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Wie wir arbeiten

Urteilskraft = Wissenschaft mal Journalismus zum Quadrat. So lautet die SMC-Formel.

Wissenschaftler, Journalisten und wir Wissenschaftsjournalisten des SMC: Wenn diese drei Faktoren zusammenkommen und ihr Wissen und ihr Können miteinander multiplizieren, dann kann die Öffentlichkeit umfassender und fundierter informiert werden – und somit besser urteilen.

Der Anlass:

  • Ein tagesaktuelles Ereignis mit Wissenschaftsbezug macht Schlagzeilen.
    Zum Beispiel weil ein automatisch fahrendes Auto einen Unfall verursacht und dabei ein Mensch stirbt.
    Oder zum Beispiel wenn ein riesiger Eisberg vom antarktischen Schelfeis abbricht.
  • Ein Forschungsergebnis wird veröffentlicht und sorgt auch in den Medien für Schlagzeilen.
    Zum Beispiel wenn Lämmer in einer künstlichen Fruchtblase heranwachsen und diese Methode in Zukunft eventuell auch für menschliche Frühchen in Frage kommen soll.
    Oder zum Beispiel wenn herausgefunden wurde, warum manche Frauen ständig Blasenentzündungen haben.
  • Ein wissenschaftliches Thema wird in der Politik heiß diskutiert, lässt aber die Medien kalt.
    Zum Beispiel wenn im Zuge des Diesel-Skandals Wissenschaftler den Schlussfolgerungen von Bundestagsabgeordneten zu gesundheitlichen Schäden durch Stickoxide widersprechen.
    Oder zum Beispiel weil die DNA-Analyse bei Kriminalfällen erweitert werden soll, aber die Öffentlichkeit davon kaum etwas erfährt.
  • Kurzum: Wenn Wissenschaft Schlagzeilen macht und wenn Stimmen von Wissenschaftlern absehbar in der Berichterstattung einen Unterschied machen können, dann werden wir – die SMC-Redaktion – aktiv.

Der Ablauf:

  • Unsere SMC-Redaktion findet heraus, wer wirklich Experte auf dem jeweiligen Themengebiet ist. Zahlreiche Experten sind bereits in unserer Datenbank; andere werden ad hoc recherchiert und identifiziert.
  • Wir recherchieren auch, welche wissenschaftliche Evidenz ausschlaggebend und welche verfügbar ist. 
  • Daraufhin kontaktieren wir die ausgewählten Experten und bitten sie um ein Statement. Dabei stellen wir üblicherweise ein paar wenige Leitfragen. Diese beziehen sich zum Beispiel auf die Qualität des Forschungsergebnisses oder auf technische Aspekte des tagesaktuellen Themas. Die Experten können diese Leitfragen als Orientierung nutzen, wenn sie mögen. 
  • Die angefragten Wissenschaftler schreiben dann ein wissenschaftlich fundiertes Statement – und zwar zeitnah. Das heißt: innerhalb weniger Stunden, wenn es sich um ein tagesaktuelles Ereignis handelt, oder etwas später, wenn es sich zum Beispiel um eine Fachpublikation mit Sperrfrist in einigen Tagen handelt.
  • Wir bündeln diese Expertisen, ergänzen ggf. weitere Recherche-Empfehlungen und reichen dann alles umgehend an die akkreditierten Journalisten weiter. Registriert sind hauptberuflich tätige Journalisten, die für Medien in Deutschland, Österreich oder der Schweiz arbeiten. 
  • Bei all dem arbeiten wir frei und unabhängig – entsprechend unseres Berufsethos als Journalisten und gemäß der Satzung unserer gemeinnützigen GmbH (gGmbH). Wir folgen den Prinzipien der journalistischen Unabhängigkeit, Sorgfalt und Interessenneutralität. Und wir leben unsere Werte

Das Ergebnis:

  • Die Journalisten können das Material als Recherchequelle und als Zitate-Pool für ihre Berichterstattung nutzen. So trägt das SMC dazu bei, dass mehr Wissenschaft in den Medien vorkommt und das auch in nicht-wissenschaftlichen Ressorts wie Politik oder Panorama.
  • Das SMC veröffentlicht etwa zwei Tage, nachdem die akkreditierten Journalisten einen SMC-Beitrag erhalten haben bzw. die Sperrfrist abgelaufen ist, das Angebot auf der SMC-Homepage, und zwar in der Rubrik „Alle Angebote“. So entsteht ein für jeden zugängliches Repositorium, das thematisch durchsucht werden kann.