Essstörungen: weltweite Verbreitung von Anorexie und Bulimie
laut aktueller Auswertung nahmen Diagnosen von Bulimie und Anorexie in den vergangenen Jahrzehnten zu; Prognosen zufolge könnten Zahlen weiter steigen
Essstörungen sind stigmatisierte, ernst zu nehmende psychische Erkrankungen, die oft spät oder gar nicht diagnostiziert werden
Forschende erläutern, dass Anorexie und Bulimie nicht das gesamte Spektrum der Essstörungen abbilden und die Studie die tatsächlichen Werte unterschätzen könnte
Von 1990 bis 2023 stiegen die weltweit diagnostizierten Fälle der Essstörungen Bulimie und Anorexie altersstandardisiert um etwa 20 Prozent. Im Jahr 2023 wurden rund 18,1 Millionen Betroffene dokumentiert. Den Hauptteil der Erkrankten machten Mädchen und junge Frauen aus Australasien und Westeuropa aus, allerdings erkranken zunehmend auch Personen aus wohlhabenderen Bereichen Asiens. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die im Fachjournal „JAMA Psychiatry“ veröffentlicht wurde (siehe Primärquelle).
Bulimie und Anorexie sind psychische Erkrankungen, die mit einem dauerhaft gestörten Essverhalten einhergehen. Bei der Anorexie – auch Magersucht oder Anorexia Nervosa genannt – hungern die Betroffenen, was zu einem starken Gewichtsverlust führen kann. Personen mit Bulimie – auch Ess-Brechsucht oder Bulimia Nervosa genannt – erleiden regelmäßig Essanfälle und greifen dann zu Kompensationsmaßnahmen wie übermäßigem Sport oder Erbrechen. Neben Anorexie und Bulimie gibt es weitere Essstörungen wie die Binge-Eating-Disorder, bei der Personen Essanfällen erleiden, allerdings keine Gegenmaßnahmen ergreifen.
Professorin für Verhaltensmedizin und Leiterin der Arbeitsgruppe Verhaltensmedizin, Universitätsklinikum Leipzig
Essstörungen: Bulimie und Anorexie
„Laut der vorliegenden Studie waren 2023 weltweit rund 18 Millionen Menschen an Anorexia nervosa (Anorexie) oder Bulimia nervosa (Bulimie) erkrankt. Mehr als 40 Prozent von ihnen waren zwischen 10 und 24 Jahre alt, etwa zwei Drittel waren weiblich. Verglichen mit anderen psychischen Erkrankungen verläuft die Anorexie besonders schwer und geht mit einem erhöhten Risiko für einen frühzeitigen Tod einher. Für die Bulimie konnte die Sterblichkeit dagegen nicht modelliert werden.“
„Außerdem sind Essstörungen stärker mit Scham besetzt als viele andere psychische Erkrankungen, weshalb sie häufig erst spät erkannt und behandelt werden.“
Beurteilung der Studienmethodik
„Die Arbeit orientiert sich am bewährten Vorgehen der Global Burden of Disease Study (GBD) und ist sehr transparent. Dass mehrere Auswertungsprogramme genutzt wurden, ist üblich. Nach Angaben der Autoren kann der Code auf Anfrage eingesehen werden, was die Nachvollziehbarkeit stärkt.“
„Die Autoren weisen selbst darauf hin, dass es sich um modellierte Prävalenzschätzungen handelt, die für Länder mit wenigen Primärdaten auf Daten aus anderen Regionen zurückgreifen. Die absoluten Zahlen sollten daher vorsichtig interpretiert werden. Als Stärke ist hervorzuheben, dass nur Studien mit Diagnosen nach etablierten Klassifikationssystemen eingeschlossen wurden. Das erklärt, warum die Prävalenzen niedriger ausfallen als in anderen Übersichtsarbeiten.“
„Die Prognose von 21,8 Millionen Fällen von Anorexie und Bulimie im Jahr 2050 stützt sich nachvollziehbar auf Daten von 1990 bis 2019, um Verzerrungen durch die COVID-19-Pandemie zu vermeiden. Möglicherweise trägt dies allerdings zu einer Unterschätzung bei. Insgesamt ist die Prognose eher als Szenario denn als exakte Vorhersage zu verstehen, da sie Veränderungen in Versorgung und Gesellschaft nicht abbilden kann. Dass Anorexie und Bulimie weiter zunehmen werden, ist nichtsdestotrotz plausibel – und besorgniserregend.“
Wichtige und überraschende Ergebnisse
„Die vorliegende bislang umfassendste Aktualisierung der GBD-Schätzungen für Anorexie und Bulimie seit 2017 zeigt, dass die Fallzahlen von 1990 bis 2023 um 71 Prozent gestiegen sind. Die altersstandardisierte Prävalenz (Umrechnung der tatsächlichen Prävalenz auf die einer Gruppe mit standardisiertem Altersaufbau; soll Vergleich zwischen unterschiedlich zusammengesetzten Bevölkerungen ermöglichen; Anm. d. Red.) ist um rund 21 Prozent gestiegen. Für die kommenden Jahre wird ein weiterer Anstieg erwartet. Die regionalen Auswertungen bestätigen die höchsten Raten in Australien, Neuseeland und Westeuropa. Der stärkste relative Anstieg zeigte sich dagegen in Ostasien, Südasien und Südostasien. Essstörungen sind damit kein rein westliches Phänomen mehr, was mit den Befunden anderer Studien übereinstimmt. Dass die Bulimie häufiger vorkommt als die Anorexie, überrascht nicht.“
„Bemerkenswert deutlich ist hingegen, wie hoch der Anteil männlicher Betroffener mit rund einem Drittel ist. Dies passt zu Berichten über eine zunehmende Prävalenz bei Jungen und Männern. Für die Binge-Eating-Störung und die Vermeidend-restriktive Ernährungsstörung, die erst seit relativ kurzer Zeit als eigenständige Essstörungen diagnostiziert werden können, standen leider keine ausreichenden Daten zur Verfügung. Die tatsächliche Prävalenz aller Essstörungen liegt daher höher, als es die Ergebnisse zu Anorexie und Bulimie in dieser Studie zeigen.“
Gründe für den Anstieg der Erkrankungsraten
„Als mögliche Ursachen für die Zunahme führen die Autoren ein Zusammenspiel aus einem tatsächlichen Anstieg, veränderten Diagnosekriterien, gesellschaftlichen Veränderungen und Modelleffekten an. Ein größeres Bewusstsein für die Erkrankungen und eine bessere Erkennung könnten die Fallzahlen erhöht haben. Dass der starke Anstieg in Ostasien zeitlich mit raschem wirtschaftlichem und sozialem Wandel zusammenfällt, spricht jedoch auch für eine reale Zunahme. Solche Veränderungen prägen die Ernährungsumwelt und fördern extreme Körperideale, wie es zuvor in westlichen Gesellschaften der Fall war.“
„Hinzu kommt, dass soziale Medien, die seit etwa 2010 zunehmend verfügbar sind, möglicherweise zur Verbreitung von Idealen extremer Schlankheit oder Muskulosität beigetragen haben. Damit verbunden sind Risikoverhalten, zum Beispiel ungesundes Diäthalten. Genetische Faktoren können den Anstieg dagegen nicht erklären, da sich das Erbgut innerhalb weniger Jahrzehnte nicht verändert. Sie sind aber wesentlich dafür mitverantwortlich, wer erkrankt – vor allem bei der Anorexie.“
Gegenmaßnahmen
„Die Autoren der Studie empfehlen, Prävention, Früherkennung und Versorgung in nationale Strategien zur psychischen Gesundheit einzubinden, in Schulen und in der Primärversorgung klare Wege zur Erkennung zu schaffen, Fachpersonal zu schulen sowie Stigma und Zugangsbarrieren abzubauen. Zudem betonen sie, dass Männer und andere unterdiagnostizierte Gruppen stärker berücksichtigt werden sollten. Diese Empfehlungen teile ich. Tatsächlich werden Essstörungen bei beiden Geschlechtern oft gar nicht oder erst spät erkannt und behandelt, sodass eine erhebliche Versorgungslücke besteht. Stigma und Zugangsbarrieren erschweren es den Betroffenen zusätzlich, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Stigma kann dazu führen, dass Essstörungen als ‚Frauensache‘ abgetan werden oder man darauf hofft, dass sie sich von selbst ‚auswachsen‘. Das ist falsch und gefährlich, denn die Studie belegt mit der hohen Krankheitslast: Essstörungen sind schwere psychische Erkrankungen mit Behandlungsbedarf.“
„In der DACH-Region wäre es sinnvoll, spezialisierte ambulante Behandlungsangebote auszubauen, Wartezeiten zu verkürzen und Therapeutinnen und Therapeuten weiterzuqualifizieren. Vorbeugend können Präventionsprogramme zu Körperbild und Selbstwert, Gesundheitsverhalten und Medienkompetenz hilfreich sein. Fortlaufende Erhebungen von Registerdaten zu allen Essstörungen würden es außerdem ermöglichen, Trends künftig verlässlicher festzustellen.“
Anmerkung von Prof. Dr. Hilbert zu KI-Nutzung: „Ich habe Claude.ai für Zusammenfassungen der Ergebnisse mit sorgfältiger Korrektur und redaktioneller Nachbearbeitung meinerseits und für die sprachliche Glättung meiner Interpretationen der Ergebnisse genutzt.“
Ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Tübingen und Direktor des Kompetenzzentrums für Essstörungen an der Universität Tübingen (KOMET), und stellvertretender Standortsprecher im Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG)
Essstörungen: Bulimie und Anorexie
„Essstörungen gehören zu den schwersten psychischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters sowie des jungen Erwachsenenalters. Sie beginnen meist in der Pubertät, verlaufen bei einem relevanten Teil der Betroffenen chronisch und haben massive körperliche Folgen.“
„Die Anorexia nervosa (Anorexie) hat die höchste Sterblichkeit aller psychischen Erkrankungen. Besonders ist zudem, dass Körper und Psyche untrennbar betroffen sind: Mangelernährung oder wiederholtes Erbrechen haben auch Einfluss auf die körperliche Entwicklung und können zu körperlichen Schäden führen. Darüber hinaus leiden Betroffene mit einer Essstörung häufig noch an weiteren psychischen Erkrankungen wie Depression oder Angststörungen.“
„Hinzu kommt eine oft ambivalente Behandlungsmotivation. Viele Betroffene erleben ihre Symptome zunächst nicht als Krankheit. Häufig vergessen wird die Binge-Eating-Störung. Sie ist die häufigste Essstörung, betrifft auch vermehrt Männer und ist eng mit Adipositas und Depressionen verknüpft.“
Beurteilung der Studienmethodik
„Die Daten sind belastbar. Die Arbeit nutzt die etablierte und transparente Methodik der Global Burden of Disease Study (GBD) und die Ergebnisse sind für über 204 Länder und mehr als drei Jahrzehnte vergleichbar.“
„Allerdings beziehen sich die Daten nur auf die beiden ‚Klassiker‘ Anorexia nervosa und Bulimia nervosa. Das sind jedoch nicht die häufigsten Essstörungen. Deutlich häufiger kommt die Binge-Eating-Störung vor. Dazu kommen weitere Formen wie die sogenannten anderen spezifizierten Essstörungen und die ARFID, eine Störung mit vermeidend-restriktiver Nahrungsaufnahme. Die tatsächliche Krankheitslast durch Essstörungen dürfte daher erheblich höher liegen als in der Auswertung angenommen.“
„Bei der Prognose bis 2050 ist etwas Vorsicht geboten. Für viele Länder gibt es kaum Primärdaten und eine Vorhersage für einen Zeitraum von 25 Jahren setzt vor allem vergangene Trends und das Bevölkerungswachstum fort. Sie zeigt eine plausible Richtung, ist aber eher ein Szenario als eine exakte Vorhersage.“
Wichtige und überraschende Ergebnisse
„Überraschend sind die Ergebnisse nicht. Sie fügen sich in ein größeres Bild ein: Anfang 2026 hat die Global Burden of Disease Study im Magazin The Lancet gezeigt, dass psychische Erkrankungen insgesamt dramatisch zugenommen haben. Inzwischen lebt weltweit etwa jeder siebte Mensch mit einer psychischen Erkrankung, und die Zahl der Betroffenen hat sich seit 1990 nahezu verdoppelt. Essstörungen sind Teil dieses Trends. Sie haben besonders während der Corona-Pandemie zugenommen und verbleiben seither auf einem vergleichbar hohen Niveau. Das gilt ebenso für andere psychische Erkrankungen mit einer ebenfalls stark stressassoziierten Komponente.“
„Zwar treten Essstörungen besonders häufig in hoch entwickelten Industrienationen auf, aber keineswegs ausschließlich. Auch in Asien, Lateinamerika und im Nahen Osten gibt es zunehmend Betroffene. Essstörungen sind damit ein globales Gesundheitsproblem.“
Gründe für den Anstieg der Erkrankungsraten
„Die Zunahme hat mehrere Ursachen, die sich nicht sauber trennen lassen. Ein Teil ist eine Zunahme der Diagnosen: Essstörungen werden besser erkannt und die Binge-Eating-Störung ist erst seit 2013 eine eigenständige Diagnose im DSM-5 .“
„Es gibt aber auch Hinweise auf eine echte Zunahme, besonders bei jungen Mädchen und seit der Covid-19 Pandemie. Soziale Medien können Schlankheitsideale, Vergleiche und problematische Inhalte massiv verstärken. Die Studienlage zeigt deutliche Zusammenhänge, ein eindeutiger Kausalnachweis ist jedoch schwierig. Wohlstand, eine allgegenwärtige Verfügbarkeit von Essen und gleichzeitig ein starker Druck zur Selbstoptimierung schaffen ein Umfeld, in dem verletzliche Menschen eher erkranken.“
„Diese Vulnerabilität ist allerdings ebenfalls zu einem nicht unerheblichen Teil biologisch und genetisch bedingt. Bei der Anorexie liegt die Erblichkeit bei bis zu 50 Prozent.“
Gegenmaßnahmen
„Für die DACH-Region sehe ich folgende Ansatzpunkte. Erstens: frühe Erkennung und schneller Zugang zu Behandlung. Die ersten Jahre der Erkrankung sind ein entscheidendes Zeitfenster. Modelle wie die frühe spezialisierte Intervention in England zeigen, dass kürzere Wartezeiten den Krankheitsverlauf verbessern. Zweitens: Prävention an Schulen und in der Kinder- und Jugendmedizin. Hausärzt:innen und Kinderärzt:innen sollten gezielt geschult werden.“
„Drittens: mehr Verantwortung der Plattformbetreiber. Schädliche Inhalte sollten konsequenter reguliert werden. Viertens: Achtsamkeit bei der Gewichtsdebatte. Gewichtsstigmatisierung und unkritische Diätbotschaften – aktuell auch rund um Abnehmspritzen – können gerade junge Menschen gefährden. Fünftens: mehr Forschung zu personalisierten Therapien. Derzeit kommen Betroffene immer noch häufig zu spät in Behandlung. Bisher profitiert nur etwa jede zweite Patientin ausreichend von den verfügbaren Behandlungen.“
Leiter des eigenständigen Bereichs für Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden
Essstörungen: Bulimie und Anorexie
„Essstörungen wie Anorexia nervosa (Anorexie) und Bulimia nervosa (Bulimie) gehören zu den folgenreichsten psychischen Erkrankungen überhaupt: Sie beginnen häufig in der Adoleszenz, verlaufen oft chronisch und sind mit erheblichen medizinischen und psychosozialen Folgen verbunden. Die Anorexia nervosa hat außerdem die höchsten störungsspezifischen Mortalitätsraten aller psychiatrischen Erkrankungen.“
„Dennoch sind Essstörungen im Vergleich zu ihrer Krankheitslast nach wie vor sowohl in der Forschungsförderung als auch in der gesundheitspolitischen Wahrnehmung deutlich unterrepräsentiert. Diese Diskrepanz zwischen Last und Ressourcen macht Studien wie die vorliegende umso notwendiger.“
Beurteilung der Studienmethodik
„Die aktuelle Auswertung aktualisiert auf der Grundlage der Global Burden of Disease Study (GBD) von 2023 die globalen Prävalenz- und DALY-Schätzungen für Anorexia nervosa und Bulimia nervosa für 204 Länder und Territorien im Zeitraum von 1990 bis 2023. Außerdem ergänzt sie Prognosen bis ins Jahr 2050.“
„Methodisch ist die Studie solide: Die Verwendung des DisMod-MR-2.1-Rahmens, die Harmonisierung diagnostischer Kriterien mittels MR-BRT-Crosswalks (gängige statistische Werkzeuge für Modellierungen; Anm. d. Red.) sowie die konsequente Beschränkung auf DSM- und ICD-basierte Falldefinitionen (Systeme zur Klassifikation von Krankheiten und Störungen; Anm. d. Red.) stärken die Vergleichbarkeit der Schätzungen.“
„Gleichzeitig sehe ich Limitationen: Datenlücken in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind erheblich und die Disability-Gewichte (Maß zur Bewertung von Gesundheitsbeeinträchtigungen; Anm. d. Red.) wurden überwiegend in Hocheinkommensländern erhoben. Außerdem sind die Prognosen bis 2050 auf Basis von Daten bis 2019 modelliert worden, um Pandemieverzerrungen zu minimieren. Deshalb sind die Langzeitprognosen eher ein Orientierungsrahmen und sollten nicht als präzise Vorhersage verstanden werden.“
Wichtige und überraschende Ergebnisse
„Die zentralen Befunde: 18,1 Millionen Betroffene weltweit im Jahr 2023, ein Anstieg der altersbereinigten Prävalenz um rund 21 Prozent seit 1990 sowie prognostizierte weitere Zunahmen bis 2050 – sind in ihrer Tendenz nicht überraschend, in ihrer Größenordnung jedoch bedeutsam.“
„Bemerkenswert sind die ausgeprägten regionalen Unterschiede: Während Australasien und Westeuropa die höchsten absoluten Prävalenzraten aufweisen, verzeichnen Ostasien, Südasien und Südostasien die stärksten relativen Anstiege. Dies fällt zeitlich mit rasanter wirtschaftlicher Entwicklung und tiefgreifendem soziokulturellem Wandel in diesen Regionen zusammen. Dieses Ergebnis führt jedoch zu methodisch schwer lösbaren Fragen: In welchem Ausmaß spiegeln die hohen Prävalenzwerte in wohlhabenden Ländern sowie die steil ansteigenden Raten in Ländern mit zunehmendem Wohlstand tatsächliche epidemiologische Veränderungen wider? Und in welchem Maß sind sie Ausdruck verbesserter Diagnosesensitivität, erweiterter Versorgungsangebote und gesteigerter gesellschaftlicher Aufmerksamkeit sowie Entstigmatisierung gegenüber Essstörungen? Diese Fragen lassen sich auf Basis der vorliegenden Daten nicht abschließend beantworten.“
Gründe für den Anstieg der Erkrankungsraten
„Ursachen des beobachteten Anstiegs umfassen mehrere mögliche Faktoren: genetische Vulnerabilität, soziokultureller Druck, veränderte Körpernormvorstellungen sowie wirtschaftliche Transformation. Soziale Medien werden in der Studie nicht explizit untersucht, sind jedoch als potenziell wirksamer Einflussfaktor in der öffentlichen und wissenschaftlichen Debatte präsent.“
Gegenmaßnahmen
„Für die DACH-Region leiten sich aus diesen Befunden konkrete Handlungsempfehlungen ab. Auf Makroebene erscheinen regulatorische Maßnahmen zunehmend dringlicher. Dazu zählen etwa evidenzbasierte Einschränkungen körperbezogener Werbung sowie ein stärker diskutierter Kinder- und Jugendschutz im Kontext sozialer Medien. Siehe dazu das Statement unserer Fachgesellschaft .“
„Parallel dazu sind niedrigschwellige, schulbasierte Präventionsansätze unverzichtbar. Entsprechende Programme verbinden evidenzbasierte Wissensvermittlung mit der Förderung von Medienkompetenz und Körperakzeptanz direkt im Lebensumfeld Heranwachsender. Ein Beispiel dafür ist unser Programm Netzwerk Essstörungen Sachsen für Sachsen. Solche Angebote sollten strukturell gestärkt, flächendeckend ausgebaut und wissenschaftlich begleitet werden – als Teil einer kohärenten Strategie zur Prävention und Frühintervention bei Essstörungen.“
Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Universität Duisburg-Essen
„In der Studie werden weltweite Prävalenzanstiege der Diagnosen Anorexia nervosa (Anorexie) und Bulimia nervosa (Bulimie) zwischen den Jahren 1990 und 2023 beschrieben. Im Jahre 2023 wiesen geschätzt circa 18 Millionen Menschen entweder eine Anorexie oder Bulimie auf. Hierunter befanden sich fast 13 Millionen Frauen – 70 Prozent aller Fälle. Etwas über 50 Prozent der Betroffenen waren zwischen 10 und 24 Jahren alt. Die höchsten Prävalenzen fanden sich in Ländern mit einem hohen Einkommen, wobei die größten Anstiege in Ost-, Süd- und Südostasien erfolgten. Für beide Störungen wird ein weiterer Anstieg bis 2050 vorhergesagt. Die Studie wurde unter Heranziehung von ‚State of the Art‘-Methoden des Global Burden of Disease (GBD) erstellt (Finanzierung Gates Foundation) und zahlreiche Wissenschaftler waren beteiligt.“
Essstörungen: Bulimie und Anorexie
„Essstörungen betreffen deutlich häufiger das weibliche Geschlecht. Da sie in der Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter auftreten, sind insbesondere junge Menschen betroffen. Die Störungen dauern durchschnittlich einige Jahre an, sodass das Leben der Betroffenen über lange Zeit von der Essstörung geprägt ist.“
„Anorexia und Bulimia nervosa können ineinander übergehen, wobei der Übergang einer Anorexie in die Bulimie deutlich häufiger ist. Es gibt zahlreiche Hinweise dafür, dass beide Störungen im Hinblick auf Risikofaktoren überlappen.“
Wichtige und überraschende Ergebnisse
„Es bestätigt sich, dass beide Essstörungen in Ländern mit hohem Durchschnittseinkommen häufiger sind. Da sich voraussichtlich die wirtschaftliche Situation von Entwicklungs- und Schwellenländern in den kommenden Jahren bessern wird, erklärt sich hierdurch ein Teil des prognostizierten Anstiegs.“
„Die Studie beleuchtet nicht den Anstieg von Übergewicht und Adipositas in der Welt. Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Drang zum Dünnsein für beide Essstörung relevant ist. Insofern wäre es interessant gewesen, die Prävalenzraten in Beziehung zu veränderten Prävalenzraten für Übergewicht und Adipositas zu setzen.“
„Kritisch ist darauf zu verweisen, dass die atypische Anorexia nervosa nicht berücksichtigt wurde. Diese Essstörung zeigt praktisch die gleichen psychischen wie körperlichen Merkmale der Anorexia nervosa mit Ausnahme des für die Diagnosestellung einer Anorexia nervosa erforderlichen niedrigen Körpergewichts. In manchen US-Zentren machen Patientinnen mit der atypischen Anorexie bereits circa die Hälfte aller Patientinnen mit einer Anorexie-ähnlichen Erkrankung aus.“
„Solange in unserer Gesellschaft und insbesondere bei Mädchen beziehungsweise Frauen das Schlankheitsideal gilt, wird es dazu führen, dass Personen versuchen abzunehmen. Genau hierdurch kann bei entsprechender Prädisposition die Verstrickung in eine Essstörung ausgelöst werden.“
Gegenmaßnahmen
„Es gilt, Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass das Körpergewicht eines Menschen bei gegebenen Umweltbedingungen große Unterschiede aufweist. Manche sind dünn, manche übergewichtig. Letztlich ist das vergleichbar mit Unterschieden in der Körperhöhe. Unglücklicherweise werden Personen mit Übergewicht in unserer Gesellschaft stigmatisiert.“
Leiter der Arbeitseinheit und der Ambulanz Klinische Psychologie und Translationale Psychotherapie, Universität Münster
Essstörungen: Bulimie und Anorexie
„Essstörungen sind ernstzunehmende psychische Störungen, die häufig bereits in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter beginnen und erhebliche körperliche, psychische und soziale Folgen haben können. Besonders bei der Anorexia nervosa ist das Sterblichkeitsrisiko deutlich erhöht, wie auch neuere große Metaanalysen zeigen [5].“
Unterschätzung der Krankheitslast
„Wichtig ist, dass Anorexie und Bulimie nur einen Teil des Essstörungs-Spektrums ausmachen. Zu diesem Spektrum gehören ebenso die häufige Binge-Eating-Störung, atypische Formen der Anorexie und Bulimie sowie die vermeidend-restriktive Essstörung (ARFID). Dass diese Diagnosen in der aktuellen Studie nicht berücksichtigt werden, führt zu einer erheblichen Unterschätzung der gesamten Krankheitslast durch Essstörungen, wie bereits eine frühere Arbeit in The Lancet Psychiatry gezeigt hat und wie die Autor:innen der aktuellen Studie selbst auch einräumen. Hinzu kommt, dass Essstörungen aufgrund von Scham, Stigmatisierung und teilweise eingeschränkter Krankheitseinsicht oft erst spät erkannt und behandelt werden.“
Beurteilung der Studienmethodik
„Die Studie stellt eine methodisch anspruchsvolle und umfassende Datenmodellierung vor, die zahlreiche internationale Datenquellen zusammenführt und durch statistische Korrekturverfahren zum Teil Schwächen früherer Studien überwindet. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten bezüglich der präsentierten Daten, insbesondere weil sich die Diagnosekriterien für Anorexie und Bulimie nach ICD und DSM seit 1990 mehrfach wesentlich verändert haben. Das kann die Vergleichbarkeit über die Zeit erheblich beeinträchtigen und ist durch statistische Anpassungen vermutlich nicht vollständig auszugleichen – das räumen die Autor:innen der Studie auch selbst ein.“
„Hinzu kommen große Unterschiede in der Datenverfügbarkeit und diagnostischen Erfassung zwischen den verschiedenen Ländern, sodass sich nicht zuverlässig bestimmen lässt, welcher Anteil des geschätzten Prävalenzanstiegs tatsächliche epidemiologische Veränderungen widerspiegelt.“
Interpretation der Prognose
„Die Prognose bis 2050 sollte vorsichtig interpretiert werden, zumal der außergewöhnliche Anstieg von Essstörungsdiagnosen während der COVID-19-Pandemie nicht unmittelbar in die Modellanpassung einging. Ob und wie sich die teilweise längerfristig erhöhten Erkrankungszahlen auf die zukünftige Entwicklung auswirken, ist schwer vorherzusagen. Das zeigt auch eine norwegische Registerstudie, in der die Neuerkrankungsraten im Jahr 2023 bei 10- bis 14-Jährigen und 20- bis 24-Jährigen noch rund 30 Prozent über den präpandemisch erwarteten Werten lagen [7].“
Wichtige und überraschende Ergebnisse
„Der geschätzte Anstieg der altersstandardisierten Prävalenz um rund 21 Prozent zwischen 1990 und 2023 ist bedeutsam, der deutlich stärkere Anstieg der absoluten Fallzahlen um 71 Prozent muss sicherlich auch vor dem Hintergrund des weltweiten Bevölkerungswachstums betrachtet werden. Auffällig sind die regionalen Unterschiede mit besonders hohen Prävalenzschätzungen in wohlhabenderen Ländern und starken relativen Zuwächsen in Teilen Asiens, die allerdings auch durch Unterschiede in Diagnostik, Datengrundlage und Modellierung beeinflusst sein können.“
„Etwas überraschend ist der für Bulimie berichtete Prävalenzgipfel im Alter von 30 bis 34 Jahren. Andere Untersuchungen, insbesondere zu Neuerkrankungen, haben häufig frühere Altersgipfel beschreiben. Besonders kritisch ist die Schätzung von weltweit lediglich 237 unmittelbar der Anorexie zugeschriebenen Todesfällen im Jahr 2023, die keinesfalls mit der gesamten krankheitsassoziierten Sterblichkeit gleichgesetzt werden darf. Große Kohortenstudien und aktuelle Metaanalysen zeigen ein mehrfach erhöhtes Gesamtsterblichkeitsrisko, während Todesfälle infolge medizinischer Komplikationen oder Suizid häufig nicht unmittelbar der Essstörung zugerechnet werden [5] .“
Gründe für die steigende Prävalenz
„Essstörungen entstehen durch ein komplexes Zusammenwirken genetischer, biologischer, psychologischer und soziokultureller Faktoren. Der beobachtete Anstieg lässt sich nicht auf einzelne Ursachen zurückführen. Soziale Medien und die dort verbreiteten Körper- und Schönheitsideale können insbesondere durch soziale Vergleiche und die Verstärkung von Körperunzufriedenheit eine Rolle spielen, wobei die Evidenz für einen ursächlichen Beitrag zum langfristigen Prävalenzanstieg bislang noch begrenzt ist. Auch gesellschaftliche Veränderungen hinsichtlich Ernährung, Körperidealen und Gewichtsstigmatisierung, kommen als Einflussfaktoren infrage, während Wohlstand allein die Unterschiede zwischen Ländern nicht überzeugend erklärt.“
„Die erheblichen Zunahmen von Essstörungsdiagnosen während der COVID-19-Pandemie sprechen dafür, dass gesellschaftliche Belastungen und veränderte Lebensbedingungen relevant sein können – allerdings sind die zugrunde liegenden Mechanismen noch nicht ausreihend verstanden. Genetische und biologische Vulnerabilitäten sind für die individuelle Erkrankungsentstehung wesentlich, können die relativ kurzfristigen Veränderungen der Erkrankungshäufigkeit für sich genommen aber nicht plausibel erklären.“
Gegenmaßnahmen
„Wir brauchen vor allem eine bessere Früherkennung, wirksame Prävention und einen raschen Zugang zu spezialisierter, evidenzbasierter Behandlung. Denn Essstörungen beginnen häufig früh und können mit zunehmender Erkrankungsdauer schwerer behandelbar werden.“
„In Deutschland bestehen weiterhin erhebliche Versorgungslücken, insbesondere lange Wartezeiten, regionale Unterschiede in der Verfügbarkeit spezialisierter Angebote und Probleme beim Übergang zwischen ambulanter und stationärer sowie zwischen Jugend- und Erwachsenenversorgung. Die Deutsche Gesellschaft für Essstörungen fordert deshalb in ihrem aktuellen gesundheitspolitischen Positionspapier unter anderem den Ausbau spezialisierter sektorenübergreifender Versorgungsmodelle, verbindlichere Früherkennungs- und Zuweisungswege sowie eine bessere Qualifikation relevanter Berufsgruppen.“
„Präventionsangebote sollten früh ansetzen und insbesondere psychische Gesundheit, Körperbild, Medienkompetenz und den Umgang mit Gewichtsstigmatisierung berücksichtigen, wobei ihre langfristige Wirksamkeit hinsichtlich der Verhinderung klinischer Essstörungen weiter untersucht werden muss. Schließlich benötigen wir mehr Versorgungsforschung, die das gesamte Spektrum der Essstörungen und bislang unterversorgte Gruppen berücksichtigt, um gesundheitspolitische Maßnahmen gezielt entwickeln und überprüfen zu können.“
Ergänzende Anmerkung:
„Die Einschätzung der Methodik erfolgt unter dem Vorbehalt, dass mir das sicherlich umfangreiche Supplement des Artikels leider nicht zugänglich war und aufgrund der sehr kurzen Bearbeitungszeit keine vertiefte Prüfung sämtlicher statistischer Methoden möglich war. Insbesondere die Korrekturen für unterschiedliche diagnostische Kriterien, die Modellierung der Mortalität und einzelne Annahmen der Prognose bis 2050 konnte ich daher nicht im erforderlichen Detail nachvollziehen.“
„Ich erhalte Tantieme für Bücher über die Behandlung von Essstörungen und Adipositas bei Hogrefe und Kohlhammer sowie Honorare für Workshops und Vorträge zu Essstörungen und Adipositas und deren Behandlung, unter anderem von Lilly, Novo Nordisk und Rhythm. Außerdem erhalte ich Honorare als Herausgeberin des ‚International Journal of Eating Disorders‘ und als Berater für Takeda und Medice.“
„Ich bin Editor-in-Chief der Zeitschrift Psychotherapy and Psychosomatics (Oxford University Press) und Mitautor der S3-Leitlinie Essstörungen. Meine Forschung wird unter anderem durch das BMBF/BMFTR im Rahmen des DZPG gefördert. Darüber hinaus bestehen keine Interessenkonflikte.“
„Keine Interessenkonflikte.“
„Ich bin Miterfinder bei drei Patenten der Universität Duisburg-Essen zur Behandlung der Anorexia nervosa, der atypischen Anorexia nervosa und der Depression mit Leptinanaloga. Außerdem bin ich wissenschaftlicher Berater von Zula Pharmaceutics (USA).“
„Relevante Interessenkonflikte bestehen meinerseits nicht.“
Primary source
Bai R et al. (2026): Global Burden of Anorexia Nervosa and Bulimia Nervosa, 1990 to 2023, With Forecasts to 2050. JAMA Psychiatry. DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2026.3457.
References cited by the experts
[] Santomauro DF et al. (2026): Updated trends in the global prevalence and burden of mental disorders, 1990–2023: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2023. The Lancet. DOI: 10.1016/S0140-6736(26)00519-2.
[] Berkman N et al. (2015): Management and Outcomes of Binge-Eating Disorder. Agency for Healthcare Research and Quality (AHRQ). Comparative Effectiveness Review No. 160.
[] Deutsche Gesellschaft für Essstörungen (DGESS) (2026): 20 Jahre DGESS: Vier gesundheitspolitische Entscheidungen für eine Verbesserung von Prävention und Versorgung bei Essstörungen. Gesundheitspolitisches Positionspapier.
[] Krug I et al. (2025): A meta-analysis of mortality rates in eating disorders: An update of the literature from 2010 to 2024. Clinical Psychology Review. DOI: 10.1016/j.cpr.2025.102547.
[5] Semchishen SN et al. (2026): All‐cause and cause‐specific mortality risk in individuals with eating disorders: systematic review and meta‐analysis of relative risk and aggravating or attenuating factors. World Psychiatry. DOI: 10.1002/wps.70014.
[] Santomauro DF et al. (2021): The hidden burden of eating disorders: an extension of estimates from the Global Burden of Disease Study 2019. The Lancet Psychiatry. DOI: 10.1016/S2215-0366(21)00040-7
[7] Reas DL et al. (2025): Trends in the Observed Versus Expected Incidence of Eating Disorders Before, During, and After the COVID-19 Pandemic: A National Patient Registry Study. International Journal of Eating Disorders. DOI: 10.1002/eat.24443.
[] Jeffery A et al. (2025): Mortality and hospital admissions in people with eating disorders: longitudinal cohort study in secondary care-linked English primary care records. The British Journal of Psychiatry. DOI: 10.1192/bjp.2025.69.
Prof. Dr. Anja Hilbert
Professorin für Verhaltensmedizin und Leiterin der Arbeitsgruppe Verhaltensmedizin, Universitätsklinikum Leipzig
Information on possible conflicts of interest
„Ich erhalte Tantieme für Bücher über die Behandlung von Essstörungen und Adipositas bei Hogrefe und Kohlhammer sowie Honorare für Workshops und Vorträge zu Essstörungen und Adipositas und deren Behandlung, unter anderem von Lilly, Novo Nordisk und Rhythm. Außerdem erhalte ich Honorare als Herausgeberin des ‚International Journal of Eating Disorders‘ und als Berater für Takeda und Medice.“
Prof. Dr. Stephan Zipfel
Ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Tübingen und Direktor des Kompetenzzentrums für Essstörungen an der Universität Tübingen (KOMET), und stellvertretender Standortsprecher im Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG)
Information on possible conflicts of interest
„Ich bin Editor-in-Chief der Zeitschrift Psychotherapy and Psychosomatics (Oxford University Press) und Mitautor der S3-Leitlinie Essstörungen. Meine Forschung wird unter anderem durch das BMBF/BMFTR im Rahmen des DZPG gefördert. Darüber hinaus bestehen keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Stefan Ehrlich
Leiter des eigenständigen Bereichs für Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden
Information on possible conflicts of interest
„Keine Interessenkonflikte.“
Prof. Dr. Johannes Hebebrand
Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Universität Duisburg-Essen
Information on possible conflicts of interest
„Ich bin Miterfinder bei drei Patenten der Universität Duisburg-Essen zur Behandlung der Anorexia nervosa, der atypischen Anorexia nervosa und der Depression mit Leptinanaloga. Außerdem bin ich wissenschaftlicher Berater von Zula Pharmaceutics (USA).“
Prof. Dr. Timo Brockmeyer
Leiter der Arbeitseinheit und der Ambulanz Klinische Psychologie und Translationale Psychotherapie, Universität Münster
Information on possible conflicts of interest
„Relevante Interessenkonflikte bestehen meinerseits nicht.“