, heben aber den lungenkrebsspezifischen Schutz des Rauchstopps weitgehend auf. Die Befunde sind in Kurzzeit- und Langzeit-Rauchstopp-Gruppen konsistent und besonders ausgeprägt in der Hochrisikogruppe (50 bis 80 Jahre, mindestens 20 Packungsjahre) – genau jener Population, die am meisten von einem vollständigen Rauchstopp profitieren würde. Daraus folgt eine klare klinische Botschaft: Vollständige Abstinenz von allen Tabak- und Nikotinprodukten bleibt der einzig nachweislich wirksame Weg zur Risikoreduktion.“
Weitere Einflussfaktoren und die große Varianz in der E-Zigarettengruppe
„Die breiten Konfidenzintervalle in der Gruppe ‚Ex-Raucher mit E-Zigarettenkonsum‘ erklären sich zunächst statistisch: Die Gruppe der langfristigen Ex-Raucher mit E-Zigaretten-Konsum umfasst nur 5050 Personen bei 16 Lungenkrebsereignissen – das macht präzise Schätzungen strukturell schwierig. Biologisch spiegelt die Varianz aber auch echte Heterogenität wider: E-Zigarettenprodukte unterscheiden sich erheblich in Karzinogengehalt, Nikotinkonzentration und Nutzungsintensität, Faktoren, die in dieser Studie nicht erfasst wurden. Aus mechanistischer Sicht ist wichtig: IL-1β-vermittelte Entzündung, wie sie durch die Exposition gegenüber inhalierten Substanzen ausgelöst werden kann, fördert laut aktuellen Befunden [2] eine alveolär-transdifferenzierte Zellpopulation (sogenannter KAC-Zustand), die eine Krebsentstehung in einigen Zellen begünstigen kann– ein Mechanismus, der in Individuen mit unterschiedlicher Nutzungsintensität unterschiedlich stark ausgeprägt sein wird. Unsere eigenen epigenetischen Daten [1] zeigen zudem, dass individuelle zelltypspezifische Reaktionen auf Nikotinprodukte stark variieren und von Expositionsdauer und -intensität abhängen.“
Empfehlungen
„Aus dieser Studie und der konvergierenden mechanistischen Literatur folgen drei klare Empfehlungen. Erstens: Vollständiger Rauchstopp ohne Ersatzprodukte bleibt der Goldstandard – E-Zigaretten sollten nicht pauschal als risikofreie Entwöhnungshilfe empfohlen werden. Zweitens: Für Hochrisikopersonen – also starke Raucher, mindestens 20 Packungsjahre, Alter 50 bis 80 Jahre – sollten Entwöhnungsprogramme aktiv mit Früherkennungsangeboten (Low-Dose-CT) verknüpft werden. Drittens: Zukünftige Studien müssen E-Zigarettentyp, -intensität und Dauer der Verwendung standardisiert erfassen. Biomarker wie epigenetische Signaturen oder Plasmaproteinsignaturen könnten helfen, Personen zu identifizieren, bei denen schon jetzt eine tumor-promovierende biologische Veränderung stattgefunden hat – unabhängig davon, welches Produkt sie aktuell verwenden.“
Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord gGmbH), Kiel
Einordnung der Ergebnisse
„Wenn man die Ergebnisse der Studie mit einem geschärften, präventionsorientierten Blick betrachtet, treten die potenziellen Gefahren der E-Zigarette deutlich hervor. Zwei Punkte scheinen mir besonders bedeutsam.“
E-Zigaretten als gesündere Alternative und Fallbeispiel England
„Erstens wird die ‚Harm Reduction‘-Illusion entzaubert: Die Tabak- und E-Zigarettenindustrie wirbt massiv damit, dass E-Zigaretten eine ‚gesündere‘ Alternative seien. Diese Studie entlarvt das als gefährlichen Trugschluss für die Lunge. Ein verdoppeltes Risiko für lungenkrebsspezifische Todesfälle (adjusted Hazard Ratio 2,00) im Vergleich zur echten Abstinenz zeigt, dass der vermeintlich ‚saubere‘ Dampf den Körper massiv schädigt.“
„Um die reale Wirkung der ,Harm-Reduction-Strategie‘ zu überprüfen, lohnt ein Blick nach England – dem oft zitierten ‚Heiligen Land‘ dieser Politik. England hat E-Zigaretten über Jahre hinweg massiv staatlich gefördert und als Entwöhnungstool beworben. Die Konsequenz auf Bevölkerungsebene ist jedoch ernüchternd: Wir sehen dort einen rasanten Anstieg des Konsums unter Jugendlichen, getrieben vor allem durch das Aufkommen von Einweg-E-Zigaretten, während sich der parallele Konsum von E-Zigaretten und Tabakzigaretten (Dual Use) in der Praxis extrem häufig verfestigt [3].“
Umstieg statt Ausstieg
„Zweitens zeigt sich hier ein präventionspolitischer Rückschritt: Aus Sicht der Tabakkontrolle verhindern E-Zigaretten oft den echten, vollständigen Ausstieg. Statt die Nikotinabhängigkeit komplett zu überwinden, verlagern Konsumenten ihr Verhalten nur auf ein anderes Produkt. Die Ergebnisse der Studie sprechen dafür, dass dieser ‚sanfte Umstieg‘ den onkologischen Erholungsprozess der Lunge nach dem Rauchstopp mindestens stark bremst.“
„Zwar gelingt es einem Teil der Raucher, mithilfe der E-Zigarette kurzfristig von der Verbrennungszigarette wegzukommen, doch die überwiegende Mehrheit der ‚Erfolgreichen‘ bleibt dauerhaft hochgradig nikotinabhängig und konsumiert die E-Zigarette über Jahre hinweg weiter [4]. Es findet somit kein echter Ausstieg aus der Sucht statt, sondern lediglich ein Wechsel des Vehikels.“
„Wenn man Rauchern freien Zugang zu E-Zigaretten gewährt, führt dies keineswegs zu einer nennenswerten Steigerung der vollständigen Abstinenz – also zu keinem signifikanten Unterschied bei den ‚Quitters’ im Vergleich zur Kontrollgruppe. Stattdessen explodiert die Zahl der dualen Konsumenten (Dual Users): Auf jede Person, die durch die kostenlosen E-Zigaretten das Tabakrauchen aufgibt, kommen statistisch fast drei Personen (Verhältnis 1 : 2,7), die zu dualen Konsumenten werden und weiterhin beide Produkte parallel rauchen [5].“
„Für eine fundierte Entwöhnungstherapie sollten daher weiterhin evidenzbasierte Methoden im Fokus stehen, die zu echter Abstinenz führen, anstatt eine lebenslange Abhängigkeit zu perpetuieren.“
Methodische Limitationen
„Die Studie hat diverse Limitationen. Ein Beobachtungszeitraum von maximal sechs Jahren ist für eine abschließende Bewertung des Lungenkrebsrisikos und der Mortalität naturgemäß zu kurz; zudem sind Selektionsbias, Verzerrungen – wie die unzureichende Kontrolle der Pack-Years vor dem Umstieg – und die geringen Fallzahlen in Subgruppen bekannte Hürden bei der Analyse von Routinedaten. Eine epidemiologische Beobachtungsstudie kann per se keinen Anspruch auf endgültige Kausalität erheben.“
Fazit
„Kurzum: Die Studie liefert trotz einiger Limitationen ein starkes wissenschaftliches Fundament für alle, die E-Zigaretten in der Entwöhnungstherapie und der öffentlichen Gesundheitspolitik von Anfang an mit großer Skepsis begegnet sind. Wenn ich davon spreche, dass die Studie ein ,starkes wissenschaftliches Fundament‘ liefert, meine ich damit kein finales kausales Dogma, sondern ein gewichtiges empirisches Signal aus Real-World-Daten. Die Studie zeigt, dass das einzig legitime und sichere Ziel der Tabakprävention die vollständige Schadstoff- und Nikotinabstinenz sein muss.“
Professor für Suchtforschung und klinische Epidemiologie, Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf
Methodik und Aussagekraft der Studie
„Mit über 4,5 Millionen Menschen, die rauchen oder früher geraucht haben, wurde eine sehr große Anzahl relevanter Versuchspersonen in die Studie eingeschlossen. Diese Gruppe konnte über einen relativ langen Zeitraum von bis zu sechs Jahren nachbeobachtet werden. Eine solche Nachbeobachtung ist notwendig, um den Zusammenhang zwischen Nikotinproduktkonsum und Lungenkrebs zu untersuchen. Limitationen der Studie bestehen einerseits in der Nutzung von Routinedaten, wodurch systematische Unterschiede in der Zusammensetzung der beobachteten Gruppen entstehen konnten – zum Beispiel zwischen Menschen, die nach dem Rauchstopp E-Zigarette konsumierten oder nicht. Zudem lagen keine detaillierten Informationen zu Menge und Dauer des E-Zigarettenkonsums vor. Nichtsdestotrotz handelt es sich insgesamt um eine sehr relevante und qualitativ hochwertige Studie.“
Einordnung der Ergebnisse
„Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass sich das Lungenkrebsrisiko wesentlich besser reduzieren lässt, wenn Menschen zusätzlich zum Tabakrauchen auch auf den Konsum E-Zigaretten verzichten.“
„Zwar können E-Zigaretten Menschen helfen, mit dem Tabakrauchen aufzuhören. Allerdings konsumieren viele Menschen nach ihrem Rauchstopp E-Zigaretten langfristig weiter. Die jetzige Studie zeigt, dass sich diese Menschen einem erhöhten Lungenkrebsrisiko aussetzen. Ähnliches gilt möglicherweise auch für andere inhalative Nikotinprodukte, wie Tabakerhitzer. E-Zigaretten sind risikobehaftet und keine geprüften Entwöhnungsprodukte. Sie können daher grundsätzlich nicht zur Tabakentwöhnung empfohlen werden.“
Empfehlungen
„Es gibt in Deutschland bewiesen wirksame und sichere Methoden, mit dem Tabakrauchen aufzuhören. E-Zigaretten und andere Nikotinprodukte, wie Tabakerhitzer oder Nikotinpouches gehören nicht dazu. Medizinisch empfohlen werden unter anderem Digitale Gesundheitsanwendungen, telefonische Beratung, Entwöhnungskurse und Nikotinersatztherapie oder Medikamente, die Entzugserscheinungen lindern. Diese Methoden helfen beim vollständigen und dauerhaften Tabak- und Nikotinverzicht, womit das Risiko auf Krankheiten wie Lungenkrebs stark gesenkt werden kann.“
„Seit April 2026 gibt es in Deutschland eine Untersuchung zur frühen Erkennung von Lungenkrebs – ein sogenanntes Lungenkrebsscreening. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen diese Untersuchung. Sie ist für Menschen ab einem Alter von 50 Jahren gedacht, die rauchen oder früher lange und viel geraucht haben. Menschen, die noch rauchen, können ihr Lungenkrebsrisiko deutlich senken. Dafür müssen sie aber vollständig und dauerhaft mit dem Rauchen aufhören. Wie die vorliegende Studie zeigt, ist es aber auch wichtig, keine anderen Nikotinprodukte mehr zu konsumieren, wie E-Zigaretten. Am besten ist es also, dauerhaft auf Tabak und Nikotin zu verzichten.“
„Insgesamt kann und muss Deutschland mehr tun, um den Konsum von Tabak und Nikotin in der Bevölkerung zu reduzieren, damit Krankheiten wie Lungenkrebs gar nicht erst entstehen. Insbesondere muss unsere Jugend geschützt werden, die durch Nikotinprodukte der Industrie gezielt angesprochen und abhängig gemacht wird.“
Leiterin der Abteilung Primäre Krebsprävention, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg
Relevanz der Studie
„Da bei E-Zigaretten im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten keine Verbrennungsprodukte entstehen und dadurch deutlich weniger Schadstoffe aufgenommen werden, sind sie weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten, aber nicht harmlos. Wo genau die relative Schädlichkeit von E-Zigaretten im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten einzuordnen ist, konnte bislang aufgrund fehlender Langzeitstudien nicht geklärt werden. Die vorliegende Studie gehört nun zu den ersten großen Langzeitstudien, die eine Einschätzung des Lungenkrebsrisikos und des Gesamtsterblichkeitsrisikos ermöglichen. Da sie das Risiko der Nutzung von E-Zigaretten bei ehemaligen Rauchenden mit dem Risiko des Weiterrauchens vergleicht, ist sie insbesondere für Menschen hochrelevant, die E-Zigaretten als Hilfsmittel zur Tabakentwöhnung nutzen.“
Methode und Aussagekraft der Studie
„Die größte Stärke der Studie ist die außergewöhnlich große Datenbasis von mehr als 4,5 Millionen Menschen. Da E-Zigarettenkonsum im Vergleich zum Rauchen weiterhin deutlich seltener ist, sind sehr große Studien erforderlich, um Gesundheitsrisiken valide untersuchen zu können. Diese Herausforderung zeigt sich auch hier: Trotz des großen Kollektivs wurden im Beobachtungszeitraum in der Subgruppe derjenigen, die E-Zigaretten nutzten, vergleichsweise wenige Lungenkrebsfälle (unter 100) registriert. Entsprechend ist die statistische Aussagekraft begrenzt, was sich in teilweise großen Fehlerbreiten (weiten Konfidenzintervallen) widerspiegelt. Eine weitere Limitation ist der vergleichsweise kurze Beobachtungszeitraum von maximal sechs Jahren. Gerade für den Endpunkt Lungenkrebs, der sich typischerweise über Jahrzehnte entwickelt, ist dies sehr kurz. Zwar ist bekannt, dass das Lungenkrebsrisiko bereits innerhalb von fünf Jahren nach einem Rauchstopp um etwa 10 bis 20 Prozent sinkt, größere Risikoreduktionen sind jedoch erst nach längerer Abstinenz zu erwarten.“
„Ein wesentlicher methodischer Schwachpunkt besteht darin, dass die Hauptanalysen ehemalige Rauchende danach vergleichen, ob sie im Jahr 2018 E-Zigaretten nutzten. Da E-Zigaretten in Südkorea erst 2008 auf den Markt kamen, werden dadurch zwangsläufig ehemalige Rauchende verglichen, die bereits vor der Verfügbarkeit von E-Zigaretten mit dem Rauchen aufgehört haben könnten, mit ehemaligen Rauchenden, die erst nach deren Verfügbarkeit aufgehört haben. Da die Zeit seit dem Rauchstopp nicht ausreichend statistisch kontrolliert wurde, lassen sich Unterschiede zwischen den Gruppen nicht eindeutig auf die E-Zigarettennutzung zurückführen, sondern lassen sich auch durch die unterschiedlich lange Zeit seit dem Rauchstopp erklären. Ein Teil des beobachteten Effekts könnte vielmehr auf die längere Dauer der Rauchabstinenz in der Gruppe ohne E-Zigarettennutzung zurückgehen und dadurch überschätzt werden. In Subgruppenanalysen werden zusätzlich ehemalige Rauchende untersucht, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre mit dem Rauchen aufgehört haben. Dies ist aufgrund der vergleichbaren Abstinenzdauer der ehemaligen Rauchenden mit und ohne E-Zigarettennutzung ein deutlich fairerer Vergleich. Allerdings besteht hier die Möglichkeit einer Verzerrung durch umgekehrte Kausalität: Personen mit bereits bestehenden Gesundheitsproblemen könnten aufgrund entsprechender Symptome auf die als weniger schädlich wahrgenommenen E-Zigaretten umgestiegen sein und erst einige Zeit später mit einer zugrunde liegenden Lungenkrebserkrankung diagnostiziert werden oder daran versterben. Auch dies könnte die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen überschätzen.“
Einordnung in den Forschungsstand
„Die Ergebnisse der Studie bestätigen zunächst einen seit Langem bekannten Befund: Ein vollständiger Rauchstopp führt bereits innerhalb weniger Jahre zu relevanten Reduktionen des Lungenkrebs- und Sterblichkeitsrisikos. Darüber hinaus zeigt die Studie, was auf Grundlage klinischer Beobachtungs- und Biomarkerstudien bereits zu erwarten war: Personen, die nach dem Rauchstopp langfristig E-Zigaretten nutzen, profitieren im Vergleich zum Weiterrauchen ebenfalls gesundheitlich, die Vorteile fallen jedoch geringer aus als bei einem vollständigen Verzicht auf Tabak- und Nikotinprodukte. Auch wenn die Ergebnisse aufgrund der Limitationen der Daten und des Studiendesigns die Gesundheitsrisiken von E-Zigaretten vermutlich überschätzen, erscheint dieses grundsätzliche Muster in der Studie insgesamt robust. Dennoch sind weitere Studien erforderlich, um das Gesamtbild zu vervollständigen, auch für andere Krankheitsbilder.“
Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Deutschland
„Eine Schwierigkeit bei der Interpretation der Studie ist die Frage der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Deutschland. Während E-Zigaretten in Südkorea vergleichsweise wenig reguliert sind, gelten in der Europäischen Union strengere Vorgaben zum Verbraucherschutz. So sind in der EU bestimmte Zusatz- und Aromastoffe verboten, die mit Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht werden. Daher ist es möglich, dass sich die in Südkorea untersuchten Produkte hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und ihres Risikoprofils von den auf dem deutschen Markt verfügbaren Produkten unterscheiden. Die tatsächliche Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Deutschland lässt sich daher nur eingeschränkt beurteilen. Um die Relevanz der Befunde für Deutschland und andere EU-Länder besser einschätzen zu können, sind vergleichbare Studien in EU-Ländern erforderlich.“
Fazit
„Alles in allem stützen die Ergebnisse eine Empfehlung, die auch in der deutschen Leitlinie zur Tabakentwöhnung verankert ist: Ein vollständiger Rauchstopp ist die beste Option und lässt sich am zuverlässigsten mit verhaltenstherapeutischer Unterstützung erreichen, gegebenenfalls ergänzt durch Nikotinersatzprodukte oder Medikamente zur Tabakentwöhnung. Der Einsatz von E-Zigaretten zur Unterstützung eines Rauchstopps sollte nur dann erwogen werden, wenn eine leitliniengerechte Tabakentwöhnung nicht erfolgreich war oder abgelehnt wird. In diesem Fall sollten E-Zigaretten möglichst nur vorübergehend zur Unterstützung des Rauchstopps eingesetzt und anschließend durch eine schrittweise Reduktion der Nikotindosis ausgeschlichen werden.“
Leiterin der Pneumologischen Ambulanz, Oberärztin SP Pneumologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Einordnung in den Forschungsstand
„In dieser retrospektiven, populationsbasierte Kohortenstudie auf Basis der nationalen südkoreanischen Krankenversicherungsdatenbank (NHIS) wurde erstmalig ein erhöhtes Risiko für das Entstehen von Lungenkarzinomen bei E-Zigarettenrauchen nach Beendigung des Tabakrauchens gezeigt. Dazu passend ergaben sich in bisherigen Studien zu akuten Effekten von E-Zigaretten oder in kleineren Fall-Kontroll-Studien bereits Hinweise auf ein kanzerogenes Potenzial von E-Zigaretten.“
Aussagekraft
„Obwohl anhand dieses Studiendesigns keine Kausalität von E-Zigarettenrauchen und Lungenkarzinomen nachgewiesen werden kann – dazu wären ethisch nicht vertretbare interventionelle Studiendesigns über sehr lange Zeiträume notwendig –, erlaubt diese Studie jedoch eine qualitativ hochwertige und statistisch valide Beurteilung der Assoziation von E-Zigarettenrauchen und Lungenkarzinominzidenz- und tod durch die hohe Stichprobenzahl, den relativ langen Beobachtungszeitraum, die Einberechnung von Störvariablen und die prospektive Ereigniserfassung.“
Einordnung der Ergebnisse
„In der aktuellen Studie zeigte sich unter Einberechnung der Störvariablen ein um 56 Prozent erhöhtes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken und ein um 100 Prozent erhöhtes Risiko an einem lungenkrebsassoziierten Tod zu versterben, wenn nach Beendigung des Tabakrauchens auf E-Zigarettenrauchen umgestiegen wurde im Vergleich zu vollständigem Rauchverzicht. Ex-Raucher/innen ohne E-Zigarettenkonsum zeigten außerdem ein um 56 Prozent signifikant verringertes Risiko einer Lungenkrebsinzidenz und um 42 Prozent erniedrigtes Risiko eines lungenkrebsassoziierten Todes verglichen mit fortgesetztem Zigarettenrauchen, während diese Reduktion bei Raucher/innen von E-Zigaretten nicht mehr nachweisbar war. Somit kann gesagt werden, dass E-Zigarettenrauchen ein ähnliches Risiko für die Lungenkrebsinzidenz und -tod darstellt wie Tabakzigarettenrauchen, und sich keine signifikante Verbesserung des Risikos durch den Umstieg von Zigaretten auf E-Zigaretten ergibt. Interessanterweise war auch das allgemeine Mortalitätsrisiko bei E-Zigarettenraucher/innen im Vergleich zu Nichtraucher/innen um 22 Prozent erhöht, allerdings niedriger als im Vergleich zu konventionellen Tabakraucher/innen (Risikoreduktion um 77 Prozent). Auch in der Hochrisikogruppe (Alter 50 bis 80 Jahre mit einer Raucherhistorie von mindestens 20 Pack-years) zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen E-Zigarettenrauchern und Nichtrauchern für die Lungenkrebsinzidenz (91 Prozent höheres Risiko) und den lungenkrebsassoziierten Tod (92 Prozent höheres Risiko), allerdings nicht für die Gesamtmortailität, die im Vergleich zu Tabakrauchern in beiden Gruppen reduziert war. Somit erscheint auch ein kompletter Ausstieg für diese Hochrisikogruppe sinnvoll.“
Dual Use
„Ein wichtiger Aspekt ist die Analyse von ‚Dual Use‘, das heißt gleichzeitigen Konsum von Tabak- und E-Zigaretten, da es in der Vergangenheit Hinweise auf ein besonders hohes Schädigungspotenzial dieses Verhaltens gab. Es zeigte sich in dieser Studie keine signifikante Verringerung des Lungenkrebsrisikos in dieser Gruppe verglichen mit alleinigen Tabakzigaretten-Raucher/innen, allerdings eine Reduktion der Gesamtsterblichkeit. In der Hochrisikogruppe zeigte sich dagegen eine Verringerung des Lungenkrebsrisikos und der Gesamtsterblichkeit im Vergleich zu den Zigarettenrauchern. Dies führten die Autoren möglicherweise auf ein geringeres Tabakrauchen bei gleichzeitigem E-Zigarettenrauchen zurück, wobei dazu keine Daten erhoben wurden.“
Dosis-abhängiger Effekt und Störvariablen
„Ein weiterer wichtiger Befund dieser Studie ist der Hinweis auf einen Dosis-abhängigen Effekt des E-Zigarettenkonsums, der eine Kausalität zwischen E-Zigarettenkonsum nach Tabakkonsum und Lungenkrebsinzidenz zwar nicht beweisen kann, aber deutlich darauf hindeutet, dass zufällige Faktoren, die in dieser Studie möglicherweise nicht berücksichtigt wurden, eine untergeordnete Rolle für die Ergebnisse spielen. Zu diesen verbliebenen Störvariablen gehören zum Beispiel eine Beeinflussung der Ergebnisse durch Falschangaben der Teilnehmer/innen, die möglicherweise weiterhin auch Tabakkonsum betrieben, da Beikonsum im Sinne eines ‚Dual Use‘ häufig bei E-Zigaretten-Raucher/innen auftritt. Auch ein bezüglich Lungenkarzinomentstehung risikoreiches Verhalten der E-Zigaretten-Raucher/innen, wie zum Beispiel Konsum von Cannabis, kann nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Interessanterweise waren die E-Zigaretten-Raucher/innen tendenziell jünger, zeigten weniger Tabakkonsum bei Einschluss und weniger Komorbiditäten, so dass ein negativer Bias durch diese Risikofaktoren unwahrscheinlich erscheint. Dabei sei auch hervorgehoben, dass in der Studie verschiedene Modelle zur Berechnung herangezogen wurden, die nicht nur Alter, Geschlecht und Pack-years in die Adjustierung einbezogen haben, sondern auch BMI, Haushaltseinkommen, Alkoholkonsum, körperliche Aktivität und Grunderkrankungen wie COPD und idiopathische Lungenfibrose (IP) und zu ähnlichen Ergebnissen gekommen sind.“
Limitationen der Studie und Forschungslücken
„Davon unabhängig besteht eine Einschränkung der Studie darin, dass die Angaben zu Rauchen und E-Zigarettenrauchen auf Fragebögen basierten. Dadurch entstand möglicherweise ein genereller Bias zum Beispiel im Sinne eines Erinnerungsbias. Außerdem sind die Produkte, Beimischungen – zum Beispiel Aromen – und Inhalationsgewohnheiten wenig standardisiert, was in der aktuellen Studie nicht berücksichtigt wurde, wodurch die hohe Standardabweichung der Gruppe der E-Zigarettenraucher erklärbar wäre. Zukünftig sollte eine bessere Standardisierung stattfinden, und bestenfalls eine Biomarker-basierte Überwachung, zum Beispiel über Cotinin-Konzentrationsbestimmungen. Eine weiter Einschränkung besteht darin, dass es sich bei dieser Studie noch um eine relativ kurzen Beobachtungszeitraum handelt. Langzeitstudien zur weiteren Risikobewertung sind daher notwendig, auch wenn ethisch diskussionswürdig, da eine E-Zigarettenrauchabstinenz für alle anzustreben ist. Ein interessanter Aspekt dieser Studie war, dass nur Patient/innen mit einem relativ hohen Zigarettenkonsum in die Studie eingeschlossen wurden, bei denen das Krebsrisiko im Vergleich zu Nichtraucher deutlich erhöht war. Inwiefern diese Einschränkung die Ergebnisse beeinflusst, muss in zukünftigen Studien mit Wenig-/Nicht-Rauchern untersucht werden. Außerdem sollten Studien in anderen Ländern die Ergebnisse über die südkoreanisch Kohorte mit ihren spezifischen Charakteristika hinaus erweitern, so waren in dieser Kohorte zum Beispiel auffällig wenige Frauen eingeschlossen.“
Fazit
„Insgesamt sind die Ergebnisse dieser Studie pathophysiologisch plausibel. Das kanzerogene Potenzial von Nikotin ist bekannt [6] und wurde in präklinischen Studien gezeigt [7]. Nikotin muss daher in jeder Darreichungsform als kanzerogenes Zellgift betrachtet werden. Über nikotinspezifische Studien hinaus sind auch kanzerogene Effekte von E-Zigaretten bekannt [8] [9]. Die Ergebnisse der aktuellen Studie erscheinen vor diesem Hintergrund daher nicht überraschend und bieten weitere Argumente für eine Einschränkung des E-Zigarettenrauchens durch ähnliche Maßnahmen wie erfolgreich bei konventionellen Tabakzigaretten, zum Beispiel ortsgebundene Rauchverbote und höhere Steuern, sowie umfangreiche Aufklärungs- und Entwöhnungsmaßnahmen. Insbesondere als Mittel zur Tabakentwöhnung erweisen sich E-Zigaretten auf Basis dieser Studienergebnisse als untauglich.“
„Vor dem Hintergrund kürzlich veröffentlichter Zahlen zum steigenden E-Zigarettenrauchen von Kindern und Jugendlichen sollte diese Studie einen Weckruf darstellen, die Gefahren von E-Zigaretten nicht zu verharmlosen und die Zugangsbeschränkungen für Kinder und Jugendliche konsequent umzusetzen. Diese Studie bietet die Grundlagen dafür, dass ein Umdenken stattfindet, und der Konsum von Nikotin in jeglicher Form, als hochgradig gesundheitsschädlich zu betrachten ist. Trotz der Einschränkungen dieser Studie gibt es inzwischen zahlreiche Evidenzen, dass ein gesellschaftliches Experiment mit E-Zigaretten zu einer gesundheitlich nicht akzeptablen Belastung der Nutzer und Kostenzunahme im Gesundheitssystem durch die Langzeitfolgen führen wird.“
„Ich bin korrespondierender Letztautor einer in diesem Statement zitierten Publikation [1], die sich mit epigenetischen Auswirkungen von Zigaretten- und E-Zigarettenkonsum auf die Karzinogenese befasst. Darüber hinaus bestehen keine finanziellen oder sonstigen Interessenkonflikte in Bezug auf die kommentierte Studie.“
„Es liegen keine Interessenkonflikte vor.“
„Ich leite den Schwerpunkt Suchtforschung und klinische Epidemiologie am Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf und führe selbst Studien zu Nikotin- und Tabakprodukten durch. Ich habe keine finanziellen Beziehungen zur Industrie (Arzneimittel, Medizin/ Nikotin/Tabak/Cannabisprodukte etc.) sowie deren Lobby-Organisationen.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
„Ich habe keine Interessenkonflikte, bin aber Sprecherin der Sektion E3 ‚Tabakentwöhnung und Gesundheitsfürsorge‘ der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP).“
Primary source
Kim YW et al. (2026): Electronic cigarette use after smoking cessation and lung cancer risk. Nature Medicine. DOI: 10.1038/s41591-026-04469-5.
Literaturstellen, die von den Expert:innen zitiert wurden
[1] Herzog C et al. (2024): Cigarette smoking and e-cigarette use induce shared DNA methylation changes linked to carcinogenesis. Cancer Research. DOI: 10.1158/0008-5472.CAN-23-2957.
[2] Pandya T et al. (2026): Plasma signals of lung tumor promotion for molecular cancer prevention. Cell. COI: 10.1016/j.cell.2026.05.005.
[3] Hanewinkel R et al. (2026): Gleichzeitiger Konsum von E-Zigaretten und Zigaretten unter Jugendlichen vor und nach dem Aufkommen von Einweg-E-Zigaretten:„Interrupted time series“-Studie. In: Pneumologie. DOI: 10.1055/a-2701-6656.
[4] Hanewinkel R et al. (2022): E-cigarettes and nicotine abstinence: a meta-analysis of randomised controlled trials. European Respiratory Review. DOI: 10.1183/16000617.0215-2021.
[5] Hanewinkel R et al. (2024): Clinical trial shows that giving smokers free e-cigarettes creates more dual users than switchers or quitters. eClinicalMedicine. DOI: 10.1016/j.eclinm.2024.102452.
[6] Sanner T et al. (2015): Nicotine: Carcinogenicity and Effects on Response to Cancer Treatment - A Review. Frontiers in Oncology. DOI: 10.3389/fonc.2015.00196.
[7] National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine; Health and Medicine Division (2018): Public Health Consequences of E-Cigarettes. National Academies Press. DOI: 10.17226/24952.
[8] Lee HW et al. (2018): E-cigarette smoke damages DNA and reduces repair activity in mouse lung, heart, and bladder as well as in human lung and bladder cells. PNAS. DOI: 10.1073/pnas.1718185115.
[9] Ganapathy V et al. (2017): Electronic cigarette aerosols suppress cellular antioxidant defenses and induce significant oxidative DNA damage. PLoS ONE. DOI: 10.1371/journal.pone.0177780.
Literaturstellen, die vom SMC zitiert wurden
[I] National Health Service: Vaping to quit smoking. Better Health. Stand: 05.06.2026.
[II] Lindson N et al. (2025): Electronic cigarettes for smoking cessation. Cochrane Database of Systematic Reviews. DOI: 10.1002/14651858.CD010216.pub10.
[III] Stewart BW et al. (2026): The carcinogenicity of e-cigarettes: a qualitative risk assessment. Carcinogenesis. DOI: 10.1093/carcin/bgag015.
[IV] Science Media Center (2026): Krebsrisiko von nikotinhaltigen E-Zigaretten. Statements. Stand: 30.03.2026.
Prof. Dr. Martin Widschwendter
Direktor des The Daffodil Centre, University of Sydney and Cancer Council New South Wales, Australien, Österreich
Information on possible conflicts of interest
„Ich bin korrespondierender Letztautor einer in diesem Statement zitierten Publikation [1], die sich mit epigenetischen Auswirkungen von Zigaretten- und E-Zigarettenkonsum auf die Karzinogenese befasst. Darüber hinaus bestehen keine finanziellen oder sonstigen Interessenkonflikte in Bezug auf die kommentierte Studie.“
Prof. Dr. Reiner Hanewinkel
Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord gGmbH), Kiel
Information on possible conflicts of interest
„Es liegen keine Interessenkonflikte vor.“
Prof. Dr. Daniel Kotz
Professor für Suchtforschung und klinische Epidemiologie, Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf
Information on possible conflicts of interest
„Ich leite den Schwerpunkt Suchtforschung und klinische Epidemiologie am Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf und führe selbst Studien zu Nikotin- und Tabakprodukten durch. Ich habe keine finanziellen Beziehungen zur Industrie (Arzneimittel, Medizin/ Nikotin/Tabak/Cannabisprodukte etc.) sowie deren Lobby-Organisationen.“
Prof. Dr. Ute Mons
Leiterin der Abteilung Primäre Krebsprävention, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg
Information on possible conflicts of interest
„Ich habe keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Natascha Sommer
Leiterin der Pneumologischen Ambulanz, Oberärztin SP Pneumologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Information on possible conflicts of interest
„Ich habe keine Interessenkonflikte, bin aber Sprecherin der Sektion E3 ‚Tabakentwöhnung und Gesundheitsfürsorge‘ der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP).“