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09.02.2017

E-Zigaretten: Entwöhnungsmittel für Raucher oder neue Gefahrenquelle?

Anlass

Die Diskussion um die Elektronische Zigarette (E-Zigarette) steht im Spannungsfeld vieler ideologischer und politischer Positionen – in Deutschland, in der Europäischen Union, weltweit. Manche Länder, wie zum Beispiel Australien, sehen in E-Zigaretten eine Gefahr für die erzielten Fortschritte bei der Tabakkontrolle der vergangenen Jahrzehnte und regulieren E-Zigaretten daher restriktiver als Tabakprodukte. Andere Länder, wie zum Beispiel Deutschland, betrachten Zigaretten und E-Zigaretten als nicht harmlos und wollen verhindern, dass sie den Tabak- und Nikotinkonsum fördern und regulieren die E-Zigaretten mit entsprechend ähnlichen Gesetzeslagen. Wieder andere Länder, etwa Großbritannien, schätzen E-Zigaretten trotz aller Unwägbarkeiten als vor allem in Bezug auf Krebsrisiken deutlich ungefährlicher ein und sehen in diesen ein effektives Entwöhnungsmittel für Zigaretten-Raucher; deswegen plädieren diese Länder für eine „weiche“ Regulierung, der entsprechend E-Zigaretten für Erwachsene zugänglich sein sollten und aktiv als Entwöhnungsmittel empfohlen werden.

Die wissenschaftliche Diskussion über die Auswirkungen von E-Zigaretten auf die Gesundheit und über ihren künftigen Stellenwert als Suchtmittel ist geprägt vom wirtschaftlichen Interesse der Tabakindustrie, die vermehrt E-Zigaretten auf den Markt bringt und wie derzeit in Deutschland flächendeckend als Alternative zur Zigarette bewirbt. In der Wissenschaft besteht Konsens, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als Tabak-Zigaretten. Es mangelt jedoch an langfristigen Studien zu einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch die Produkte. Und die vorliegenden Studien zur Wirksamkeit von E-Zigaretten als Hilfsmittel bei der Tabakentwöhnung haben nur eine geringe wissenschaftliche Aussagekraft. Hinzu kommt: Bei einem Drittel aller vorhandenen Studien weisen die wissenschaftlichen Autoren Interessenkonflikte auf

Dieses Fact Sheet liefert Informationen, welche Erkenntnisse wissenschaftlich gesichert sind und welche nicht; zugleich erläutert es offene Forschungsfragen und stellt unterschiedliche Positionen zusammen. Zum einen ist es hilfreich, zwischen Unsicherheiten in Bezug auf die krebserzeugenden Wirkungen der E-Zigarette im Vergleich zur Zigarette und dem Nutzerverhalten vor allem von Jugendlichen zu unterscheiden. Zum anderen ist bisher nicht ausreichend geklärt, ob bei steigendem E-Zigaretten-Gebrauch eine neue Generation von Nikotinabhängigen heranwächst.

Sie können das Fact Sheet auch als PDF herunterladen.

Übersicht

  • Funktionsweise und Typen von E-Zigaretten
  • Marktstruktur und Verbreitung
  • Regulierung in der Europäischen Union, in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz
  • Faktoren, die Risiken von E-Zigaretten beeinflussen
  • Wie schädlich sind E-Zigaretten?
  • Argumente für und gegen E-Zigaretten
  • Literaturstellen, die zitiert wurden

Funktionsweise und Typen von E-Zigaretten

  • E-Zigaretten bestehen aus einem Heizelement, das mit Akkus betrieben wird, und einem Verdampfer, in dem eine Flüssigkeit, das sogenannte Liquid, erhitzt und vernebelt wird.
  • Das Liquid enthält eine Trägersubstanz, Nikotin und Aromastoffe – aber keinen Tabak.
  • Beim Verdampfen entsteht ein Aerosol, das heißt eine Mischung von winzigen flüssigen oder festen Schwebeteilchen in einem Gas, zumeist Luft.
  • Im Gegensatz zur klassischen Zigarette erfolgt keine Tabakverbrennung.
  • Patentiert, aber noch nicht produziert, wurde die E-Zigarette von Herbert A. Gilbert im Jahr 1963. In China wurden 2003 erstmals die durch den Chinesen Hon Lik erfundene Variante der E-Zigarette produziert und daraufhin verkauft. Bereits drei Jahre später werden E-Zigaretten weltweit vertrieben. [59]
  • Die erste Generation von E-Zigaretten ähnelt Zigaretten und ist für den einmaligen Gebrauch bestimmt.
  • Die zweite Generation von E-Zigaretten lässt sich nachfüllen und wieder aufladen.
  • Bei der dritten Generation von E-Zigaretten handelt es sich um Geräte, bei denen sich der Tank nachfüllen lässt und der Nutzer die Spannung der Geräte persönlich regulieren und unterschiedliche Bauteile anpassen kann, sodass diese höhere Temperaturen erreichen als ältere Generationen.
  • Wiederverwendbare E-Zigaretten mit nachfüllbaren Liquids, also E-Zigaretten der zweiten und driten Generation, werden laut einer britischen Studie aus dem Jahr 2016 mit Abstand am häufigsten verwendet. [2]
  • Neuerdings gibt es „Hybride“ zwischen Tabak-Zigarette und E-Zigarette. Dabei wird nicht ein Liquid in einem Tank verdampft, sondern gepresster Tabak in einem elektronischen Halter erhitzt.

Marktstruktur und Verbreitung

Marktstruktur

  • Der Umsatz mit E-Zigaretten steigt weltweit. In Deutschland ist der Umsatz laut dem Verband der deutschen E-Zigaretten-Hersteller von fünf Millionen Euro im Jahr 2010 auf 375 bis 400 Millionen Euro im Jahr 2016 gestiegen. Zum Vergleich: Der Umsatz mit Zigaretten betrug laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2015 gut 21,7 Milliarden Euro und im Jahr 2016 rund 20,5 Millarden Euro. [3, 4, 5]
  • In Deutschland stellen derzeit etwa 200 kleinere und mittlere Unternehmen E-Zigaretten her. Unter den größten E-Zigaretten-Herstellern finden sich große Tabakkonzerne wie die British American Tobacco GmbH (Produktname „Vype“). Dieses Unternehmen war erst 2015 in den deutschen Markt eingestiegen und wurde innerhalb weniger Monate zu einem Big Player des Marktes. Ein anderes großes Unternehmen in dem Markt ist Japan Tobacco International („Logic“). [3]
  • Die Bank Wells Fargo rechnete in einer Prognose aus dem Jahr 2013 damit, dass die Verwendung von E-Zigaretten den weltweiten Konsum von Zigaretten im Jahr 2023 überschreiten könnte. [6]

E-Zigaretten auf dem Vormarsch

  • Laut Drogenbericht des Gesundheitsministeriums haben im Jahr 2015 knapp sechs Prozent der gesamten deutschen Bevölkerung (16 Jahre und älter) E-Zigaretten konsumiert oder zumindest ausprobiert. [7, 63] Diese Einschätzungen decken sich mit den deutschen Umfrage-Daten des Eurobaromenters. [8]
  • Zwar haben fast 14 Prozent der Raucher bereits E-Zigaretten ausprobiert, allerdings verwendet bisher nur ein Prozent der Raucher diese dauerhaft. [7, 63]
  • In Umfragen nennen Raucher mehrere Beweggründe für den Griff zur E-Zigarette: Sie wollen vor allem weniger rauchen (35,4 Prozent), suchen eine weniger schädliche Alternative zu Tabak-Zigaretten (28,0 Prozent) oder möchten aufhören zu rauchen (18,0 Prozent). [7, 63]
  • Von den Menschen in Europa, die jemals E-Zigaretten benutzt haben, haben 67 Prozent dies getan, um das Rauchen von Tabak-Zigaretten einzuschränken oder aufzugeben. Dennoch geben laut Eurobarometer nur 14 von 100 Rauchern und Ex-Rauchern, die jemals E-Zigaretten ausprobiert haben, an, dass ihnen die E-Zigarette beim Aufhören geholfen habe. [8]
  • Eine 2016 publizierte Studie unter Siebt-und Achtklässlern unterschiedlicher Schulformen in Deutschland hat gemessen, dass 16 Prozent bereits mindestens eine E-Zigarette verwendet haben und von diesen wiederum 83 Prozent (also insgesamt 13 Prozent aller befragten Schüler) noch nie eine Zigarette geraucht haben. [9]
  • Eine amerikanische Studie ermittelte, dass für Jugendliche folgende Motive maßgeblich zum Gebrauch von E-Zigaretten beitragen: Neugier (54,4 Prozent), attraktive Aromen (43,8 Prozent) und der Einfluss von Freunden (31,6 Prozent). [10]
  • In Deutschland erhöhte sich zwischen 2012 und 2014 der Anteil an Rauchern, die E-Zigaretten jemals genutzt haben, von 7,0 auf 19,8 Prozent, um dann im Jahr 2015 auf 14,4 Prozent zu sinken. [11]
  • Vermutlich probieren viele Raucher E-Zigaretten, ohne sie dann langfristig zu nutzen: Etwa acht von 1000 Rauchern nutzen E-Zigaretten mindestens wöchentlich, davon fünf von 1000 Rauchern täglich. [11]
  • Eine britische Studie unter Zigaretten-Rauchern im Jahr 2016 ergab, dass Zigaretten-Raucher E-Zigaretten bisher meist aufgrund von Gesundheitsbedenken meiden. Wenn sie E-Zigaretten ausprobierten, die Nutzung aber danach abbrachen, gaben sie als Grund meist an, dass Nutzungserlebnis sei nicht mit dem einer Zigarette vergleichbar gewesen oder habe das Verlangen nach Zigaretten nicht gemindert. [2, 12]

Regulierung in der Europäischen Union, in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz

Europäische Union

  • Das Europäische Parlament entschied 2013: E-Zigaretten werden rechtlich nicht als lizenzeingeschränkte Medikamente behandelt, da sie eine solche Einschränkung stark im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten benachteiligen würde und die Eintrittshürden für neue E-Zigaretten allein für große Tabakfirmen überwindbar wären. [12]
  • Die EU-Richtlinie 2014/14/EU (Artikel 20) reguliert lediglich nikotinhaltige E-Zigaretten und überlässt den Mitgliedstaaten die Regulierung von nicht-nikotinhaltigen E-Zigaretten.
  • Es bestünde die Möglichkeit, E-Zigaretten als Arzneimittel gemäß 2001/83/EG oder als Medizinprodukt gemäß 93/42/EWG zuzulassen. [14].

Deutschland

  • Das Bundesverwaltungsgericht hat am 20.11.2014 entschieden, dass die in den E-Zigaretten verwendeten nikotinhaltige Flüssigkeiten (Liquids) keine Arzneimittel darstellen und somit keiner arzneimittelrechtlichen Zulassung bedürfen. [50]
  • Gemäß einer Gesetzesänderung, die am 01.04.2016 in Kraft getreten ist, gelten die Abgabe- und Konsumverbote des Jugendschutzgesetzes (z. B. § 10 JuSchG) und des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) für Tabakwaren auch für E-Zigaretten und E-Shishas, und zwar unabhängig davon, ob die Liquids Nikotin enthalten. Auch für den Online-Versandhandel ist somit eine Altersprüfung Pflicht. [7, 13]
  • Mit dem Tabakerzeugnisgesetz und der Tabakerzeugnisverordnung wurde die europäische Tabakproduktrichtlinie RL 2014/40/EU eins zu eins in deutsches Recht umgesetzt und gilt seit dem 20.05.2016. Das Tabakerzeugnisgesetz und die Tabakerzeugnisverodnung regulieren Inhaltsstoffe, Produktsicherheit, Verpackungsgestaltung, Täuschungsschutz und Handlungspflichten der Hersteller, Importeure und Händler für E-Zigaretten. Für E-Zigaretten gelten dieselben Werbebeschränkungen wie für Tabakerzeugnisse, also das Tabakerzeugnisgesetz und die Tabakerzeugnisverordnung.
  • Dem Deutschen Bundestag liegt ein noch nicht beratener Gesetzesentwurf vor, der vorsieht, nikotinfreie E-Zigaretten in gleicher Weise zu regulieren wie nikotinhaltige E-Zigaretten zu regulieren sowie zusätzlich zu den durch RL 2014/40/EU vorgegebenen Werbeverboten für E-Zigaretten auch die Außenwerbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten ab dem 01.07.2020 zu verbieten und die Kinowerbung für diese Produkte weiter einzuschränken. [49] Dies würde eine rechtliche Gleichstellung zu den nach Richtlinie 2014/40/EU regulierten nikotinhaltigen E-Zigaretten und Tabakprodukten bedeuten. [14]

Österreich

  • Das österreichische Tabakgesetz („Tabak- und Nichtraucherinnen und Nichtraucherschutzgesetz“) regelt Herstellung und Inverkehrbringen und Bewerbung von Tabakerzeugnissen und „Verwandten Erzeugnissen“, worunter auch die E-Zigarette fällt. Als EU-Mitglied hat Österreich die Richtlinie 2014/40/EU mit den darin enthaltenen Beschränkungen für nikotinhaltige Liquids 2016 umgesetzt.
  • Nikotinfreie Liquids fallen unter den Jugendschutz und werden daher in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich reguliert: In den Bundesländern Salzburg, Kärnten, Oberösterreich und Tirol ist der Verkauf an Unter-16-Jährige verboten; in anderen Bundesländern ist er bisher erlaubt. [55, 56]

Schweiz

  • Laut der bundesrätlichen Verordnung über Lebensmittel ist der Verkauf von E-Zigaretten und Liquids ohne Nikotin in der Schweiz legal, der Verkauf jener mit Nikotin jedoch nicht. Viele Konsumenten beziehen diese daher aus der Europäischen Union.
  • Frühestens ab 2018 könnten mit einem kantonübergreifenden Tabakproduktegesetz der Verkauf von nikotinhaltigen Liquids legal und damit Tabakprodukten in jeglicher Hinsicht (inklusive Werbeeinschränkungen) rechtlich gleichgestellt werden. [53, 54]

Faktoren, die Risiken von E-Zigaretten beeinflussen

  • Derzeit sind zu den langfristigen gesundheitlichen Wirkungen von E-Zigaretten und zu ihrer Wirksamkeit in der Tabakentwöhnung keine eindeutigen, wissenschaftlich fundierten Aussagen möglich. Es lässt sich aber sagen, dass E-Zigaretten zwar weniger schädlich als Tabakzigaretten sind, allerdings keine harmlosen Produkte sind. [62]
  • Die vorliegenden Ergebnisse aus Studien widersprechen sich häufig – nicht zuletzt aufgrund der komplexen Faktoren, die Einfluss auf die gemessene Schädlichkeit haben können. [61, 1]
  • Langzeitstudien zu den Gesundheitsrisiken existieren kaum, weil die E-Zigarette recht neu ist und vorliegende Studienergebniss an älteren Geräten nicht auf neuere Produkte übertragen werden können. Die sehr wenigen Langzeitstudien, die es gibt, wurden mit sehr kleinen Stichproben durchgeführt, weswegen deren Ergebnisse nur bedingt aussagekräftig sind. [67]

Nutzungsverhalten

  • Ob E-Zigaretten dazu führen, dass E-Zigaretten-Nutzer weniger Zigaretten rauchen oder sogar langfristig das Rauchen bzw. den Gebrauch von E-Zigaretten komplett aufgeben, ist nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft unklar.
  • Ebenso unklar ist, ob E-Zigaretten für Nichtraucher einen Einstieg in den Nikotinkonsum darstellen und ob Nichtraucher über die E-Zigarette zum späteren Zigarettenkonsum gelangen.
  • Für eine fundierte Bewertung der Schädlichkeit wäre wichtig zu wissen, ist aber bisher ungeklärt, wie viel E-Liquid die durchschnittlichen E-Zigaretten-Nutzer verbrauchen und wie lange ein Zug an der E-Zigarette dauert.
  • Experimentelle Studien, in denen Maschinen die Nutzung einer E-Zigarette simulieren sollen und die dabei freigesetzten Chemikalienmengen messen, sind nur bedingt aussagekräftig für das tatsächliche Nutzerverhalten von Menschen, denn es bleibt unklar und ist je nach Nutzungsdauer auch variabel, welche Spannung und Temperatur durchschnittliche E-Zigaretten-Nutzer während des Gebrauchs im Alltag verwenden.
  • Je stärker eine E-Zigarette – etwa durch entsprechende Einstellungen, aber auch mit fortschreitender Nutzungsdauer – erhitzt wird, desto stärker steigt die Menge der im Aerosol befindlichen Giftstoffe an. [15]
  • Liquids mit Aromen, die an Tabak erinnern, werden von E-Zigaretten-Nutzern am häufigsten verwendet, so das Ergebnis einer britischen Studie aus dem Jahr 2016. [2]

Funktionsweise und Gerätetypen

  • Als Trägersubstanz, die das Aerosol produziert, dient meist Propylenglycol oder Glyzerin. [16]
  • In den Liquids sind unterschiedliche Nikotinmengen enthalten, üblicherweise 0 bis 26 mg/ml. [17]
  • Eingesetzt werden in unterschiedlichen Produkten ein paar tausend Aromastoffe. Viele dieser Substanzen werden zwar auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, also über den Mund aufgenommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es unbedenklich ist, diese Stoffe einzuatmen. [18, 29]
  • Generell gilt: Je höher die Temperatur in der Heizspule, desto höhere Chemikalienkonzentrationen werden ausgestoßen – zum Beispiel Acrolein, das bei höheren Temperaturen aus Liquids wie z. B. Glycerin entstehen kann. Bei nur einer Heizspule wird bei den ersten Zügen jeweils 0,46 µg Acrolein erzeugt, bei höheren Temperaturen der folgenden Züge bis zu 8,7 µg. Besteht eine E-Zigarette aus zwei Heizspulen, erfolgt die Erhitzung gleichmäßiger als mit nur einer und es entstehen dadurch tendenziell weniger Emissionen. [19]
  • Beim Rauchen einer Zigarette nimmt man 400 bis 650 µg Arcolein zu sich. Geht man davon aus, dass eine Zigarette in 20 Zügen aufgeraucht ist, dann nimmt man mit 20 Zügen einer E-Zigarette 90-100 µg Acrolein zu sich. [19]
  • Acrolein steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen.
  • Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) stuft Acrolein in Kategorie 3 ein: „non classifiable as to its carcinogenicity to human.” Die IARC plant, ihre Klassifikation demnächst zu überarbeiten. [20, 51]
  • Die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) führt Arcolein in der „Kategorie 3B“, d. h. „aus In-vitro- oder aus Tierversuchen liegen Anhaltspunkte für eine krebserzeugende Wirkung vor, die jedoch zur Einordnung in eine andere Kategorie nicht ausreichen. Zur endgültigen Entscheidung sind weitere Untersuchungen erforderlich. Sofern der Stoff oder seine Metaboliten keine genotoxischen Wirkungen aufweisen, kann ein MAK- oder BAT-Wert festgelegt werden.“ (MAK = Maximale Arbeitsplatz-Konzentration; BAT = biologische Arbeitsstoff-Toleranzwerte) [52]
  • Neuere Geräte der dritten Generation führen im Gegensatz zu älteren Erzeugnissen zu einer mit dem Zigarettenkonsum vergleichbar schnellen Aufnahme von Nikotin. [21]

Dauer der Gerätenutzung

  • Je länger ein Verdampfer bereits genutzt wurde, desto mehr Chemikalien wie Formaldehyd, Acetaldehyd und Acrolein werden dabei freigesetzt. Dieser Effekt entsteht, weil sich Verdampfungsprodukte nah an der Heizspule ablagern und diese dann wiederholt erhitzt werden. [19]

Wie schädlich sind E-Zigaretten?

  • Bei der Frage wie schädlich die E-Zigarette ist, ist zuerst die Frage zu stellen, welche Gesundheitsziele erreicht werden sollen: Geht es um die absolute Schädlichkeit von E-Zigaretten, also dem Vergleich der Folgen zwischen der Nutzung von E-Zigaretten und einer möglichst vollständigen Abstinenz von E-Zigaretten- und Tabak-Zigaretten? Oder um die relativen gesundheitlichen Folgen der E-Zigaretten-Nutzung im Vergleich zum Zigarettenkonsum? Je nach Zielsetzung sind dann unterschiedliche wissenschaftliche Ergebnisse für die Bewertung der Schädlichkeit von E-Zigaretten relevant.
  • Insgesamt besteht sowohl bei Befürwortern als auch Kritikern von E-Zigaretten ein Konsens darüber, dass Langzeitstudien zur Feststellung der gesundheitlichen Folgen durch die Verwendung von E-Zigaretten nötig sind. [61]
  • Studienergebnisse lassen sich nur schwierig miteinander vergleichen, weil sich die verschiedenen Geräte und Liquid-Zusammensetzungen ständig verändern. [1, 12, 22]
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass „charakteristische krebserzeugende Verbrennungsprodukte“ bei E-Zigaretten im Vergleich zur Zigarette nicht vorkommen, die „Nikotinaufnahme, die im Liquid erhitzten Aromastoffe und das fehlende Wissen über Langzeitfolgen jedoch ein Gesundheitsrisiko darstellen“. [23]
  • Hingegen ist gesichert, dass der Rauch von klassischen Tabak-Zigaretten eine Vielzahl krebserregender (karzinogener) Stoffe enthält. Da mehr als acht von zehn Lungenkrebs-Fälle durch das Rauchen bedingt sind und die Fünf-Jahres-Überlebensrate im Jahr 2012 bei 16 (Männer) und 21 (Frauen) Prozent lag, stellt der raucherbedingte Lungenkrebs ein erhebliches vermeidbares Gesundheitsrisiko dar. Für die Entstehung von Lungenkrebs spielen vor allem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAHs) und tabakspezifische Nitrosamine (TSNAs) eine Rolle. [24, 57, 58]

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAHs)

  • Die meisten Studien weisen keine oder nur sehr geringe Mengen an PAHs in E-Zigaretten-Liquids nach. [1] In einem Experiment mit E-Zigaretten erhöhte sich allerdings die Menge an PAHs in der Raumluft um 20 Prozent. [25]

Tabakspezifische Nitrosamine (TSNAs)

  • Die Datenlage zu den tabakspezifischen Nitrosaminen ist widersprüchlich. Während einige Studien TSNAs in Liquids und im Aerosol in geringeren Mengen als im Zigarettenrauch nachweisen, konnten andere Studien keine oder allein nicht-karzinogene TSNAs aufspüren. Einen Schwellenwert, unter dem keine Gesundheitsgefährdung anzunehmen ist, gibt es nicht. [1]
  • Gesondert dazu sind neuere Hybrid-Produkte aus E-Zigaretten und Tabak-Zigaretten zu betrachten. Statt den Tabak bei 800 Grad Celsium zu verbrennen, wie bei einer Zigarette üblich, wird der Tabak in der E-Zigarette auf 350 Grad Celsius erhitzt. Dabei können krebserregende Stoffe entstehen und inhaliert werden. Zur genauen Beurteilung der Schädlichkeit liegen Studien bisher nicht vor. [26]

Nikotin

  • Nikotin ist als Suchtstoff und Nervengift bekannt; es kann zu körperlicher Abhängigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. [7]
  • Föten und Säuglinge können über die Plazenta bzw. die Muttermilch Nikotin aufnehmen. Wegen der schädigenden Wirkung auf die Lungenentwicklung, das Herz und das zentrale Nervensystem sollten schwangere und stillende Mütter keine E-Zigaretten verwenden. [1, 17, 27]
  • Der ASH-Report, eine Veröffentlichung der gemeinnützigen britischen Organisation Action on Smoking and Health (ASH), die über das Rauchen informieren möchte, eigene Kampagnen durchführt und zu Teilen Gelder vom britischen Gesundheitsministerium erhält, bewertet E-Zigaretten als effektive Gewöhnungsmittel. Demnach konsumieren 77 Prozent aller britischen E-Zigaretten-Nutzer Liquids mit etwa 18mg/ml oder weniger Nikotin. [2]
  • Auf dieser Basis entsprechen 13 Züge einer mit einem solchen Liquid gefüllten E-Zigarette der Menge an Nikotin beim Konsum einer Zigarette. [18]
  • Wieviel Nikotin E-Zigaretten-Nutzer faktisch aufnehmen, hängt nicht nur von der Konzentration von Nikotin im Liquid ab, sondern ebenso vom Gerät und vom Nutzungsverhalten, zum Beispiel der Anzahl der Züge. [10, 12]

Carbonyle

  • Das durch E-Zigaretten entstehende Aerosol enthält einige als karzinogen eingestufte und weitere womöglich giftige Bestandteile. Deren Anteile variieren erheblich. [1]
  • Potenziell karzinogene und akut die Atemwege reizende Stoffe wie beispielsweise Formaldedhyd [28], Acetaldehyd und Acrolein [12, 1] wurden im Aerosol nachgewiesen.
  • Bei der Verdampfung entstehende Aldehyde reizen die Atemwege. Die Aufnahme von Aldehyden in der Arbeitsmedizin pro Tag werden durch den Verbrauch von fünf Millilitern Liquid etwa um das Doppelte überschritten. [29]
  • Während die Mehrheit der E-Zigaretten in maschinellen Nutzungssimulationen um ein Vielfaches weniger karzinogener Stoffe abgaben, wurden bei einzelnenen Marken mit dem Zigarettenkonsum vergleichbare Mengen an Formaldehyd und Acrolein produziert. [30, 31]
    Wenn der Trägerstoff aus Propylenglycol besteht, die E-Zigarette mit einer höheren Spannung verwendet wird oder sich Nutzungsdauer und somit die Hitze des Geräts erhöht, werden vereinzelt mit dem Zigarettenkonsum vergleichbare Carbonyl-Mengen festgestellt. [1, 15, 30]
    Setzt man zehn Züge einer E-Zigarette mit dem Konsum einer Zigarette gleich, so findet eine weitere Studie, dass die E-Zigarettennutzung zu sechsmal geringeren Formaldehyd-Mengen führt als beim Zigarettenkonsum. [32]
    Zwei weitere Studien betonen, dass E-Zigaretten um etwa das Hundertfache weniger Carbonyle erzeugen als Zigaretten. [12, 33]
    Eine Studie besagt, dass die Menge der im Aerosol von E-Zigaretten gemessenen Schadstoffe meist neunmal bis 450-mal geringer sind als bei Zigaretten. [30]

Metalle

  • Im Aerosol von E-Zigaretten wurden je nach Studie unterschiedliche Metalle wie Aluminium, Blei, Cadmium, Chrom, Nickel, Silber, Zinn in unterschiedlichen Mengen nachgewiesen. [1]

Passivrauchen bzw. passives Einatmen von Aerosolen der E-Zigarette

  • Bisher existiert keine verlässliche Datengrundlage, wie schädlich die Nutzung von E-Zigaretten für nichtkonsumierende Personen im gleichen Raum ist. [68]
  • In vielen Studien wird argumentiert, dass ein Großteil des Passivrauchs bei Tabak-Zigaretten beim Glimmen der Zigarettenspitze entsteht, ohne dass an der Zigarette gezogen wird. Dieses Glimmen entfällt bei der E-Zigarette. Daher gehen solche Studien davon aus, dass das Dampfen im gleichen Raum weniger schädlich für mitanwesende Personen ist, als dies bei der Zigarette der Fall ist, was meist an den verringerten Nikotinemissionen festgemacht wird. [10]
  • Die Größe der von E-Zigaretten emittierten Partikel sind mit denen von Zigaretten vergleichbar. Wie hoch die Konzentration der besonders gesundheitsschädigenden kleinen Partikel von weniger als 2,5 µg im Aerosol ist, ist umstritten. Je nach Studien wurden um Vielfache mehr oder weniger oder auch gleichviele solcher Partikel im Vergleich mit Partikelkonzentrationen im Zigarettenrauch gemessen. [17, 34, 35, 61]
  • E-Zigaretten-Aerosol ist gesundheitlich nicht völlig unbedenklich, da auch E-Zigaretten nicht vollständig emissionsfrei sind, sondern gesundheitsschädliche und krebserzeugende Substanzen enthalten, die in die Raumluft gelangen und von dort anwesenden Personen eingeatmet werden. [25, 31, 68]
  • E-Zigaretten sind bisher nicht explizit im deutschen Bundesnichtraucherschutzgesetz und den Landesnichtraucherschutzgesetzen erfasst. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass der Konsum von E-Zigaretten zu einer Raumluftbelastung führt, die die Gesundheit Dritter gefährden kann. [69]

Argumente für und gegen E-Zigaretten

Sind E-Zigaretten effektiver als bisherige Entwöhnungsmittel?

Pro E-Zigarette

  • beliebtes Entwöhnungsmittel, das auch Bevölkerungsgruppen erreicht, die sich sonst eher keine Hilfe holen würden [10]
  • Das britische Gesundheitsministerium möchte E-Zigaretten als medizinische Entwöhnungsprodukte anerkennen, die Raucher sich beim Arzt verschreiben lassen können (Stand: Juli 2016). [36, 67]
  • In einer randomisierten Studie, das heißt einer Studie, in der die Probanden zufällig auf die verschiedenen Gruppen verteilt wurden, erwiesen sich E-Zigaretten über mindestens sechs Monaten als moderat, aber nicht statistisch signifikant besser als Nikotinpflaster oder „Schein-E-Zigaretten“ beim Raucherstopp. [38] Der aktuelle Cochrane Review „Eletronic cigarettes for smoking cessation“ sieht Hinweise aus zwei randomisierten Studien, dass E-Zigaretten Rauchern dabei helfen könnte, mindestens sechs Monate abstinent zu bleiben. Bemerkt wird in der Übersicht allerdings, dass das Vertrauen in diese Ergebnisse „niedrig“ ist und weitere Studienergebnisse abgewartet werden sollten. Aufgrund der vorliegenden Studien lässt sich ein klinisch bedeutsamer Unterschied bisher nicht ausschließen; weitere Studien laufen derzeit. [67]
  • In einer nicht randomisierten Studie erwiesen sich E-Zigaretten bei Personen, die sich nicht professionell unterstützen lassen, als effizienter als Nikotinpflaster oder gar keine Entwöhnungsmittel. [37, 38]

Contra E-Zigarette

  • Andere Entwöhnungsmittel verbrennen keine Aromastoffe und enthalten daher bestimmte Schadstoffe nicht. Die Wirksamkeit von E-Zigaretten zur Abgewöhnung ist im Gegensatz zu anderen zugelassenen Arzneimitteln nicht belegt. [67] (siehe nachfolgende Fragen)
  • In Deutschland soll laut aktueller S3-Leitlinie „Screening, Diagnostik und Behandlung des schädlichen und abhängigen Tabakkonsums derzeit die E-Zigarette nicht zur Tabakentwöhnung empfohlen werden. [70]

Bedeuten mehr E-Zigaretten-Nutzer gleich „weniger Raucher“?

Pro E-Zigarette

  • In vielen Ländern sinkt die Anzahl an Rauchern von Zigaretten, die Anzahl der E-Zigaretten-Nutzer steigt dagegen. Dies kann dahingehend interpretiert werden, dass E-Zigaretten beim Rauchstopp helfen. [12]
  • Der ASH-Report der britischen gemeinnützigen Organisation Action on Smoking and Health (ASH) besagt, dass der Anteil der Ex-Raucher unter den E-Zigaretten-Nutzern steigt, während der Anteil der Zigarettenraucher weiter sinkt. [2]

Contra E-Zigarette

  • Effizienz unklar: Der kausale Zusammenhang zwischen sinkenden Raucherzahlen und der Verbreitung der E-Zigarettennutzung ist bisher nicht schlüssig bewiesen. [31]
  • Unklar ist, ob E-Zigaretten zu einem Rauchstopp von Zigaretten beitragen. Während einige Studien zum Schluss kommen, dass E-Zigaretten zu einem Rauchstopp beitragen, sprechen andere Ergebnisse dafür, dass das Gegenteil der Fall ist. Eine dritte Gruppe von Studien sieht keinen Zusammenhang. [10, 60, 67]
  • In vielen Ländern hat sich die Anzahl an Rauchern bereits seit Jahren stark reduziert und reduziert sich weiter. Die weitere Verbreitung der E-Zigarette könnte diesen Trend gefährden. [31]
  • Von den Menschen in Europa, die jemals E-Zigaretten benutzt haben, haben 67 Prozent dies getan, um das Rauchen von Tabak-Zigaretten einzuschränken oder aufzugeben. Dennoch geben laut Eurobarometer nur 14 von 100 Rauchern und Ex-Rauchern, die jemals E-Zigaretten ausprobiert haben, an, dass ihnen die E-Zigarette beim Aufhören geholfen habe. [8]
  • Ob es E-Zigaretten-Nutzern gelingt, mit dem Rauchen von Tabakprodukten aufzuhören, ist vor allem davon abhängig, wie motiviert diese per se sind, mit dem Tabakrauchen aufzuhören. [8]

Sind E-Zigaretten die bessere Nikotinquelle als Zigaretten für Nikotin-Süchtige, weil sie weniger Schadstoffe enthalten können?

Pro E-Zigarette

  • Ja, dadurch, dass kein Tabak verbrannt wird, entstehen nicht die gleichen Schadstoffe wie bei Zigaretten, welche bewiesenermaßen und vor allem das Risiko für Krebs, Lungenerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. [12]
  • Insgesamt gelten E-Zigaretten als weniger giftige Nikotinquelle, sowohl bezüglich der krebserregenden Stoffe als auch anderer Schadstoffe. Zumindest sind E-Zigaretten nicht schädlicher als Zigaretten in Bezug auf die bei Tabakverbrennungen entstehenden Substanzen. [31]
  • Das britische Gesundheitsministerium schätzt, dass E-Zigaretten 95 Prozent weniger schädlich als Zigaretten sind. Diese Aussage basiert auf der Einschätzung einer britischen Expertengruppe. [36, 39]
  • In einer aktuellen Studie von 2017 wurden bei Ex-Rauchern und E-Zigaretten-Nutzern im Urin und Speichel nach sechs Monaten weniger karzinogene Substanzen und Schadstoffe nachgewiesen als bei Zigaretten-Rauchern. [71]
  • Gesundheitspolitisch könnte also der Umstieg von Zigaretten auf E-Zigaretten ein Ziel sein, um zum Beispiel die Anzahl der Krebstoten infolge des Rauchens zu senken. [36, 39]

Contra E-Zigarette

  • Nein, zwar besteht inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als Tabak-Zigaretten. Allerdings sind sie keinesfalls harmlos; zudem ist ihre Schädlichkeit stark abhängig von vielen Faktoren.
  • Bisher mangelt es an Langzeitstudien zur Schädlichkeit aller Inhaltsstoffe von E-Zigaretten. Langfristige Gesundheitsschäden sind daher bislang nicht abschätzbar.
  • Auch ohne weitere gesundheitsschädigende Stoffe ist das in den Liquids enthaltene Nikotin schädlich. Die gesundheitsschädigende Wirkung von Nikotin ist unumstritten; über einen Zusammenhang zur Entstehung von Krebs wird diskutiert. [40, 66]
  • Nutzerdaten zeigen, dass am häufigsten eine duale Nutzung entsteht, bei der sowohl Zigaretten als auch E-Zigaretten genutzt werden. Seltener ist es, komplett auf E-Zigaretten umzusteigen oder den Konsum jeglicher Tabak-Zigaretten und E-Zigaretten aufzugeben. [8] Ein „Cocktail“-Effekt zwischen Zigarettenkonsum und zusätzlicher E-Zigaretten-Nutzung würde die gesundheitlichen Auswirkungen für die Gesamtbevölkerung sogar verschlechtern. [61]
  • Jugendliche E-Zigaretten-Nutzer weisen häufiger Symptome einer chronischenn Bronchitis auf als Nichtnutzer. [41]
  • Die bekannten Aromen in den Liquids sind für Nahrungsmittel zugelassen, also um gegessen oder getrunken zu werden und somit in den Magen-Darm-Trakt aufgenommen zu werden – sie sind allerdings nicht für die Inhalation bestimmt, also eingeatmet zu werden und somit in den Atemtrakt zu gelangen. Zu einer Wirkung bei Inhalation fehlen für die meisten Aromen toxikologische Daten. [18] Manche Aromen sind atemwegsreizend oder wirken sensibilisierend.
  • Die Hauptträgersubstanz Propylenglykol ist für die orale Aufnahme unbedenklich, inhaliert wirkt sie atemwegsreizend. Zudem enthält das Aerosol in Abhängigkeit von der Batteriestärke, dem Nutzungsverhalten und dem Gerätetyp unterschiedliche Konzentrationen krebserzeugender und potenziell krebserzeugender Substanzen wie Formaldehyd und Acetaldehyd. Das zumeist enthaltene Nikotin macht abhängig und steht zunehmend im Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Krebs zu fördern. [64]

Verringern E-Zigaretten die Anzahl der gerauchten Tabak-Zigaretten?

Pro E-Zigarette

  • Ja, denn eine nicht-randomisierte Studie mit Probanden aus Großbritannien, den USA, Kanada und Australien ergab, dass Raucher, die auch E-Zigaretten nutzen, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ihren Zigarettenkonsum reduzieren als Raucher, die keine E-Zigaretten nutzen. [42]
  • Laut einer Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration aus dem Jahr 2014 führen E-Zigaretten mit Nikotin eher zur Reduktion der Anzahl der gerauchten Zigaretten als Schein-E-Zigaretten (Placebo) oder Nikotin-Pflaster. [22]

Contra E-Zigarette

  • Es bleibt unklar, ob die an bisherigen Studien teilnehmenden Raucher generell einen größeren Willen hatten, die Anzahl der gerauchten Zigaretten zu verringern. Für dieses Argument spricht, dass in Befragungen die Reduktion des Zigarettenkonsums als einer der Hauptbeweggründe für die E-Zigaretten-Nutzung genannt wurde. [42]
  • Die in einer älteren Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration gemessene Anzahl der gerauchten Zigaretten beruht auf Selbstauskünften. Die Aussagekraft der Befunde wurde selbst von den Studienautoren als gering eingeschätzt. [22, 67]
  • Zu einem hohen Risiko für schwere Gesundheitsschäden führt weniger, wie viele Zigaretten am Tag geraucht werden (Intensität), sondern vielmehr, wie viele Jahre geraucht wurde oder wird (Dauer). [31]
  • Wenngleich Zigaretten rauchende Europäer E-Zigaretten meistens ausprobieren, um das Rauchen einzuschränken oder aufzugeben (67 Prozent), geben nur 21 Prozent der Raucher, die jemals E-Zigaretten ausprobiert haben, an, dass sie ihren Zigarettenkonsum reduziert haben. [8]

Erhöhen E-Zigaretten das Risiko eines Einstiegs von Nichtrauchern in die Nikotin-Sucht?

  • Wie viele junge E-Zigaretten-Nutzer vorher noch nie eine Zigarette geraucht haben, ist unklar. Die Daten variieren je nach Land und Stichprobe zwischen einem Prozent und 30 Prozent. Ein methodisches Problem besteht oft in der kleinen Anzahl an Personen, die zur Datengewinnung in Frage kommen (Untersuchung von Nichtrauchern, die E-Zigaretten verwenden und kein Interesse an Zigaretten hatten, die dann später doch mit Zigaretten angefangen haben). [8, 43, 65] Der bereits erwähnte ASH-Report behauptet, dass fast alle E-Zigaretten-Nutzer Raucher oder Ex-Raucher sind. [2]
  • Die Weltgesundheitsheitsorganisation WHO verweist auf die mangelhafte Datenlage und fordert Langzeitstudien, um einen Zusammenhang statististisch signifikant messen zu können. [31]

Pro E-Zigarette

  • Nein, denn das Ziel der Beratung von Rauchern zum Umstieg auf E-Zigaretten ist, mit Breitenwirkung und schnell den Umstieg von Zigaretten auf E-Zigaretten zu erreichen. Nichtraucher sind dabei nicht die angestrebte Zielgruppe solcher Gesundheitsmaßnahmen.
  • Britische Übersichtsstudien sprechen dafür, dass sowohl jugendliche als auch erwachsene regelmäßige E-Zigaretten-Nutzer zumeist Raucher oder ehemalige Raucher sind. [2, 44]

Contra E-Zigarette

  • Ja, denn der Nichtraucherschutzes kann umgangen werden. Zudem kann es zu einer Renormalisierung des Rauchens – in Form von E-Zigaretten – in der Öffentlichkeit kommen. [31]
  • Starke Anreize zum Nutzungseinstieg bei nichtrauchenden Jugendlichen durch Aromen: Junge Menschen in Europa haben eine stärkere Neigung, E-Zigaretten auszuprobieren (13 Prozent in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen gegenüber drei Prozent in der Altersgruppe der Menschen über 55 Jahren). [8]
  • In einer europaweiten Studie unter Personen, die jemals eine E-Zigarette mit einem nikotinhaltigen Liquid verwendet haben, haben elf Prozent noch nie Tabakprodukte geraucht. Bei den Nutzern von Liquids ohne Nikotin ist der Anteil höher (14 Prozent). [8]
  • In einer deutschen Studie aus dem Jahr 2016 mit 840 Schülern der 7. und 8. Klasse hatten 16 Prozent mindestens einmal eine E-Zigarette verwendet. Unter diesen Nutzern hatten 83 Prozent vorher noch nie eine Zigarette geraucht; das entspricht rund 13 Prozent aller befragten Schüler. [9]

Stimmt die Gateway- bzw. Katalysator-Hypothese, wonach E-Zigaretten die Wahrscheinlichkeit erhöhen, auf Tabakprodukte umzusteigen?

Pro E-Zigarette

  • Es ist unklar, ob E-Zigaretten-Nutzung zum Konsum von Tabakprodukten wie Zigaretten führt oder ob diese Jugendlichen einfach die gleichen Risikofaktoren für E-Zigaretten und Tabakprodukte haben und somit eine duale Nutzung häufig miteinander einhergeht. Ohne ausreichend viele Probanden können in Studien nicht alle Einflussfaktoren statistisch herausgerechnet werden, die für den Zusammenhang mitverantwortlich sein können, zum Beispiel sozio-demografische Faktoren, soziales Milieu, persönliche Charakteristika und Kontakt mit Werbung. Ein kausaler Zusammenhang wurde wegen fehlender aussagekräftigen Längsschnittstudien bisher nicht nachgewiesen. [43]

Contra E-Zigarette

  • Jugendliche E-Zigaretten-Nutzer haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, mit dem Rauchen von Tabakprodukten anzufangen, als Jugendliche, die nie eine E-Zigarette genutzt haben. Die Tatsache, dass der Zusammenhang bei Jugendlichen, die das Rauchen nie anfangen wollten, noch stärker war, deutet darauf hin, dass manche Jugendliche möglicherweise ohne E-Zigaretten auch das Rauchen nicht angefangen hätten. [45]
  • In einer Studie mit zwei Messzeitpunkten ergab sich: Je häufiger Jugendliche E-Zigaretten bei der ersten Befragung verwendeten, desto höher war die Wahrscheinlichkeit, dass diese ein halbes Jahr später zu starken Rauchern wurden (mindestens drei Rauchtage pro Woche, mehr als zwei Zigaretten pro Tag). [46]
  • Nachfüllbare E-Zigaretten könnten auch für andere, teilweise illegale Drogen verwendet werden. [31, 47]
  • Erst jetzt Markteintritt der großen Tabakunternehmen: starke Werbewirksamkeit, problemverursachende Unternehmen präsentieren sich als Teil der Lösung. Wäre die E-Zigarette tatsächlich als Entwöhnungsmittel bis hin zum kompletten Suchtausstieg effektiv, hätten Tabakunternehmen langfristig keinen Nutzen an dem entstehenden Markt. [48]

Literaturstellen, die zitiert wurden

[1] Pisinger C et al. (2014): A systematic review of health effects of electronic cigarettes. Preventive Medicine. DOI: 10.1016/j.ypmed.2014.10.009. URL: bit.ly/2i5dwQH

[2] Action on Smoking and Health (2016): ASH Fact Sheet on the use of electronic cigarettes among adults in Great Britain. URL: bit.ly/Mpazur

[3] Verband des eZigaretten-Handels (2016): Daten und Fakten zur E-Zigarette. Stand: September 2016. URL: bit.ly/2j0kIlE

[4] Statistisches Bundesamt (2017): Absatz von Tabakwaren 2016. URL: bit.ly/2iPmSDf

[5] Statistisches Bundesamt (2016): Absatz von Tabakwaren 2015. URL: bit.ly/2j8uQ82

[6] Wells Fargo Securities (2013): Equity Research. E-Cigs Revolutionizing The Tobacco Industry. URL: bit.ly/2lezulE

[7] Bundesgesundheitsministerium (2016): Drogen-und Suchtbericht 2016. URL: bit.ly/2hioX7K

[8] European Commission (2015): Attitudes Of Europeans Towards Tobacco And Electronic Cigarettes. URL: bit.ly/1FRD4bW

[9] Schneider S et al. (2016): Die E_Zigarette – Verbreitung, Konsummuster und Nutzermotive bei Siebt- und Achtklässlern. Sucht. 62(3),153-162. DOI: 10.1024/0939-5911/a000424. URL: bit.ly/2i4X2IA

[10] Public Health England (2015): E-cigarettes: an evidence update. URL: bit.ly/1J2Zsj2

[11] DKFZ (2015): Use of electronic cigarettes in Germany. URL: bit.ly/2ixYFj2

[12] Hajek P et al. (2014): Electronic cigarettes: review of use, content, safety, effects on smokers and potential for harm and benefit. Addiction. 2014;109(11):1801-1810. DOI: 10.1111/add.12659. URL: bit.ly/2itptCT

[13] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2016): Änderungen im Jugendschutzgesetz (JuSchG). URL: bit.ly/2i56dsq

[14] European Parliament and Council (2014): Directive 2014/40/EU. Official Journal of the European Union. URL: bit.ly/1BLFPql

[15] Kosmider L et al. (2014): Carbonyl Compounds in Electronic Cigarette Vapors—Effects of Nicotine Solvent and Battery Output Voltage. Nicotine Tob Res. 2014 Oct;16(10):1319-26. DOI: 10.1093/ntr/ntu078. URL: bit.ly/2hKuPFH

[16] Nikotin und Nikotinstärken. Anbieter „Happy Liquid“. URL: bit.ly/2hZzlnf

[17] DKFZ (2013): Electronic Cigarettes – An Overview. URL: bit.ly/2jwrQ8R

[18] Dinakar C et al. (2016): The Health Effects of Electronic Cigarettes. N Engl J Med. 375, 1372-1381. DOI: 10.1056/NEJMra1502466. URL: bit.ly/2dBdnnj

[19] Sleiman M et al. (2016): Emissions from Electronic Cigarettes: Key Parameters Affecting the Release of Harmful Chemicals. Environ. Sci. Technol. 50 (17), 9644–9651 URL: bit.ly/2abOr3Y

[20] DFG (2012): Thermisch induzierte/prozessbedingte Kontaminanten: Das Beispiel Acrolein und der Vergleich zu Acrylamid. URL: bit.ly/2jn6msJ

[21] Wagener TL et al. (2016): Have combustible cigarettes met their match? The nicotine delivery profiles and harmful constituent exposures of second-generation and third-generation electronic cigarette users. Tobacco Control. DOI: 10.1136/tobaccocontrol-2016-053041. URL: bit.ly/2iDpdlr

[22] McRobbie H et al. (2014): Electronic cigarettes for smoking cessation and reduction. Cochrane Database Syst Rev. DOI: 10.1002/14651858.CD010216.pub2. URL: bit.ly/2hN4r1h

[23] Bundesinstitut für Risikobewertung (2012): Liquids von E-Zigaretten können die Gesundheit beeinträchtigen. URL: bit.ly/2iy0FHL

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[26] Czycholl H (2016): Die neue, angeblich so hippe Art zu rauchen. Die Welt; 25.11.2016. URL: bit.ly/2iM4zzp

[27] National Center for Chronic Disease Prevention and Health Promotion; Office on Smoking and Health (2014): The Health Consequences of Smoking—50 Years of Progress: A Report of the Surgeon General. URL: bit.ly/2hMSYyG

[28] United States Environmental Protection Agency (2016): Formaldehyde. URL: bit.ly/2hKlQo5

[29] Tierney PA et al. (2015): Flavour chemicals in electronic cigarette fluids. Tobacco Control. DOI: 10.1136/tobaccocontrol-2014-052175. URL: bit.ly/2j8D8wt

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[31] WHO (2014): Framework Convention on Tobacco Control FCTC/COP/6/10. URL: bit.ly/1AQnpW3

[32] Farsalinos K (2014): Electronic cigarette aerosol contains 6 times less formaldehyde than tobacco cigarette smoke. URL: bit.ly/2hMzZG1

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[48] Peeters S et al. (2014): Understanding the emergence of the tobacco industry’s use of the term tobacco harm reduction in order to inform public health policy. Tobacco Control, 24:182-189. DOI: 10.1136/tobaccocontrol-2013-051502. URL: bit.ly/2iZy25s

[49] Deutscher Bundestag (2016): Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes. Drucksache 18/8962. URL: bit.ly/2jU1bTe

[50] Bundesverwaltungsgericht (2014): E-Zigarette ist kein Arzneimittel oder Medizinprodukt. Nr. 68/2014. URL: bit.ly/2iZRxzb

[51] WHO (2016): IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans. Agents Classified by the IARC Monographs, Volumes 1-117. 22.12.2016. URL: bit.ly/1MMg9F5

[52] Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe (2016): MAK- und BAT-Werte-Liste 2016: Mitteilung 52. 04.07.2016. URL Kapitel 2: bit.ly/2knrXo9. URL Kapitel 3: bit.ly/2jmkxQt

[53] Schweizer Revue (2016): In der Schweiz ist die elektronische Zigarette nikotinfrei. 29.01.2016. URL: bit.ly/2kdAlTO

[54] Bundesamt für Gesundheit BAG: Entwurf zum Tabakproduktegesetz. 29.12.2016. URL: bit.ly/2j9Y59v

[55] Ziegler E (2016): Jugendschutz in Österreich lückenhaft. 17.04.2016. science.ORF.at. URL: bit.ly/2ja2pWs

[56] V!VID Fachstelle für Suchtprävention (2015): Tabakgesetz. URL: bit.ly/2jmuZHw

[57] Cancer Research UK (2014): Lung cancer risks and causes. Stand: 23.05.2014. URL: bit.ly/2koVx8C

[58] Zentrum für Krebsdaten (2012): Lungenkrebs (Bronchialkarzinom). Stand: 17.12.2015. URL: bit.ly/2jtaDtz

[59] CASAA (2016): A Historical Timeline of Electronic Cigarettes. URL: bit.ly/2ke7X40

[60] Borderud SP et al. (2014): Electronic cigarette use among patients with cancer: Characteristics of electronic cigarette users and their smoking cessation outcomes. Cancer. 120 (22), 3527-3535. DOI: 10.1002/cncr.28811. URL: bit.ly/2hKthf8

[61] Pisinger C et al. (2015): A systematic review of health effects of electronic cigarettes. Document prepared for the World Health Organization. URL: bit.ly/2j13Tab

[62] American Heart Association AHA (2014): Electronic Cigarettes. A Policy Statement From the American Heart Association. Circulation. 130, 1418-1436. DOI: 10.1161/CIR.0000000000000107. URL: bit.ly/2jdDEJ7

[63] DKFZ (2015): Tabakatlas Deutschland 2015. URL: bit.ly/1iABoeg

[64] DKFZ (2015): E-Zigaretten und E-Shishas: Welche Faktoren gefährden die Gesundheit? Aus der Wissenschaft – für die Politik. URL: bit.ly/2kF89t7

[65] Yoong LS et al. (2016): Prevalence of smoking-proxy electronic inhaling system (SEIS) use and association with tobacco initiation in youths: a systematic review. Review prepared for WHO. URL: bit.ly/2jMGcPk

[66] Grando SA (2014): Connections of nicotine to cancer. Nat Rev Cancer. 14, 419–429. DOI: 10.1038/nrc3725. URL: bit.ly/2kKYZuv

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[68] Fernandez et al. (2016): Exposure to aerosols from smoking-proxy electronic inhaling systems: a systematic review. Review prepared for WHO tobacco free initiative. URL: bit.ly/2kK5vpq

[69] Bekanntmachung des Umweltbundesamtes. Stellungnahme der Innenraumhygienekommission (IRK) zu elektronischen Zigaretten (E-Zigaretten). Bundesgesundheitsbl 2016. 59:1660–1661. DOI 10.1007/s00103-016-2464-y. URL: bit.ly/2kjaInG

[70] Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG SUCHT) (2015): S3-Leitlinie. Screening, Diagnostik und Behandlung des schädlichen und abhängigen Tabakkonsums. AWMF-Register Nr. 076-006. URL: bit.ly/2kKDLAV

[71] Shahab L et al. (2017): Nicotine, Carcinogen, and Toxin Exposure in Long-Term E-Cigarette and Nicotine Replacement Therapy Users: A Cross-sectional Study. Ann Intern Med. 2017 Feb 7. DOI: 10.7326/M16-1107. URL: bit.ly/2ln5dkv

Fehlerteufel

In der ursprünglichen Version vom 31.01.2017 hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen, weil mitunter überholte Fachliteratur verwendet wurde, zum Beispiel ein Cochrane Review aus dem Jahre 2014 [22], obwohl es ein aktualisiertes Cochrane Review zum selben Thema aus dem Jahre 2016 [67] gibt. Diese Punkte haben wir korrigiert. Wir bitten, die Fehler zu entschuldigen.