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Wie funktioniert der Operation Explorer?

Wie öffnet man den Operation Explorer?

Der Operation Explorer ist aus unterschiedlichen Gründen kein Open Source Tool. Im Umgang mit Gesundheitsdaten vertraute Journalisten, die sich beim SMC akkreditieren, können einen Gastzugang erhalten, wenn Sie einen Nutzungsvertrag unterzeichnen. Das Tool ist für Google Chrome optimiert.

Wie starte ich eine Recherche?

Die beiden wichtigsten Datensätze für die Recherche sind die OPS-Daten zu den Operationen und Prozeduren im Krankenhaus und die nach ICD-10 codierten Daten zu den Hauptdiagnosen im Krankenhaus. Unter dem Reiter „Verfügbare Datensätze“ kann man den Datensatz anwählen, in dem man suchen möchte. Anschließend muss in dem Feld „Codes(s) auswählen“ der Code (oder mehrere) eingetragen werden, zu dem eine Analyse gewünscht ist. Man kann dreistellige oder vierstellige Codes eingeben. Dreistellige Codes sind immer übergeordnete Codes. Vierstellige Codes sind differenzierter.

Bsp.: Der Code 5-83 steht für Operationen an der Wirbelsäule. Der Code 5-836 steht für die Spondylodese, die Versteifung von Wirbelsäulensegmenten.

Alle Viersteller aus einem Bereich ergeben zusammen den Wert des übergeordneten dreistelligen Codes.

Wie finde ich die Codes?

Es gibt mehrere Wege, die Codes zu finden.

  • Über das Fenster „Code(s) auswählen“. Dort kann man Stichworte eingeben wie z.B. Herz oder Knie und bekommt Vorschläge aus der OPS- oder der ICD-10-Code-Liste. 
  • Über Internet-Suche. Gibt man z. B. „Hüftprothese“ und „OPS-Code“ in die Suchmaske eines Browsers ein, findet man verlässlich die passenden Codes. 
  • Wer eine Übersicht über alle Codes haben oder stöbern möchte, findet eine komplette Liste aller Codes zum Beispiel bei www.icd-code.de oder bei www.dimdi.de. Der Explorer verlinkt zur Zeit wegen der etwas einfacheren Übersicht auf icd-code.de. Sowohl die Operationen und Prozeduren (OPS-Codes) als auch die  Diagnosen (ICD-10-Codes) sind in Kapitel unterteilt.
    Bsp.: In Kapitel 3 der Operationen und Prozeduren finden sich alle OPS-Codes (auch „OPS-Schlüssel“ genannt) für die bildgebende Diagnostik, in Kapitel 5 die OPS-Codes für Operationen.
    Die Kapitel sind wiederum in große Gruppen gegliedert. Zum Beispiel Operationen am Auge oder Operationen an den Bewegungsorganen. Innerhalb dieser Gruppen geht es zu dreistelligen übergeordneten Codes, z.B. Code 5-83 für Operationen an der Wirbelsäule. Klickt man auf den Dreisteller, erhält man die weiter ausdifferenzierten Viersteller. Es gibt auch noch fünfstellige und sechsstellige Codes. Diese Datentiefe kann der Explorer aber leider nicht darstellen, weil das Statistische Bundesamt diese Datensätze nicht nach Altersgruppen und Kreisen geordnet anbietet. Grund ist der Datenschutz. 

Welche Ergebnisse liefert der Explorer?

Sobald der Code eingegeben ist, liefert das Tool eine Übersichtskarte für ganz Deutschland, in der man zoomen kann. Jedem Kreis oder jeder kreisfreien Stadt ist ein Farbwert zugeordnet. Je dunkler das Rot, desto mehr Fälle sind in dem Kreis erfasst. Jeder Kreis ist mit Maus oder Touchpad einzeln anwählbar. Im Statistikteil rechts neben der Karte findet man die absoluten Fallzahlen des ausgewählten Kreises und die Gesamtfallzahl in Deutschland. Darunter die Einwohnerzahl des Kreises. Die Werte „Fälle pro 100.000 Einwohner“ und die „Abweichung zum arithmetischen Mittel“ sind bereits altersstandardisierte Zahlen. Die Altersstandardisierung  wird anhand der Daten zur Bevölkerung vom Statistischen Bundesamt ermittelt. 

In der Legende ist nachzulesen, welche Fallzahlen hinter den verschiedenen Farbtönen der Farbpalette stehen. Die Anzahl der Fallzahlklassen, die Farbgebung und die Methode der Klasseneinteilung ist unter „Optionen“ veränderbar. 

Unterhalb der Legende zeigt ein Koordinatensystem, wo die einzelnen Kreise mit ihren Werten (Fälle pro 100.000 Einwohner und Standardabweichungen vom arithmetischen Mittel) in der Gesamtverteilung liegen. Die Verteilungskurve setzt sich aus 402 schmalen Balken zusammen, die mit der Maus einzeln anwählbar sind. Der zugehörige Kreis zum Balken leuchtet dann in Karte grün auf. 

Welche Parameter kann ich bei der Recherche verändern?

Die Suche kann auf bestimmte Altersgruppen eingeschränkt werden. 

Auch eine Analyse nach Geschlecht ist möglich. 

Unter dem Reiter „Erhebungsjahr auswählen“ kann man zwischen allen Datenjahren wählen, die im Explorer angelegt sind. Das erste verfügbare Jahr ist 2009, der aktuellste verfügbare Datensatz von 2016. Ein Häkchen bei der Funktion „Intervall auswählen“ erlaubt es, die Ergebnisse in einem frei wählbaren Zeitraum zu mitteln. Das führt zu Werten, die weniger anfällig für einmalige Ausreißer sind. Üblich in der Auswertung von Medizindaten ist die Mittelung über zwei bis drei aufeinanderfolgende Datenjahre. 

In dem Feld „Nach Bundesland filtern“ können für die Suche auch einzelne Bundesländer angewählt werden. Die Zahlen der Statistik beziehen sich dann auf die Bevölkerung und die Fallzahlen in dem ausgewählten Land. 

Kann ich die Daten exportieren?

Ja. Unter der Karte stehen Karte, Legende und Daten zum Export bereit. Die Daten werden als Excel-Datei ausgegeben. Bei Veröffentlichung dieser Daten muss stets das Statistische Bundesamt als Quelle angegeben werden.