Personalisierte Phagentherapie – Leitlinie soll Weg in die klinische Praxis ebnen
erste Leitlinie für eine personalisierte Phagentherapie wird veröffentlicht
diese soll Grundlage für eine standardisierte, qualitätsgesicherte Anwendung geben
Autorinnen und Experte erläuterten im Press Briefing die Relevanz der Leitlinie für die Infektiologie, sowie für Patientinnen und Patienten
Eine Phagentherapie kann bei bakteriellen Infektionen eingesetzt werden, wenn klassische Therapieansätze wie Antibiotikabehandlungen nicht mehr wirken. Bakteriophagen sind Viren, die spezifisch Bakterien infizieren, sich in ihnen vervielfältigen und sie dann abtöten. Dieser Ansatz kann unter anderem bei chronischen Atemwegsinfektionen, schweren systemischen Infektionen, bei Knochen-, Gelenk-, HNO- oder Hautinfektionen zum Einsatz kommen.
Besonders häufig wird der Einsatz einer Phagentherapie im Zusammenhang mit Antibiotikaresistenzen diskutiert. Angesichts der bedrohlichen Antibiotikaresistenzkrise schätzen sowohl die Weltgesundheitsorganisation als auch Initiativen auf europäischer Ebene eine Phagentherapie als äußerst vielversprechend ein.
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„Ich habe Drittmittel für Forschungsprojekte erhalten, ohne dass eine direkte persönliche Vergütung erfolgte. Ich bin Gründungsmitglied von Phage4-1Health (unentgeltliche Tätigkeit) sowie gewähltes Mitglied des Lenkungsausschusses von PhageNET des DZIF (unentgeltlich).“
„Ich erhalte institutionelle Forschungsfördermittel des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMFTR). Ich erhielt persönliche Honorare für Vorträge von Roland Berger, der Goethe-Universität Frankfurt und der Akademie für Infektionsmedizin e.V.. Ich erhielt Reisestipendien von der ESCMID (2024 und 2025) und der Federation of European Microbiological Societies (FEMS) (2023). Ich bin ehrenamtliche wissenschaftliche Sekretärin des EUCAST-Unterausschusses für on Phage Susceptibility Testing sowie gewähltes Mitglied des Lenkungsausschusses des PhageNET des DZIF (ehrenamtlich). Ich bin Mitglied der DGI, der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und der Arbeitsgruppe für Medizinische Onkologie/Infektionskrankheiten (DGHO/AGIHO) sowie der ESCMID-Studiengruppe für nicht-traditionelle antibakterielle Therapie (ESGNTA).“
Alle anderen: Keine Angaben erhalten
Primärquelle
Würstle S et al. (2026): A consensus-based guideline for personalized bacteriophage therapy. Nature Medicine. DOI: 10.1038/s41591-026-04654-6.
PD Dr. Silvia Würstle
Leiterin der Arbeitsgruppe Bakteriophagen und Laborleiterin der Infektiologie, Universitätsklinikum Frankfurt
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich habe Drittmittel für Forschungsprojekte erhalten, ohne dass eine direkte persönliche Vergütung erfolgte. Ich bin Gründungsmitglied von Phage4-1Health (unentgeltliche Tätigkeit) sowie gewähltes Mitglied des Lenkungsausschusses von PhageNET des DZIF (unentgeltlich).“
Dr. Annika Yanina Claßen
Leiterin der Arbeitsgruppe Bakteriophagen und Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie, Klinik für Innere Medizin I, Uniklinik Köln
Angaben zu möglichen Interessenkonflikten
„Ich erhalte institutionelle Forschungsfördermittel des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMFTR). Ich erhielt persönliche Honorare für Vorträge von Roland Berger, der Goethe-Universität Frankfurt und der Akademie für Infektionsmedizin e.V.. Ich erhielt Reisestipendien von der ESCMID (2024 und 2025) und der Federation of European Microbiological Societies (FEMS) (2023). Ich bin ehrenamtliche wissenschaftliche Sekretärin des EUCAST-Unterausschusses für on Phage Susceptibility Testing sowie gewähltes Mitglied des Lenkungsausschusses des PhageNET des DZIF (ehrenamtlich). Ich bin Mitglied der DGI, der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und der Arbeitsgruppe für Medizinische Onkologie/Infektionskrankheiten (DGHO/AGIHO) sowie der ESCMID-Studiengruppe für nicht-traditionelle antibakterielle Therapie (ESGNTA).“
Prof. Dr. Jan Rupp
Direktor der Klinik für Infektiologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck